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Nachfrage nach dem Häuschen auf dem Land steigt
Aus Tagesschau vom 22.10.2020.
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Immo-Monitoring Jetzt erst recht: Schweizer wollen Eigenheim

  • Immer mehr Angestellte, die in den vergangenen Monaten Homeoffice gemacht haben, sind mit ihrer Wohnsituation unzufrieden.
  • Das viele Homeoffice bewirkt ausserdem, dass die Pendlerdistanzen an Bedeutung verlieren, da die Arbeitnehmenden weniger pendeln müssen.
  • Das lässt die Nachfrage und den Preis der Einfamilienhäuser ausserhalb der grossen Zentren massiv ansteigen.

Wenn etwas in diesem Jahr an Bedeutung gewonnen hat, dann gehören die eigenen vier Wände auf jeden Fall dazu. Und das wird sich mit den steigenden Fallzahlen und dem wieder vermehrten Homeoffice wohl nicht so schnell ändern.

Die neuste Studie vom Immobilienspezialisten Wüest Partner zeigt auf, dass gerade die Suche nach Wohneigentum sehr stark angestiegen ist. Experte Patrick Schnorf sagt, dass dies vor allem an der Wohnqualität läge.

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Patrick Schnorf: «Gerade das Extrazimmer ist in der Pandemie wichtig geworden.»
Aus News-Clip vom 22.10.2020.
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Doch nicht nur die Wohnqualität ist im Moment entscheidend. Besonders auch die Lage scheint den Leuten wichtig zu sein. Am deutlichsten lässt sich der Anstieg bei den Grosszentren erkennen. Städte wie Dübendorf, Uster oder Köniz geniessen eine äussert hohe Anzahl an Suchabos für Wohneigentum.

Es wurde gesucht wie noch nie

Auch Kleinzentren und Mittelzentren wie Kriens, Gossau (SG) oder Rapperswil-Jona haben bei den Suchabos gegenüber dem Vorjahr stark zugelegt. Ganz anders ist die Situation bei den Grosstädten. Hier ist kaum eine Veränderung gegenüber dem Vorjahr zu erkennen.

Gesamthaft wurde aber gesucht wie noch nie. In der langfristigen Betrachtung sind die Suchabos für Einfamilienhäuser massiv angestiegen. Ganz ähnlich auch die Situation bei den Eigentumswohnungen.

Vieles deutet darauf hin, dass das viele Homeoffice die Pendlerbewegung stark ins Stocken gebracht hat. So ging es auch der Journalistin Oriana Ziegler.

Mit ihrer Familie wohnt sie aktuell in Winterthur. Doch die Pandemie hat gezeigt, dass der Wunsch nach den eigenen vier Wänden immer grösser wurde.

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Oriana Ziegler: «Durch das wegfallende Pendeln kann man weiter weg vom Arbeitsort leben.»
Aus News-Clip vom 22.10.2020.
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Dieser Mix aus weniger pendeln wollen und einem Wohneigentum abseits der Zentren treibt jetzt die Preise in die Höhe. Über fünf Prozent mehr als vor einem Jahr kostet ein durchschnittliches Einfamilienhaus.

Gerade deshalb zieht es nun die Leute auch vermehrt in die Klein- und Mittelzentren, sagt Experte Schnorf. Denn auch dort sei die Infrastruktur sehr gut und das schätzen die Leute.

Das vermehrt auf Homeoffice gesetzt wird, verändert also nicht nur den Arbeitsmarkt. Auch im Immobilienmarkt hinterlässt die Coronakrise ihre Spuren.

Tagesschau, 22.10.2020, 19:30 Uhr

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35 Kommentare

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  • Kommentar von Alex Schneider  (Alex Schneider)
    Traumimmobilie Einfamilienhaus

    Eine qualitativ hochwertige Verdichtung der Besiedlung ist zu begrüssen und entspricht auch den Vorlieben der urban gesinnten Leute. Es gibt aber einen grossen Bevölkerungsanteil, der gerne sein „Hüsli mit Garten“ hat, ob das nun den Architekten und Stadtplanern passt oder nicht. Den Individualisten in den Einfamilienhäusern wird allerdings ihr Individualismus bald durch die Mehrheit der dicht Wohnenden via raumplanerische Entscheide ausgetrieben werden.
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    1. Antwort von Ueli Lang  (Wochenaufenthalter)
      Das Problem ist nur, dass die sogenannte qualitativ hochstehende Architektur nur eine Umschreibung für die Erstellung von Hasenställen ist und bleibt. Daher wollen die Individualisten auch nichts von diesem kaschierten Plattenbau wissen! Darum müssen die ja dazu gezwungen werden - was immer supergut funktioniert hat, schon in der Vergangenheit. Die Leute werden sich gegen den Unsinn zu wehren wissen! Und die sozialen Probleme in den urbanen Zonen werden uns schnell eines Besseren belehren!
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  • Kommentar von Albert Planta  (Plal)
    Viele Leute folgen dem weißen Rat kluger Leute, das Geld in Immobilien zu investieren, zumal auch der Hypothekarzins tief ist. Allerdings besteht schon mancherorts ein Überangebot von Wohnungen.
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  • Kommentar von Marlies Artho  (marlies artho)
    Nachfrage betreffend EFH sei gross. Kunststück wenn die Hypothekarzinse so tief sind, kommen Menschen leichter zu Geld,von Schuldenlast wird nicht geredet. Denke nicht, dass jeder das Haus aus eigenem Geld bezahlen kann. Was geschieht wenn durch den Virus einige Arbeitslos werden, ihr Haus nicht mehr halten können.Die Banken verdienen ja an den Schuldzinsen, da die Börse oft auf wackeligen Beinen steht, geht man eher quasi den sicheren Weg, Zins Einnahmen. Sparer 0% Zins haben das nachsehen.
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