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Geldsegen für Bund und Kantone Nationalbank zahlt vier Milliarden Franken aus

  • Die Schweizerische Nationalbank (SNB) zahlt aufgrund ihrer hohen Reserven zusätzliches Geld an Bund und Kantone.
  • Diese erhalten für das vergangene Jahr 2019 damit insgesamt vier Milliarden Franken.
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Aus dem Archiv: Die Geldpolitik der Nationalbank in der Kritik
Aus Tagesschau vom 09.01.2020.
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Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat mit dem Eidgenössischen Finanzdepartement (EFD) eine Zusatzvereinbarung über die Gewinnausschüttung der SNB unterzeichnet. Diese sieht eine Erhöhung der Ausschüttungen für die Geschäftsjahre 2019 und 2020 auf maximal vier Milliarden Franken vor, sofern die Ausschüttungsreserve gewisse Schwellenwerte überschreitet, wie das EFD mitteilte.

Die laufende Vereinbarung aus dem Jahr 2016 sieht eine jährliche Ausschüttung von einer Milliarde und eine Erhöhung auf zwei Milliarden Franken vor, falls die Ausschüttungsreserve nach Gewinnverwendung den Wert von 20 Milliarden überschreitet. Seit 2016 habe das Ertragspotenzial der SNB zugenommen und die Ausschüttungsreserve sei angewachsen, so das EFD.

Für 2019 hat die SNB einen definitiven Reingewinn von 48,9 Milliarden Franken erzielt, wie sie mitteilte.

Zwei weitere Schwellenwerte

Darum hätten EFD und SNB eine zusätzliche Ausschüttung beschlossen. Die neue Vereinbarung definiert den Angaben zufolge dabei zwei zusätzliche Schwellenwerte: Überschreitet die Ausschüttungsreserve nach Gewinnverwendung den Wert von 30 Milliarden, so schüttet die SNB für das betreffende Geschäftsjahr zusätzlich eine Milliarde an Bund und Kantone aus. Und überschreitet die Ausschüttungsreserve den Wert von 40 Milliarden, schüttet die SNB für das betreffende Geschäftsjahr zusätzlich eine weitere Milliarde aus.

Mit einer Ausschüttungsreserve von rund 88 Milliarden sind für 2019 somit beide Voraussetzungen erfüllt. Der auszuschüttende Betrag geht zu einem Drittel an den Bund und zu zwei Dritteln an die Kantone. Nach diesen Auszahlungen wird die Ausschüttungsreserve somit noch 84 Milliarden Franken betragen.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von marlene Zelger  (Marlene Zelger)
    Wäre es nicht gescheiter, die SNB würde wieder von den Negativ- zu den Positivzinsen wechseln, statt die überzähligen Milliarden auszuschütten?
    1. Antwort von Dani Keller  (¯\_(ツ)_/¯ ____)
      Die SNB macht ja nicht aus Spass Negativzinsen, sondern um die Fehlkonstruktion Euro gegenüber Franken zu stützen. Inzwischen leider eine Daueraufgabe....
  • Kommentar von Beat Hauser  (Bhauser56)
    Wie nett von der SNB !! Besser wäre es den PK‘s und der AHV Geld zu überweisen anstatt Bund/Kanton. SNB hat 8 Milliarden Negativzinsen einkassiert, und gibt jetzt 4 Milliarden davon den Behörden zurück ! Das Geld gehörte den Bürgern, das alles ist absurd und Betrug am Bürger.
    1. Antwort von Peter Singer  (P.S.)
      Es wäre extrem unfair, das Geld in die AHV zu stecken, denn davon hätte die jüngere Generation nichts. Auch mit einer einmaligen Geldspritze wäre die AHV bald schon wieder aus dem Gleichgewicht. Es brauht strukturelle Reformen.
    2. Antwort von Pit Burncorner  (PiBi47)
      Kann mich diesem Votum anschliessen. Zudem sollte gleichzeitig die Heiratsstrafe abgeschafft werden, denn es gibt keinen plausiblen Grund, dass Eheaare 1/4 weniger AHV erhalten als Nichtverheiratete. Zumal ein 2Personenhaushalt nicht weniger kostet nur weil man verheiratet ist!
    3. Antwort von Dani Keller  (¯\_(ツ)_/¯ ____)
      Bund: MWST senken wegen chronischen Überschüssen und SNB Geld
      Kantone: Steuern senken für natürliche Personen wegen SNB Geldsegen

      So würde der Bevölkerung wenigstens ein Teil der Negativzinsen kompensiert.