Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Legende: Video Boeing drosselt Produktion abspielen. Laufzeit 00:28 Minuten.
Aus News-Clip vom 06.04.2019.
Inhalt

Nach Abstürzen und Flugverbot Boeing drosselt 737-Max-Produktion

  • Nach zwei Abstürzen und Flugverboten fährt der US-Luftfahrtriese Boeing die Produktion seiner Baureihe 737 Max herunter.
  • Eigentlich war geplant gewesen, die Produktion der bestverkauften Modellserie bis zum Sommer deutlich zu erhöhen.

Die monatliche Fertigungsrate werde ab Mitte April um fast ein Fünftel von 52 auf 42 Maschinen gedrosselt, erklärt das Unternehmen.

Der Stand der Dinge

Personen-Box aufklappenPersonen-Box zuklappen
  • Am 10. März war eine 737 MAX 8 der Ethiopian Airlines in Äthiopien kurz nach dem Start abgestürzt, alle 157 Menschen an Bord kamen ums Leben.
  • Im Oktober 2018 verunglückte eine Maschine des gleichen Typs von der indonesischen Fluggegellshaft Lion Air vor der indonesischen Insel Java, alle 189 Insassen starben.
  • Als Ursache beider Abstürze steht die Steuerungssoftware MCAS im Verdacht. Diese drückt bei einem drohenden Strömungsabriss die Nase des Flugzeugs automatisch nach unten, auch wenn die Piloten gegensteuern.
  • Boeing arbeitet an einem Softwareupdate, das die US-Luftfahrtbehörde FAA genehmigen muss. Das Software-Update wurde auf die kommenden Wochen verschoben.
  • Boeing-Chef Muilenburg sagte, bei der Aktualisierung des Programms gebe es Fortschritte, «damit es nie wieder zu solchen Unfällen» komme. Es werde im Konzern zudem eine Kommission gebildet, die die Entwicklung von Flugzeugen unter die Lupe nehmen und Verbesserungsvorschläge vorlegen soll.

Eigentlich war geplant gewesen, die Produktion der bestverkauften Modellserie bis zum Sommer deutlich zu erhöhen. Doch nachdem innerhalb weniger Monate zwei baugleiche Maschinen vom Typ 737 Max 8 in Indonesien und Äthiopien abstürzten, lenkt Boeing ein.

Stellungnahme von Boeing

Nach den Unglücken, bei denen insgesamt 346 Menschen ums Leben kamen, waren weltweit Startverbote für die Boeing-Serie erlassen worden. Die Flugzeuge können derzeit nicht ausgeliefert werden und es drohen Stornierungen.

Aktienkurs unter Druck

Konzernchef Dennis Muilenburg bezeichnete die Produktionskürzung als vorübergehende Massnahme. Wegen der noch nicht abschliessend geklärten Unfallursachen und Problemen mit einer Steuerungssoftware ist momentan unklar, wann die 737-Max-Maschinen von den Aufsichtsbehörden wieder in die Luft gelassen werden.

Nach der Ankündigung der Produktionsdrosselung sank der Boeing-Kurs im nachbörslichen Handel um 2.3 Prozent.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Lesek Hottowy (Lhot)
    Ein hastig umgebautes Flugzeug mit stark veränderten Flugeigenschaften, der Schwerpunkt wurde stark verändert wegen den größeren Motoren, die mangels Platz nicht am ursprünglichen Ort eingebaut werden konnten. Dann eine Software, die es richten soll, albeit nur mit einem Sensor, die schlecht dokumentiert und im Selbstkursus geschult wird. Und alles durch die US Aufsicht, FAA, ohne eigene Test abgenommen. Ich werde nie mehr in eine Boeing 737 Max o.ä. steigen. Auch nicht nach den geplanten Fixes.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen