Zum Inhalt springen

Header

Video
Tim Bachmann: «Ironischerweise ist auf einigen Langstreckendestinationen eine Einreise ohne negativen Test möglich.»
Aus News-Clip vom 10.11.2020.
abspielen
Inhalt

Nach miserablem Geschäftsjahr Reisebranche klammert sich an Hoffnung auf Impfstoff

  • Der Reiseveranstalter Hotelplan Suisse hat wegen der Corona-Pandemie das schlechteste Geschäftsjahr seiner 85-jährigen Geschichte erlebt.
  • Nur dank der Unterstützung der Aktionärin Migros kann sich Hotelplan Suisse weiterhin über Wasser halten.
  • Die neusten Entwicklungen in der Impfstoff-Forschung schüren jetzt die Hoffnungen einer ganzen Branche.
  • Es stellt sich aber die Frage: Wohin können Herr und Frau Schweizer überhaupt noch reisen?

Nicht nur für Hotelplan, sondern für die gesamte Branche geht das Jahr 2020 als herausforderndstes Jahr aller Zeiten in die Geschichte ein. In Zahlen ausgedrückt heisst das bei Hotelplan Suisse 65 Prozent Umsatzrückgang gegenüber dem letzten Geschäftsjahr.

Doch der Branchenprimus der Schweiz hat einen grossen Vorteil. Er bekommt seitens Migros Rückendeckung. Denn Hotelplan Suisse ist Teil der Migros-Genossenschaft, die mit Hotelplan Suisse ihr Reisegeschäft abdeckt. Dank dieser Unterstützung geriet die Migros-Reisetochter nie in Liquiditätsprobleme.

Video
Tim Bachmann: «Wir sind sehr dankbar, dass wir die Unterstützung der Migros haben.»
Aus News-Clip vom 10.11.2020.
abspielen

Und das, obwohl sie seit Mitte März aufgrund von Einreiserestriktionen, Flugausfällen und Flugplanänderungen sowie der Risikoländerliste des BAG Stornierungen von rund 100'000 Kunden hinnehmen musste.

Flächendeckender Impfstoff ist entscheidend

Die Stimmung bei Hotelplan Suisse und Geschäftsleiter Tim Bachmann ist trotzdem positiv. Im Frühjahr erwartet Bachmann eine erste Erholung. Eine grosse Rolle dabei spiele ein flächendeckender Impfstoff.

Video
Tim Bachmann: «Entscheidend ist nicht nur die Beruhigung der Fallzahlen in der Schweiz, sondern auch jene in den Zielgebieten der Kunden.»
Aus News-Clip vom 10.11.2020.
abspielen

Bis es aber soweit ist, stellt sich vor allem die Frage: Wohin können Herr und Frau Schweizer überhaupt reisen?

Wir raten den Kunden im Augenblick, ihre Ferien kurzfristig zu buchen.
Autor: Tim BachmannCEO Hotelplan Suisse

«Wir raten den Kunden im Augenblick, ihre Ferien kurzfristig zu buchen. Dadurch wird das Risiko deutlich kleiner, von einer Quarantäneliste oder einem Lockdown überrascht zu werden», sagt Bachmann. Die aktuelle Auswahl beschränke sich im Kurzstreckenbereich auf die kanarischen Inseln und Ägypten. Bei der Langstrecke sieht Bachmann beispielsweise Chancen in Tansania, Mexiko und auch Sansibar.

Alles keine Katzensprünge – und solche Distanzen sind teuer. Bei Bachmann überwiegt aber die Zuversicht. In vielen Leuten stecke eine Sehnsucht nach Ferne.

Video
Tim Bachmann: «Ich bin sehr stark der Meinung, dass in uns eine Sehnsucht nach Ferne da ist.»
Aus News-Clip vom 10.11.2020.
abspielen

Es ist also ein Zusammenspiel von Sehnsüchten und der Hoffnung nach dem Impfstoff, das jetzt der Reisebranche zur Normalität zurück verhelfen soll. Für Hotelplan Suisse und die gesamte Branche wird die Situation gerade deshalb äusserst schwierig bleiben.

Tagesschau, 10.11.2020, 19:30 Uhr

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

4 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Aktuell sind keine Kommentare unter diesem Artikel mehr möglich.

  • Kommentar von Thomas Schneebeli  (TS+LL)
    16% der Schweizer wollen sich schnell gegen Covid impfen lassen, laut letzter Befragung. Das die Reisebranche deswegen grosse Hoffnung und Freude hat, ist zu hinterfragen. Macht Euch eher bereit für Reisende, die sich die nächsten 3-5 Jahren nicht impfen lassen werden. Bitte keine Drohungen, es gibt immer noch Länder auf der Welt, die nicht einmal ein Test verlangen, geschweige denn eine Impfung.
    1. Antwort von Emil Brand  ((Inkognito))
      16% wurden gemeldet. Eine andere Umfrage nannte weit höhere Zahlen. Leewas, Ende September meldet 54% Impfwillige. Faszinierend.
  • Kommentar von Monique Wittwer  (Monique Wittwer)
    Dass sie tiefrote Zahlen schreiben tut mir für die Leute der Reisebranchen Leid. Für die kommenden Generationen wünsche ich mir nicht jegliche Vor-Corona-Normalität zurück. Ich finde es absolut unverantwortlich nur zum Spass fossile Energien zu verbrennen, die unsere Erde auf unberechenbare Weise erhitzen. Vermutlich so sehr, bis aktuell noch paradiesisch schöne Reisedesinationen - wie z.B. die Malediven - im Meer verschwinden. Bitte übernehmen Sie langfristig Verantwortung - für alle.
    1. Antwort von Karl Kirchhoff  (Charly)
      „Der Tourismus zerstört was er sucht, indem er es findet!“ Beispiel, die Schildkröten-Strände in Griechenland.