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KPT führt neues Modell ein
Aus HeuteMorgen vom 21.02.2020.
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KPT lanciert Doktor-Chat Diagnose per Whatsapp

Was im Ausland bereits verbreitet ist, wird nun auch in der Schweiz lanciert: Ärztliche Informationen via Chat-Apps.

Mit dem Arzt oder der Ärztin via Whatsapp oder SMS chatten, statt telefonisch Rat zu suchen oder gar die Arztpraxis aufzusuchen: Was im europäischen Ausland schon länger möglich ist, bietet ab Freitag mit der Berner Krankenkasse KPT auch eine der grossen Krankenkassen in der Schweiz an.

Doktor-Chat nennt sich der ärztliche Informationsdienst ganz simpel. Mithilfe der gängigsten Chat-Apps melden Versicherte ihr medizinisches Problem an und dank künstlicher Intelligenz und Algorithmen geht die Information dann an den Arzt oder die Ärztin, die das entsprechende Fachwissen haben. Und zwar bei Medi24, einer Schweizer Arztpraxis, die auf Telemedizin spezialisiert ist.

Im Ausland bereits erfolgreich

Der Doktor-Chat sei in Frankreich, Spanien und Grossbritannien bereits erfolgreich im Einsatz, meint Lebrecht Gerber, CEO von Medi24. Die Erfahrungen seien positiv: «Rund 70 Prozent der Chatanfragen sind abschliessend beantwortet. Damit kann eine Kosteneinsparung erreicht werden, indem unnötige Arztbesuche vermieden werden.»

Die Fälle können deshalb abschliessend beantwortet werden, weil das medizinische Problem von Beginn weg bei einem Facharzt landet – und nicht bei einem Generalisten wie bei Telefonanfragen. Die KPT beteuert, dass keine medizinischen Daten zur Krankenkasse fliessen würden.

Wie stark der Doktor-Chat das Gesundheitswesen in der Schweiz allerdings entlasten kann, muss sich jetzt erst weisen: «Exakte Zahlen zur Kosteneinsparung in der Schweiz haben wir momentan nicht. Das Ziel der Testphase mit der KPT ist es, dazu neue Erkenntnisse zu gewinnen.» sagt Lebrecht Gerber.

Bei den Versicherten im Ausland, wo es den Doktor-Chat bereits gibt, kommt die Idee jedenfalls gut an: Laut Umfragen empfehlen 90 Prozent den Dienst an Bekannte weiter.

SRF 4 News, 21.2.2020, 06:05 Uhr, hosb;rehm

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Lienhard  (mazzok)
    Bedenklich wen man weis das Whatsapp zur Facebook gehört. Was und wer verdient dann Geld mit den Daten die generiert werden oder übernehmen die Firmen dann auch ein teil meiner Krankenkassenprämie?
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  • Kommentar von Adi Berger  (Adi B.)
    Über die Verwendung von Whatsapp lässt sich streiten (es gäbe sicherere Alternativen) aber die Grundidee ist gut Nebst der Kosteneinsparung versäume ich keine Zeit für den Weg zum Arzt, hocke nicht ewig in einem Wartezimmer wo ich die Viren anderer Patienten hole usw. Hoffentlich darf der Web-Doktor auch Medis verschreiben damit man nicht doch zusätzlich noch in eine Praxis zu einem Arzt muss, der einen in 5 Minuten abfertigt aber trotzdem als Grundkonsultation 25 Minuten mit der KK abrechnet.
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  • Kommentar von Peter Buess  (Pebs)
    Das ist harmlos. Eine andere Liga ist das EPD (elektronisches Patientendossier). Das startet April in den Schweizer Spitälern und Technologiepartner ist die Swisscom.
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