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Häuser mit Garten sind sehr beliebt
Aus 10vor10 vom 14.07.2020.
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Hauskauf trotz Coronakrise Eigenheime bleiben hoch im Kurs

Immobilienpreise steigen trotz Coronakrise. Besonders Einfamilienhäuser sind beliebt – kommerzielle Liegenschaften haben das Nachsehen.

Wohneigentum ist ein sicherer Anlagewert. Seit Jahren nimmt der Wert von Liegenschaften zu. Und auch inmitten der Coronakrise hat sich diese Entwicklung fortgesetzt. Das zumindest zeigt Donato Scognamiglio vom Immobilien-Beratungsinstitut Iazi in einer neuen Studie über die Preisentwicklung im ersten Halbjahr 2020.

Die Messung der Immobilienpreise

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Zur Messung von Preisen für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen wird der «Private Real Estate Price Index» berechnet. Dieser basiert auf den Preisen von gehandelten Objekten unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Eigenschaften der Liegenschaften.

Preise für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen verzeichnen gemäss der Studie im ersten Quartal 2020 bereits einen Anstieg. Aber auch im zweiten Quartal, inmitten der Coronakrise, setzte sich dieses Wachstum mit 0.7 Prozent fort. Im Vergleich zum Vorjahreswert von 0.8 Prozent ist dies praktisch unverändert.

Homeoffice motiviert zum Hauskauf

Die Nachfrage nach Wohneigentum ist folglich intakt geblieben, trotz Coronakrise. Immobilienexperte Scognamiglio beschreibt es so: «Weiterhin realisieren sich genügend Menschen den Traum nach den eigenen vier Wänden.» Es sei nicht auszuschliessen, dass der Lockdown auch dazu geführt habe, dass viele Familien neue Wohnbedürfnisse entwickeln.

Weiterhin realisieren sich genügend Menschen den Traum nach den eigenen vier Wänden.
Autor: Donato ScognamiglioImmobilien-Experte Iazi

Diese neuen Wohnbedürfnisse könnten beispielsweise ein zusätzliches Zimmer für das Homeoffice oder ein eigener Garten sein. Des Weiteren scheinen durch Homeoffice und Lockdown mehr Menschen Zeit für die Suche nach Liegenschaften gehabt zu haben, vermutet der Immobilienexperte.

Sicherheit im Hausfundament

Neben dem Traum zum Eigenheim gibt es auch handfeste Interessen. Wie auch in vergangenen Krisen sind Immobilien zu Anlagezwecken begehrt. Donato Scognamiglio sagt: «Ein Haus oder eine Wohnung zu haben, das gibt Stabilität.» Dies treibe die Preise nach oben.

Dazu komme der Anlagenotstand: Trübe Konjunkturaussichten, tiefe oder negative Zinsen und sinkende Inflationserwartungen machen gerade institutionellen Anleger das Leben schwer. Dieser Effekt heizt die Preisentwicklung weiter an.

Nachsehen der gewerblichen Immobilien

Das Nachsehen haben kommerziell genutzte Liegenschaften. Hier droht die Nachfrage nach Gewerbe- und Ladeflächen zu sinken. Denn: Homeoffice und Onlinehandel könnten sich in vielen Branchen langfristig durchsetzten. Und das setzt die Preise unter Druck.

Donato Scognamiglio vermutet: «Die ganze Schweiz ist zu Hause und alles sind digital unterwegs. Dies war ein Test und es funktioniert. Das heisst, wir werden in Zukunft weniger Büroflächen brauchen.» Allerdings, wie sich dies angesichts zunehmender Lockerungen weiterentwickelt, bleibt abzuwarten.

10vor10, 14.07.2020, 21:50

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Manuela Fitzi  (Mano)
    Gestern auf SRF, Auf und Davon, Wiederholung, gesehen, dass ein wunderhübsches Haus in Florida mit Garten schon ab 140k USD bezahlbar ist. An der Ostküste habe ich durchaus hübsche Häuser für ca. 400k USD gesehen. Direkt am Ozean. Auf alle Fälle glaube ich, die Schweiz verteuert sich selber. Über die ungebrochene Kauflust hierzulande reden wir doch höhe Februar 2021 nochmals, wenn alle Kündigungen durch sind und die MA auf der Strasse stehen, ahm, auf RAV sind.
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    1. Antwort von Caroline Kohler  (CaroKo)
      Viele Häuser in Florida sind schlecht gebaut und überleben Hurricans nicht.
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    2. Antwort von Manuela Fitzi  (Mano)
      Frau Kohler, das ist so. Hingegen werden sie nach einem Hurrican in einigen Monaten wieder aufgebaut. Die Versicherung ist diesen Leuten viel zu teuer, sie bauen lieber nochmals. Es gilt der Spruch, dass ein anständiger Bürger von Florida in seinem Leben dreimal ein Haus bauen muss. Das erklärt aber nicht den Unterschied im Bodenpreis. Florida ist ein genauso schönes und teures Pflaster wie die Schweiz.
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    3. Antwort von Urs Salzmann  (pfefferusalz)
      Na gut, Fr. Fitzi. Wenn ich nach ihrem Beispiel rechne kostet das Häuschen in Florida - dreimal aufgebaut ohne Versicherung - mit Sicherheit >300k. Somit erübrigt sich die Diskussion, ob man sich dort niederlassen will und die gegenwärtig politisch instabile Situation in Kauf nimmt! Check!
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  • Kommentar von João Muller  (Sozialdemokrat)
    In der Schweiz ist mieten billiger und man ist flexibler. Unter 1 Million bekommt man nichts. In Portugal bekommt man ein Haus mit Pool, 140m2 und Garage für 140k Euro. In Sau Paulo, Br mit Privatstrand ab 150k. Kaufe ich mir ein Eigenheim wird es in einem dieser Länder sein. Mit Garantie.
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    1. Antwort von Manuela Fitzi  (Mano)
      Das gleiche hier, Osteuropa. Aber uns (Ihnen und mir) liegt das Wohneigentum auch in der DNA. Herr und Frau Schweizer wollen das ja auch nicht, es ist bequem, in der Miete zu wohnen. Ich kann es verstehen, sage aber immer: Herr und Frau Schweizer weiss nicht, was für Lebensqualität ihnen entgeht. Sonst wären Kreditkonstruktionen im bezahlbaren Bereich schon lange möglich sein.
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    2. Antwort von Urs Salzmann  (pfefferusalz)
      Weshalb noch zuwarten? Ich würde sofort zuschlagen!
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    3. Antwort von Manuela Fitzi  (Mano)
      @Salzmann: Vom CH-Lohn kauft jeder Ost- und Südeuropäer bei der allerersten Gelegenheit "Das Haus". Check.
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    4. Antwort von Urs Salzmann  (pfefferusalz)
      @Fitzi. Ja und? Find ich doch gut. Wo ist das Problem? Ist doch super, wenn sich diese Leute zurück in ihrem Heimatland wohlfühlen. Und wir waren froh hatten wir sie als loyale Arbeitnehmer.
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    5. Antwort von Manuela Fitzi  (Mano)
      Das ist die richtige Einstellung, Herr Salzmann. Ich finde es auch besser, das Lebensabend in Würde in der Heimat zu verbringen, als in CH als EL-Bezüger noch strikten Auflagen entsprechen zu müssen. Allerdings ist es schon so, dass viele von ihnen sich sehr wohl integrieren müssen, aber sie haben keine Chance. Ein lebenlang als "Arbeitnehmer" zu gelten ist einem stolzen Menschen unwürdig.
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    6. Antwort von Hans-Ulrich Rechsteiner  (Rechi)
      Gut Herr Muller ich wünsche Ihnen gute Reise. Übrigens, bei den aktuellen Hypozinsen ist ein Eigenheim mindestens 5x billiger als mieten. Aber natürlich nur wenn man rechnen kann.
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