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Über den Sinn und Unsinn von Negativzinsen
Aus Rendez-vous vom 24.10.2019.
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Kritik an Nationalbank Bankiervereinigung: «Negativzinsen sind nicht mehr nötig»

Eine Studie der Bankiervereinigung will belegen, dass die Zeit der Negativzinsen vorbei sei. Die SNB sieht das anders.

Ursprünglich waren die Negativzinsen eine Krisenmassnahme. Die Schweizerische Nationalbank führte sie ein, um den Franken unattraktiv zu machen, und um so zu verhindern, dass der Franken zu stark wird. Doch seither habe sich viel verändert, sagt der stellvertretende Direktor der Schweizerischen Bankiervereinigung, August Benz.

Benz verweist auf die neueste Studie des Verbandes: «Wir versuchen darauf hinzuweisen, dass die Negativzinsen, die wir seit fünf Jahren haben, nicht mehr wirklich notwendig sind und auch nicht mehr die Wirksamkeit zeigen, die sie zu Beginn hatten.»

Wirtschaft hat sich angepasst

Die Nationalbank sieht das anders. Sie betont unermüdlich, es brauche die Negativzinsen noch immer. Doch Benz sagt: «Die Wirtschaft hat sich den aktuellen Bedingungen angepasst. Der Wirtschaft per se geht es gut. Wir sind aus unserer Sicht nicht mehr in einem Krisenmodus.»

Laut Benz verursachen die Negativzinsen hohe volkswirtschaftliche Kosten. Die Pensionskassen tun sich immer schwerer, das Geld ihrer Versicherten zinsbringend anzulegen und flüchten vermehrt in riskante Anlagen. Die Immobilienpreise steigen weiter und der Strukturwandel in der Wirtschaft wird verzögert.

Studie soll die SNB beeinflussen

Die Bankiervereinigung will mit ihrer Studie die öffentliche Debatte über Sinn und Unsinn von Negativzinsen forcieren. Und Benz sagt: «Die Hoffnung ist schon, dass sich auch andere in diese Debatte einbringen. Das wäre unser Ziel.» So würde der Druck auf die Nationalbank mit ihrer unpopulären Zinspolitik weiter steigen.

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Aus dem Archiv: Nationalbank hält an ihrer Geldpolitik fest
Aus Tagesschau vom 21.03.2019.
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17 Kommentare

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  • Kommentar von ruedi hug  (ruedihug)
    Die Banken sollten den Ball flachhalten, sie sind es, die den Schlammassel angerichtet hatten, Die Banker haben offenbar immer noch nicht kapiert, dass ein grosser Teil von Dragis Euroflutung postwendend im Keller der Nationalbank landet. Man müsste diese bald 1000 Milliarden produktiv für die Zukunft unsere Kinder einsetzen, z.B. für die Realisierung einer aggressiven Innovationsstrategie gegen die sich anbahnende Klimakatastrophe, das wäre, meine lieben Banker, ein konstruktiver Vorschlag,
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  • Kommentar von Bruno Muller  (syd)
    Negativzinsen ist die dümmste Erfindung der heutigen Veschuldungs-Misswitschaft. Es kann ja nicht sein, dass die welche gespart haben jetzt betrogen werden und die welche sich verschulden belohnt werden. Würden ALLE bei 0 aufhören, müssten sich die Gelddrucker heute auch nicht bei den Negativzinsen noch überbieten.
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  • Kommentar von Oliver Gawlowski  (Oliver Gawlowski)
    warum nicht einfach die pensionskassen von negativzins ausschliessen??
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