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Legende: Video Axel Weber zum Rechtsfall in Frankreich abspielen. Laufzeit 01:03 Minuten.
Aus News-Clip vom 02.05.2019.
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GV der Grossbank UBS-Aktionäre verweigern Entlastung der Unternehmensspitze

  • Die UBS-Aktionäre haben an der Generalversammlung der Unternehmensspitze die Entlastung für das Geschäftsjahr 2018 verweigert.
  • Die Zustimmung betrug nur 41.7 Prozent.
  • Die Aktionäre stimmten mit 79.4 Prozent für den Vergütungsbericht 2018.

Die UBS-Aktionäre haben der Bankführung wegen des milliardenschweren Rechtsstreits in Frankreich einen Schuss vor den Bug gesetzt. Sie verweigerten der Führung der Grossbank um Unternehmenschef Sergio Ermotti und dem Verwaltungsrat um Präsident Axel Weber die Entlastung für das vergangene Jahr.

Abstimmungsresultat
Legende: SRF

Die Zustimmung auf dem Aktionärstreffen lag bei lediglich 41.67 Prozent. Das Misstrauensvotum ist ein aussergewöhnlicher Schritt – im Vorjahr lag die
Zustimmung noch bei 89.68 Prozent. Das Votum hat keine unmittelbaren rechtlichen Konsequenzen für das Management – aber Signalwirkung. Die Aktionäre behalten damit für sechs Monate die Möglichkeit, Schadensersatzansprüche gegenüber Geschäftsführung und Verwaltungsrat geltend zu machen.

Ende Februar hatte ein Gericht in Paris die UBS wegen Steuerhinterziehung und Geldwäsche zu einer Rekordstrafe von 4.5 Milliarden Euro verurteilt. Die UBS hatte umgehend Berufung eingelegt und erwartet einen jahrelangen Rechtsstreit.

Vergütungsbericht angenommen

Die Aktionäre der UBS genehmigten hingegen die Entlohnung für die Führungsriege der Bank. Auf der Generalversammlung stimmten 79.4 Prozent der Eigentümer für den Vergütungsbericht 2018. Im Vorjahr waren es 81.35 Prozent. Das Ergebnis ist nicht bindend.

Ohne Probleme beziehungsweise mit hohen Ja-Stimmenanteilen von rund 99 Prozent gingen dagegen der Dividendenvorschlag sowie die Genehmigung des Lageberichtes sowie der Konzernrechnung 2018 durch.

Legende: Video Generalversammlung der UBS abspielen. Laufzeit 02:02 Minuten.
Aus Tagesschau vom 02.05.2019.
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13 Kommentare

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  • Kommentar von beat zehnder (beat zehnder)
    Heute haben diese Herren im Boulevard rumgeflehnt,dass sie sich von der Schweiz im Stich gelassen fühlen. Jahrzehntelang geschäftet mit Gelder, sagen wir mal mit zweifelhaften Ursprungs. Sogar als langsam klar wurde, dass dieses Geschäft sich dem Ende neigt, unbeirrt weitergemacht. Die Aussage mit den international branchenüblichen Löhnen kann ich auch nicht mehr hören,wenn man weiss, dass von den 10 meistverdienenden Ceo's, 7 von schweizer Firmen bezahlt werden, sind sie hier die Preistreiber.
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  • Kommentar von Hans Leuenberger (hansle)
    Interessante Abstimmungen: Décharge nein, Entlohnung ja und ganz besonders ja (99%), wenn's um die eigene einzusackende Dividende geht. Warum ist man mit der Arbeit der Chefetage unzufrieden? Weil man gerne noch mehr Dividende sehen möchte. Auch das sind Tatsachen.
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    1. Antwort von Ursula Jost (Uschi)
      Da diese Aktie nur so vor sich hindümpelt ist es nicht verwunderlich, dass man dann auf einer höheren Dividende beharrt
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  • Kommentar von Jean Piere Grano (J.-P. Grano)
    Es HAT rechtliche Folgen: Aktionäre, die für die Entlastung stimmeten, verzichten auf Schadenersatzansprüchen gegenüber den Mitgliedern des VR. Dieser ist gegenüber der Gesellschaft und den einzelnen Aktionären «für den Schaden verantwortlich, den sie durch absichtliche oder fahrlässige Verletzung ihrer Pflichten verursachen». Die Entlastung wirkt nach Art. 758, Ziff. 1 OR aber nur für bekannt gegebene Tatsachen. Die gegen die Entlastung Stimmenden behalten all ihre Schadenersatzansprüche.
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    1. Antwort von Jean Piere Grano (J.-P. Grano)
      Und: Schadensersatzansprüche gegenüber Geschäftsführung und Verwaltungsrat geltend machen können nur jene Aktionäre, welche die Entlastung ablehnten. Das übrigens auch dann, wenn sie nur 1% ablehnten. Diese (nicht aber die 99% der Entlastung zustimmenden) können auch dann Schadensersatzansprüche gegenüber Geschäftsführung und Verwaltungsrat geltend machen. Die Entlastung ist KEIN Mehrheitsentscheid!
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