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Neuausrichtung geplant Ruag streicht bis zu 90 Stellen in Emmen

  • Ruag International will den Flugzeugstrukturbau neu ausrichten.
  • Im Zuge dessen sollen in Emmen in den nächsten zwei Jahren maximal 90 der heute 290 Stellen wegfallen.
  • Das teilte der Konzern mit.
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Aus dem Archiv: Bund privatisiert internationalen Teil der Ruag
Aus Tagesschau vom 18.03.2019.
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Ruag International lasse nichts unversucht, den Stellenrückgang in den kommenden zwei Jahren möglichst gering zu halten. So zum Beispiel über eine restriktive Einstellungspolitik, natürliche Abgänge, durch interne Stellenwechsel oder Übernahme durch externe Partner, teilte der Konzern weiter mit.

Ein Sozialplan komme zur Anwendung und ein internes Konsultationsverfahren mit der Arbeitnehmervertretung sei eingeleitet. Lernende seien nicht tangiert.

Einstellung der A380-Produktion hat Folgen

Grund für den Abbau ist unter anderem, dass Kunde Airbus die Produktion des weltgrössten Passagierjets A380 eingestellt hat. Der Flugzeugstrukturbau von Ruag befinde sich bereits in einem komplexen und hochkompetitiven Marktumfeld, schrieb der Konzern. Mit der Einstellung der A380-Aufträge habe sich die wirtschaftliche Situation in Emmen zusätzlich verschärft.

Künftig soll sich der Standort nun auf komplexe Technologien sowie auf die Oberflächenbehandlungen von Flugzeugstrukturbauteilen konzentrieren. Arbeitsintensive manuelle Tätigkeiten wie die Blechfertigung und der Zusammenbau von zivilen Flugzeugstrukturteilen sowie die Zerspanung dagegen werden an die beiden anderen Standorte verlagert.

Verlagerung an andere Standorte

Hohe Stückzahlen sind in Zukunft Sache des deutschen Standorts in Oberpfaffenhofen, während sich der Standort im ungarischen Eger auf die manuelle Bearbeitung von Flugzeugstrukturteilen konzentrieren soll. Neben dem Flugzeugstrukturbau sind in Emmen heute auch andere Ruag-Bereiche wie das Raumfahrtgeschäft oder das Rüstungsgeschäft präsent.

Ruag International ist seit Anfang Jahr als ziviler Geschäftsbereich vom Rüstungsbereich getrennt. Der Bundesrat hatte im März 2019 die Entflechtung des für die Armee tätigen Bereichs des Bundeskonzerns genehmigt. Ruag International soll zu einem Aerospace-Technologiekonzern weiterentwickelt und mittelfristig vollständig privatisiert und an die Börse gebracht werden. Seit Jahresbeginn bestehen unter der Beteiligungsgesellschaft BGRB Holding AG mit MRO Schweiz und RUAG International zwei neue Subholdings.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Manuela Fitzi  (Mano)
    Manuelle Bearbeitung in Osteuropa finde ich ok, immerhin Europa. Aber die hohen Stückzahlen in DE, da muss man wohl nicht ausführen, worum es sich hier handelt. Hauptsache, CH-Steuersystem, nicht wahr...
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  • Kommentar von marlene Zelger  (Marlene Zelger)
    Das Streichkonzert in der Schweiz geht munter weiter. Und die Arbeitslosen werden auf die Strassen gestellt. Darunter sind bei weitem nicht alles Einheimische, sondern viele Ausländer, die aus der EU und andern Ländern einwanderten. Sollte das Coronavirus weiter grassieren, werden noch mehr Firmen Stellen streichen müssen. Und dennoch hält der Bundesrat aus Liebe zur EU an der PFZ fest und kämpft gegen die Begrenzungsinitiative.
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    1. Antwort von Patrik Müller  (P.Müller)
      Tia, kaum zwei Jahre der Bereich Aerostructures unter deutscher Leitung und bereits ist alles geregelt...
      Ich schlage daher vor, dass die Bereichsleitung auch zu deutschen oder ungarischen Löhnen entschädigt wird. So ein bisschen Konsequenz und Betriebssolidarität darf man von verantwortlicher Stelle sicherlich erwarten.
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