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Helvetic Airways mit grossen Zukunftsplänen
Aus 10 vor 10 vom 15.07.2020.
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Helvetic erneuert Flotte Grössere Flieger trotz Coronakrise

  • Die Airline des Investors Martin Ebner will sich für die Zukunft rüsten und setzt auf grössere Flugzeuge als ursprünglich geplant.
  • Die Kaufoption im Gesamtwert von 1.25 Milliarden Dollar beim brasilianischen Hersteller Embraer wurde bereits vor zwei Jahren abgeschlossen.
  • Ein neu lanciertes Pop-Up-Routennetz soll der Airline zudem eine bessere Auslastung und Flexibilität ermöglichen.

Helvetic Airlines will die aktuelle Coronakrise als Chance nutzen und verkündet stattdessen die Anpassungen ihrer Flotte. Die bestehende Flugzeugbestellung beim brasilianischen Hersteller Embraer wurde überdacht und vier Flugzeuge des Typen E195-E2 sollen nun anstatt der kleineren Typen E190-E2 geliefert werden. Die Mehrkosten betragen zwei bis drei Millionen pro Flugzeug.

Flugzeug des Typen E195-E2 auf der Rollbahn
Legende: Zum Ausbau der Kapazität kauft die Helvetic vier Flugzeuge des Typen E195-E2 Embraer , Link öffnet in einem neuen Fenster

Die Helvetic rüste sich damit für die Zukunft. Ziel sei operative Flexibilität und Unabhängigkeit der Flotte. Auch hätten die grösseren Flugzeuge eine grössere Reichweite. Damit öffne sich für die Helvetic neue Märkte wie China oder Afrika. Bisher ist die Regionalfluggesellschaft im Besitz von 13 Flugzeugen der Typen E190-E1 und E190-E2.

Geschäftsmodell Flugzeugvermietung

Neben Linien- und Charterflügen bietet die Fluggesellschaft auch die Vermietung von Flugzeugen samt Besatzung an. Das Model nennt sich Wet-Lease und wichtigster Partner der Helvetic ist die Swiss. Für diese sind acht der Helvetic-Flugzeuge vertraglich vorgesehen. Ab August sollen auch diese Maschinen wieder für die Swiss abheben.

Helvetic bilde hier eine Ausnahme erklärt SRF-Avitatikexperte Michael Weinmann. Die Muttergesellschaft Lufthansa habe bereits alle übrigen Partnerschaften mit Fremdairlines gestoppt. «Hier stellt sich die Frage: Wie lange wird die Swiss diesen Deal so aufrechterhalten? Helvetic hat sicher eine Chance, wenn ihr Angebot günstiger ist, als wenn die Swiss mit ihren älteren A320 fliegt.»

Wir wollen DER Wetlease-Anbieter werden in Europa.
Autor: Martin EbnerHelvetic-Besitzer

Besonders in diesem Bereich sieht die Helvetic Chancen. Viele Fluggesellschaften werden in den kommenden Jahren kaum die Mittel für neue Flugzeuge haben. Hier will Helvetic-Besitzer Martin Ebner in die Bresche springen: «Wir wollen der Wet-Lease-Anbieter werden in Europa.»

Mit Pop-Up-Strecken zum Ziel

Ausserdem setzt die Helvetic auf ein Pop-Up Routennetz. Anstatt regelmässig stattfindenden Flügen soll für wenige Tage eine neue Destination via Direktflug erreichbar sein. Der erste Pop-Up-Flug ist bereits für Ende Juli nach Tivat in Montenegro vorgesehen.

Für unsere Passagiere besteht kein Risiko.
Autor: Tobias PogorevcChef Helvetic Airlines

Dies soll kurzfristige Anpassungen ermöglichen. «Sollte aufgrund von Reisebeschränkungen eine Route geändert werden müssen, können wir dies auf flexible Art regeln. In anderen Worten: Für unsere Passagiere besteht kein Risiko», erklärt Helvetic-Chef Tobias Pogorevc.

Aus Sicht von SRF-Aviatik Experte Michael Weinmann klingt dies nach einem kreativen Angebot zu einer Zeit in der Helvetic sich bewegen musste. Im Vergleich mit Linienflügen bedeuteten Pop-Up-Flüge für die Airline einen deutlich höheren Aufwand. «Für jede Destination sind dieselben Vorarbeiten von Neuem nötig. Zum Beispiel das Organisieren von Landerechten oder die Verträge mit Handlingfirmen am Flughafen.»

Helvetic selber bezeichnet das neue Angebot als Test. Ob sich dieser als erfolgreich erweist, wird sich in der aktuellen Ferienzeit zeigen.

10vor10, 15.07.2020, 21:50

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Jürg Häusermann  (Abraham)
    Der Trend zum Reisen ist ein grosser langfristiger Zyklus. Daran ändert weder Corona noch die Umwelt etwas. M. E. richtiger., aber auch gewagter Entscheid. Dürfte zu einem guten Preis eingekauft haben in Anbetracht der Krise bei den Herstellern.
  • Kommentar von Andreas Huber  (Reto_AR)
    Das hört man gerne. Schweizer Frima mit Innovation und Mut! Soll auch belohnt werden hoffe ich auf jeden Fall.
  • Kommentar von João Muller  (Sozialdemokrat)
    Nicht alles Airlines leiden. Iberia hatte zb vor einigen Wochen Air Europa gekauft um grösser zu werden. Nur die Swiss und Lufthansa haben Probleme. Die zahlen ja auch den CEOs zu viel.
    1. Antwort von Esther Jordi  (EstherJ.)
      Erstens gehört die Iberia zusammen mit der British Airways seit 2011 zur Holdinggesellschaft IAG. Zweitens hat somit die IAG die Air Europa gekauft.
    2. Antwort von Urs Salzmann  (pfefferusalz)
      Es liegt bestimmt nicht am Lohn der CEO‘s.
    3. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ João Muller: IBERIA ist jetzt auch kein Leuchtturm in der Fliegerei. Sie bezahlt schlechte Löhne und hat eine veraltete, emissionsreiche Flotte.
    4. Antwort von Georg Spengler  (Streamline500)
      @Leu
      Das spielt keine Rolle Hauptsache billig in die Ferien man schimpft dann wenn wieder zu Hause ist über die SUV Fahrer