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SNB belässt Leitzins unverändert
Aus Tagesschau vom 19.03.2020.
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Mehr Kredite ermöglichen SNB führt expansive Geldpolitik fort

  • Die Schweizerische Nationalbank (SNB) tastet die Zinsen nicht an und belässt den Leitzins bei -0.75 Prozent.
  • Damit führt sie ihre expansive Geldpolitik fort.
  • Doch das Coronavirus macht zusätzliche Massnahmen notwendig.

Die SNB teilt im Rahmen der geldpolitischen Lagebeurteilung mit, dass sie nun «verstärkt» am Devisenmarkt intervenieren wird, um zur Stabilisierung der Lage beizutragen. Denn in dieser ausserordentlichen Situation sei die expansive Geldpolitik der Nationalbank für die Gewährleistung angemessener monetärer Bedingungen in der Schweiz nötiger denn je.

Konkret belässt die SNB ihren Leitzins sowie den Zins auf Sichtguthaben bei -0.75 Prozent. Mit Aufhebung des Euro-Mindestkurses am 15. Januar 2015 hatte sie den Leitzins auf das aktuelle Niveau gesenkt.

Rückgang des BIP erwartet

Das Coronavirus hat laut SNB auch in der Schweiz die kurzfristigen wirtschaftlichen Aussichten stark eingetrübt. Das BIP-Wachstum 2020 dürfte daher negativ ausfallen. Im Dezember hatte die Nationalbank noch mit einem Wachstum zwischen 1.5 und 2 Prozent für das Jahr 2020 gerechnet.

Weiter betont die Nationalbank, dass sie zudem eng mit dem Bundesrat zusammenarbeite mit dem Ziel, die Wirtschaft bestmöglich zu unterstützen.

Mehr Kredite ermöglichen

Banken sollen künftig auch mehr Spielraum in der Kreditvergabe erhalten. Ab 1. April lockert die SNB die Last der Negativzinsen für die Banken. So erhöht sie den Freibetrag, ab dem die Banken Negativzinsen entrichten müssen. Der sogenannte Freibetragsfaktor steigt dabei von 25 auf 30.

Ferner überlegt die SNB, mit einer weiteren Massnahme die Banken zu entlasten. Sie prüft, ob der antizyklische Kapitalpuffer gelockert werden könne - trotz der Risiken am Hypothekar- und Immobilienmarkt. Denn die Banken hätten über die letzten Jahre substanzielle Kapital- und Liquiditätspuffer aufgebaut.

Und schliesslich wird die SNB bei Bedarf zusätzliche Massnahmen zur Sicherung der Liquidität treffen.

SRF 4 News; 19.03.20; 11:00 Uhr; stav

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Oliver Gawlowski  (Oliver Gawlowski)
    Mrd pumpen die Nationalbanken in ein marodes Wirtschaftssystem. Der neuste Gag in den USA verteilt man es per Check; Angebotsseite aber bleibt unverändert resp. verringert sich, da nichts produziert wird. Ergo, wir kennen das Ergebnis - haben es schon ein paarmal erlebt in den letzten 100 Jahren. Tiefpunkt war Deutschland - wir steuern auf eine massive Inflation zu. 100 Brote jedes kostet 1 Fr.; 100 Bürger mit 10 Fr Budget. Nun bekommen sie 5Fr mehr. Anz. Brote unverändert der Preis steigt.
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  • Kommentar von antigone kunz  (antigonekunz)
    "Banken sollen künftig auch mehr Spielraum in der Kreditvergabe erhalten" Einfacher und der Realwirtschaft dienlicher ist alle bestehenden Kreditverpflichtungen im Sinne von Geld, das als "Investitionen" durch Aktionäre gilt. gestrichen werden. Entgegen neoliberalen Mantras sind diese nicht wesentlich, um die Realwirtschaft und deren Finanzierung aufrecht zu erhalten. Stattdessen werden weiter die Geldmengen erhöht. Fragen wir uns einfach, wem die Sorge einer SNB gilt?
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