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Greta Thunberg am WEF
Aus Tagesschau vom 23.01.2019.
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Klimaaktivistin am WEF Greta Thunberg will in Davos im Zelt übernachten

Die 16-Jährige ist am WEF angekommen. Sie bleibt bis am Freitag und nimmt an diversen Veranstaltungen teil.

Am Mittag traf Greta Thunberg in Davos ein, wo sie sofort von nationalen und internationalen Medien belagert wurde. «Ich weiss, was ich will. Und ich weiss, was richtig ist», sagte sie in die Mikrofone. Sie sehe die Fakten, und sie sehe, was getan werden müsse. Sie habe entschieden das zu tun, weil sie sich schlecht fühlte, würde sie nichts unternehmen.

Thunberg reiste mit ihrem Vater und einem Kameramann, der eine Dokumentation über die Schwedin dreht, sowie einer weiteren Begleitperson an. Den Weg zur Mietwohnung legte sie statt mit dem Shuttle-Bus zu Fuss zurück – wegen des Klimas, wie sie sagte.

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Greta Thunberg kommt in Davos an
Aus News-Clip vom 23.01.2019.
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Übernachten im Zelt

Die Schülerin wird bis am Freitag in Davos bleiben. Heute Mittwoch um 18 Uhr wird Thunberg an einer Diskussion im «Arctic Basecamp» teilnehmen, in der es um die Errichtung einer «Erden-Kommission» geht, um den Klimawandel zu stoppen. Auch am Donnerstagmorgen wird Thunberg das «Arctic Basecamp» besuchen, wo sie und ihr Vater während des Aufenthalts in Davos voraussichtlich im Zelt übernachten werden. Am Freitagmorgen wird Thunberg an einem WEF-Panel über den Umgang mit dem Klimawandel zu Gast sein. Bereits am Eröffnungstag richtete sie sich in einer Videobotschaft an die WEF-Teilnehmer.

Thunbergs Botschaft ans WEF

Den Weg nach Davos hatte Thunberg mit dem Zug in Angriff genommen. Schon am frühen Dienstagmorgen trat die 16-Jährige in Schweden ihre erste Etappe auf der Reise an – «Morgenzug zum Weltwirtschaftsforum in Davos», schrieb sie dazu auf Twitter.

Fahrtdauer hin und zurück: etwa 65 Stunden. Im Gepäck: ein Rucksack, ein kleiner roter Koffer und ein Demonstrationsschild mit der Aufschrift «Skolstrejk for klimatet» (Schulstreik fürs Klima).

Thunberg steigt in den Zug

Für die Anreise mit dem Zug entschied sie sich, weil Flugreisen viel CO2 ausstossen und damit klimaschädlich sind. Sie habe bereits erreicht, dass ihre Eltern vor einigen Jahren mit dem Fliegen aufgehört hätten, sagte sie vorab in einem Interview der schwedisch-norwegischen Sendung «Skavlan». Man könne die Zeit in der Bahn gut nutzen, um allerlei Dinge zu tun – zum Beispiel eine Rede zu schreiben.

Greta Thunberg wird am Hauptbahnhof in Zürich von Schweizer Journalisten empfangen.
Legende: Greta Thunberg wird am Hauptbahnhof in Zürich von Schweizer Journalisten empfangen. Keystone

Im Rahmen ihrer Protestaktion «Schulstreik fürs Klima» demonstriert Thunberg jeden Freitag vor dem Reichstag in Stockholm. Die Aktion fand bereits Nachahmer in aller Welt. Auf der UN-Klimakonferenz im polnischen Kattowitz hatte sie im Dezember gesagt: «Wir müssen verstehen, was für ein Chaos die älteren Generationen angerichtet haben, das wir nun aufräumen und mit dem wir leben müssen.»

Kritik an Thunbergs «einfachen Botschaften»

Diverse Politiker am rechten Rand kritisierten den Auftritt in Kattowitz und sprachen von Kinderarbeit. Greta nimmt's cool. Doch: «Das Thema ist nicht unumstritten. Es ist klar, dass sich viele an diesen einfachen Botschaften stören», sagt SRF-Nordeuropa-Mitarbeiter Bruno Kaufmann.

Er weist darauf hin, dass sie ein Team um sich herum hat und sie letztlich «einfach die Person ist, die diese Botschaften weiterträgt». Mit ihren Anklagen gegen die Erwachsenenwelt habe die Jugendliche einen Nerv der Zeit getroffen, sagt Kaufmann. «Das birgt auch die Gefahr, dass sie instrumentalisiert wird. Es wird sich zeigen, wie lange sie auf dieser Welle weiterreiten kann und das Greta-Thunberg-Fieber Europa und die Welt ergreift.»

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98 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Jungen  (Pratteln)
    Das Mädchen ist beeindruckend. Ihre klare Sprache tut hoffentlich ihre Wirkung.
    Trotzdem, was mich beunruhigt, ist ihre Freudlosigkeit, diese Ernsthaftigkeit bis zur Verbissenheit. Da sehe ich extremistische Züge. Um die junge Frau vor sich selber und der Öffentlichkeit zu schützen, müsste sie nach dem WEF aus dem Rampenlicht raus und wieder in die Schule.
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    1. Antwort von Thomas Flück  (Mendekur)
      Sie ist vom Asperger-Syndrom betroffen.
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  • Kommentar von Rainer Fauser  (Rainer Fauser)
    Die Ursache der Umweltzerstörung liegt in der hemmungslosen Reproduktion der Spezies Mensch. Hier den politischen Hebel anzusetzen, ist tabu, denn dies erweckt Erinnerungen an dunkle Zeiten. Genau aber hier liegt der Hase im Pfeffer. Es ist keine Lösung, mit Duldung hemmungsloser Migration genau das zu tun, was aus politischer Korrektheit jetzt geschieht, nämlich reproduktionsfreudigsten Gesellschaften ihren humanen Überschuss hier durchzufüttern, statt mit Grenzen zu begrenzen... .
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    1. Antwort von Beni Fuchs  (Beni Fuchs)
      Sorry, aber der Planet gehört allen. Jeder Mensch auf dieser Erde hat die gleiche Daseinsberechtigung. die 'hemmungslose Reproduktion' lässt sich einzig durch Bildung korrigieren. Migration ist nicht in erster Linie ein Problem der Überbevölkerung sondern der Ungleichverteilung und Ausbeutung. Politische Programme zur Reduktion der Bevölkerungszahlen - mein Gott, hat die Menschheit damit nicht schon genug Schändliches angerichtet. Wer sich selber fortpflanzt, sollte nicht so reden....
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  • Kommentar von Walter Wieser  (Walt)
    Aha, der Zug braust also ohne Energie durch die Landschaft? Oder hat es da so diese Pedalen bei jeder Sitzbank?
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