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Handelskrieg nur aufgeschoben «Trump hat es geschafft, China in die Enge zu treiben»

Am G20-Gipfel haben die USA und China beschlossen, noch 90 Tage weiterzuverhandeln.

Legende: Audio Vereinbarung zwischen den USA und China stützt die chinesische Börse abspielen. Laufzeit 03:39 Minuten.
03:39 min, aus SRF 4 News aktuell vom 03.12.2018.

Die Einigung am G20-Gipfel: Die USA und China haben in Buenos Aires beschlossen, noch weitere 90 Tage zu verhandeln. Konkret verzichten die USA darauf, schon zu Jahresbeginn die Zölle auf chinesische Importe in die USA noch einmal deutlich zu erhöhen. Im Gegenzug verspricht China unter anderem, «substanziell mehr» US-Waren zu kaufen, inklusive Agrargüter.

Die Reaktion der Schanghaier Börse: «Chinas Staatsmedien sprechen und schreiben von einem Durchbruch. Der Multilateralismus sei mal wieder erfolgreich gewesen», sagt Journalist Felix Lee in Peking, der die Zeitungen studiert hat. Die Schanghaier Börse hat reagiert: Die Aktien sind über 2,5 Prozent gestiegen. Insgesamt reagieren die Märkte in Fernost sehr erleichtert auf Donald Trumps Ankündigung.

Trumps Tweet zum Treffen mit Xi

China unter Druck: Inzwischen sei klar, dass die chinesische Wirtschaft stark unter den Strafzöllen der USA leide – sehr viel mehr als umgekehrt, sagt Lee. China sei letztendlich doch immer noch sehr stark vom Export abhängig. Trump hat nun getwittert, dass China seine bisherigen Zölle in Höhe von 40 Prozent auf importierte US-Autos streichen würde. Dazu sagt Lee: «Sollte das stimmen, dann wäre es ein sehr grosser Erfolg für Trump.»

Chinas Verhandlungsposition: Die Chinesen hoffen, dass sich von Angesicht zu Angesicht bessere Ergebnisse erzielen lassen als über Drohgebärden, sagt Lee. Und: «Zugeständnisse von China wird es auch noch im Finanzsektor geben.»

Gesichtswahrung der Chinesen: «Trump hat es geschafft, die Chinesen in die Enge zu treiben», so der Journalist. Es werde nicht leicht für Peking, dem US-Präsidenten noch mehr entgegenzukommen, ohne nach aussen hin zu sehr das Gesicht zu verlieren. Dies zumal Trump unberechenbar sei und bleibe.

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