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Kampf gegen Klimawandel Google und Youtube streichen Werbegelder für Klimawandel-Leugner

  • Google und Youtube schliessen Inhalte, die den menschengemachten Klimawandel leugnen, von Werbeeinnahmen aus.
  • Rund um Inhalte, die «dem fundierten Konsens rund um die Existenz und die Gründe des Klimawandels widersprechen», dürften keine Werbeanzeigen mehr geschaltet werden, teilte Google mit.
  • Etwa soll die Leugnung der Erderwärmung auf diese Weise sanktioniert werden.
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Aus dem Archiv: Rückschlag für Schweizer Klimapolitik
03:07 min, aus Rendez-vous vom 14.06.2021.
abspielen. Laufzeit 03:07 Minuten.

Auch auf andere Weise, etwa durch Bezahlung von Inhalten, solle mit solchen Falschinformationen kein Geld mehr verdient werden. Die neue Regelung richtet sich nach Angaben des Google-Konzerns etwa gegen Behauptungen, bei Angaben zum Klimawandel handele es sich um Betrug. Auch die Leugnung der Erderwärmung und des Anteils der Menschheit an dieser Entwicklung soll demnach sanktioniert werden.

Änderung könne «Wende einleiten»

«Werbekunden wollen ihre Werbung einfach nicht neben solchen Inhalten sehen», erklärte das Unternehmen, das die Nummer eins bei Werbung im Internet ist. Der Ausschluss von Leugnern des Klimawandels von Einnahmen steht laut Google auch im Zusammenhang mit seinen eigenen Bemühungen, nachhaltiger zu werden und so zum Kampf gegen die Erderwärmung beizutragen.

Produzenten von Klima-Falschinformationen den Geldhahn zuzudrehen, könne «eine Wende einleiten bei der Klima-Leugner-Industrie», erklärte der Kampagnenleiter der Nichtregierungsorganisation Avaaz, Fadi Quran.

Jahrelang haben Klima-Falschinformationen die öffentliche Meinung verwirrt und politisches Handeln gegen den Klimawandel behindert, und Youtube war die Waffe ihrer Wahl.
Autor: Fadi Quran Avaaz

Drei Wochen vor der UNO-Klimakonferenz in Glasgow hätten Fake News zum Klimawandel Hochkonjunktur. «Jahrelang haben Klima-Falschinformationen die öffentliche Meinung verwirrt und politisches Handeln gegen den Klimawandel behindert, und Youtube war die Waffe ihrer Wahl», kritisierte Quran. Er forderte andere Online-Plattformen wie Facebook auf, es Google und dessen Videoportal gleichzutun.

SRF 4 News, 8.10.2021, 7:00 Uhr;

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56 Kommentare

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  • Kommentar von SRF News (SRF)
    Liebe Community. Vielen Dank für die interessanten Kommentare und Meinungen, die Sie heute mit uns geteilt haben. Wir schliessen die Diskussion an diesem Punkt und wünschen eine angenehme Nacht.
  • Kommentar von Maria Müller  (Mmueller)
    Das ganze wird nur die Gesellschaft weiterspalten.
    Obwohl ich selber der Wissenschaft grundsätzlich traue und an den menschengemachten Klimawandel glaube, finde ich, man sollte auch die gegenteilige Meinung zu diesem Thema zulassen.

    Wenn wir solchen Menschen einfach die Beiträge "abklemmen", wandern sie nur auf andere Plattformen ab. (Wo sie dann frei schreiben dürfen...)
    1. Antwort von Lothar Drack  (spprSso)
      Frau Müller, ich den Artikel anders verstanden. Da sollen weder gegenteilige Meinungen unterdrückt noch Beiträge abgeklemmt werden. Es soll einfach kein Geld mehr damit verdient werden können. Ein guter Schritt, nicht wahr?
    2. Antwort von Maria Müller  (Mmueller)
      Wie ich schon schrieb: Ich glaube an den menschengemachten Klimawandel und halte nicht viel von grossen Verschwörungstheorien.
      Aber letztendlich spaltet eine Ausgrenzung von anderslautenden Meinungen nur die Gesellschaft weiter. Die werden dann (virtuell) einfach woanders hingehen, wo sie dann frei schreiben können. (Aber wo dann die "Aufheizung" und Blasenbildung womöglich noch viel krasser vonstatten geht.)

      Zagg, und schon ist die Spaltung da. (Und sogar noch in verstärkter Form.)
    3. Antwort von Karl Kirchhoff  (Charly)
      @ Müller. Es gibt halt für die Meinung kein Geld mehr. Wer eine gegenteilige Meinung vertritt und von einer Mehrheit nicht akzeptiert wird, sollte vielleicht lernen damit umzugehen und die eigene Sichtweise überprüfen. Egal ob Klimawandel, Trump, Abtreibung, Flüchtlinge, Atomkraft, CO2-Steuer, Plastik im Meer, Tierhaltung, Kampfjets, Friday's for future.... und vieles mehr.
    4. Antwort von Maria Müller  (Mmueller)
      @Kirchhoff: Ihre Argumente in Ehren; wie gesagt, ich glaube an den Klimawandel.

      Aber letztendlich führen "Meinungsabklemmungen" nur zu (virtuellen) Abwanderungen.
      (Z.B. auf russische Plattformen irgendwo in den düstersten Ecken des Cyberspace. Wo sie dann aber völlig jenseits jeglichen Regulativs sind und frei publizieren können. Und das auch machen.)
      Zagg, und die Spaltung (und Radikalisierung) ist da.
      Will man das?
    5. Antwort von Lothar Drack  (spprSso)
      Müller, ein letztes Mal: Im vorliegenden Fall (Google / Youtube) werden KEINE MEINUNGEN ABGEKLEMMT. Sie schreiben von andern Realitäten, keine Ahnung wo Sie die finden, aber nicht im vorliegenden Fall. Lesen Sie in Ruhe den Artikel nochmals.
  • Kommentar von Benjamina Rinaldi  (Benjamina77)
    Das ist halt einfach die Meinung von Google und Youtoube. Ob diese richtig ist, wer weiss es? Am besten halten wir uns m.E. an die Wissenschaft und den gesunden Menschenverstand. Die ganze Natur abholzen kann m.E. schon gefährlich sein und Bäume pflanzen wäre ja schon eine fundierte Lösung. Vor allem in Städten, siehe Bern. Es gibt wohl keine angenehmere Stadt als diese. Wieder etwas mehr zurück zur Natur, im Grossen wie im Kleinen.