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Anstieg der Arbeitslosenquote im März
Aus HeuteMorgen vom 07.04.2020.
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Mehr Arbeitslose im März Coronakrise hinterlässt erste Spuren auf dem Arbeitsmarkt

  • Erste Auswirkungen der Coronakrise machen sich auf dem Schweizer Arbeitsmarkt bemerkbar.
  • Die Arbeitslosenquote ist im März von 2.5 auf 2.9 Prozent angestiegen, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) mitteilt.
  • Ende März waren 135'624 Personen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) arbeitslos gemeldet – fast 18'000 mehr als im Vormonat.

Um saisonale Faktoren bereinigt lag die Quote bei 2.8 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen war bereits bis Mitte März angestiegen. In den vergangenen zwei Wochen sei die Zahl noch einmal deutlich angestiegen, so Boris Zürcher vom Staatsekretariat für Wirtschaft.

Besonders hart trifft die Coronakirse die Jugendlichen. Bei den 15- bis 24-Jährigen stieg die Arbeitslosenquote von 2.3 auf 2.8 Prozent an. Bei den älteren Arbeitslosen war der Anstieg etwas geringer – von 2.5 auf 2.7 Prozent. Die Quote bei den Ausländern erhöhte sich im März auf 5.2 Prozent (4.6 Prozent im Vormonat), bei den Schweizerinnen und Schweizern von 1.8 auf 2.1 Prozent.

Die Zahl der Menschen, welche im Verlauf des Monats Januar 2020 ihr Recht aus Arbeitslosenentschädigung ausgeschöpft hatten und ausgesteuert wurden, beziffert das Seco auf 2'905.

Mit Kurzarbeit gegen Entlassungswelle

«Ich gehe davon aus, dass die Arbeitslosigkeit noch weiter steigen wird», erklärte Seco-Leiter Boris Zürcher. Man gehe aber davon aus, dass die Schweiz durch das Instrument der Kurzarbeit eine grosse Entlassungswelle abwenden könne.

Zuletzt seien die Bedingungen für Kurzarbeitsgesuche deutlich gelockert worden. «Die Ausweitung und Optimierung der Kurzarbeit sollte das Schlimmste abwenden», zeigt sich Zürcher denn auch überzeugt. Am gestrigen Montag verzeichnete das Seco Gesuche von 131'000 Unternehmen für insgesamt 1.45 Millionen Erwerbstätige. Das entspreche etwa 29 Prozent aller Erwerbstätigen in der Schweiz.

Arbeitslosenversicherung geht schuldenfrei in Corona-Bewältigung

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Die Arbeitslosenversicherung (ALV) hat das Geschäftsjahr 2019 mit einem Gewinn von 1.56 Milliarden Franken abgeschlossen. Dank diesem Ergebnis ist die ALV nun schuldenfrei beim Bund. Allerdings drohen wegen der Corona-Krise im Jahr 2020 milliardenschwere Mehraufwände für die Kurzarbeitsentschädigung.

Der Jahresgewinn der ALV lag 2019 mit 1.56 Milliarden Franken um knapp 400 Millionen Franken höher als 2018, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) mitteilte. Der Gesamtertrag im letzten Geschäftsjahr belief sich auf 8.06 Milliarden Franken, der Gesamtaufwand auf 6.5 Milliarden Franken.

Heute Morgen, 7.4.2020, 8 Uhr;

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7 Kommentare

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  • Kommentar von antigone kunz  (antigonekunz)
    Die Stellenlosigkeit wird sich verschärfen. Der neoliberale Staat und die kapitale Marktwirtschaft, die sich mit der Globalisierung so sicher gefühlt haben, dass da wirklich TINA (There is no alternative) als eines der zentralen Dogmen als Naturgesetz durchging, hat mit und durch den viralen Hype, dem sie auferlegen sind, sich eben grad selber obsoletisiert. Zeit, die Menschen organsieren sich so, das sie grösseres Unabhängigkeit von den Arbeits-Waren-und Geldmärkten entwickeln können.
  • Kommentar von Patrick Sifneos  (Trickpa)
    Und leider ist dies nur der Anfang. 1.4 Millionen bereits in Kurzarbeit und die Sozialämter erleben einen Ansturm von Selbstständigerwerbenden. So gut funktionieren die Hilfsmassnahmen des Bundesrates. Wir haben die Wirtschaft gekillt damit wir die schwachen retten können und diese wurden schliesslich nicht gerettet. Und wir wissen immer noch nicht wieso der Bundesrat diesen Entscheid getroffen hat, es gibt nichts schriftliches, nur informationsbruchteile an den Medienkonferenzen.
  • Kommentar von Sivakaran Kanesan  (karan)
    Das ist nur der Anfang, der dicke Brocken kommt noch.