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Die Post will sich neu ausrichten
Aus Rendez-vous vom 14.05.2020.
abspielen. Laufzeit 03:23 Minuten.
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Neue Strategie Post lagert Postfilialen in AG aus

  • Die Schweizerische Post ändert ab 2021 ihre Strategie. Dies auch, weil immer weniger Briefe und dafür mehr Pakete verschickt werden.
  • Die Filialen werden in eine eigene Aktiengesellschaft ausgelagert. Die neue Postnetz AG wird sich dabei für Dritte öffnen.
  • Die Zahl der von der Post betriebenen Filialen soll sich bei 800 einpendeln. Mit dieser Kursänderung solle der Umbau des Poststellennetzes beendet sein, versichert die Post.

Der Umbau soll 2021 beginnen. Damit will die Post in den kommenden Jahren gezielt wachsen. Die Investitionen kann sie den Angaben zufolge aus eigenen Mitteln stemmen.

Boomender Paketmarkt – einbrechende Briefmengen

In den letzten zwanzig Jahren habe sich der Markt für die Post stark geändert, begründet das Unternehmen seine neue Strategie. Die Briefmengen und das Schaltergeschäft sind eingebrochen. Der Paketmarkt hingegen boomt wegen des Onlinehandels. Wegen der Coronakrise hat die Post im April sogar so viele Pakete befördert wie nie zuvor.

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Cirillo: «Die Arbeitsplätze werden sicher sein»
Aus News-Clip vom 14.05.2020.
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Die neue Strategie fokussiere auf die Kernkompetenzen – den Transport von Waren, Informationen, Personen sowie Finanzdienstleistungen, so die Post. Die internationale Warenlogistik will die Post ausbauen. In Logistik und digitale Kommunikation will die Post in der Laufzeit der neuen Strategie drei Milliarden Franken investieren.

Filialnetz wird ausgelagert

Das Filialnetz öffnet die Post durch die Auslagerung in eine eigene Gesellschaft für Unternehmen und Behörden. Die Zahl der von der Post betriebenen Filialen soll sich bei 800 einpendeln. Mit dieser Kursänderung soll der Umbau des Poststellennetzes beendet sein, versichert die Post.

Der Beizug von Dritten in den Poststellen soll diesen den physischen Kontakt mit ihren Kunden ermöglichen. Zudem profitieren die künftigen Partner vom Service der Post. Ziel sind eigentliche Dienstleistungszentren.

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Die Post organisiert sich neu
Aus Tagesschau vom 14.05.2020.
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Radio SRF 4 News, 14.05.2020, 09.30 Uhr;

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19 Kommentare

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  • Kommentar von Willi Fetzer  (wi)
    @Hr. Planta, es hat sich nun auf der ganzen Welt herausgestellt, dass bei Privatisierung von gemeinnützigen Aufgaben, über Kurz oder Lang, sich eine Verschlechterung der Dienstleistungen bei gleichzeitiger Verteuerung dieser Aufgaben einstell! Und die Mitarbeiter, die dort dann arbeiten, werden schlechter entlöhnt und müssen noch mehr schuften!
    1. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Das war von der Politik so gewollt. Früher wurde die Post vom Telefon quersubventioniert, heute liefert die Post Jahr für Jahr einen dreistelligen Mia Betrag in die Bundeskasse.
    2. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Ich korrigiere mich: einen dreistelligen Mio Betrag.
  • Kommentar von Willi Fetzer  (wi)
    Und unsere Politiker wundern sich, dass die Bürger immer wütender und ungehaltener auf das politische Etablissement werden! Der Brunnen geht zum Krug bis es ihn verjagt, oder so !
    1. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Tatsache ist, dass sich die Kundenbedürfnisse ändern und dass die Post darauf reagieren muss. Haben sie bessere Vorschläge?
    2. Antwort von Lothar Drack  (samSok)
      Herr Planta, vielleicht ist nicht das die Frage? Die entstehen vielmehr rund um jene Stichworte des Artikels wie „Aktiengesellschaft“ und „neue Postnetz AG“? Mir stechen sie jedenfalls auch in die Augen. Und die Alarmglocken, die da anklingen heissen in etwa Service publique versus Privatisierung, Shareholder Value, Customer Lifetime Value oder schlicht Stakeholder... Wissen Sie, was ich meine? (2. Anlauf, erster um 19:30)
    3. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Ich wage nicht, zu beurteilen, ob und in welcher Form die AG den Service Public schmälert, Tatsache ist, das bis heute der Service Public gewährleistet ist und trotzdem ein ansehnlicher Gewinn erwirtschaftet wird.
  • Kommentar von Urs Dupont  (udupont)
    Noch wichtiger wäre es, die Zustelldienste auszugliedern und für Dritte zu öffnen, damit endlich die umweltfeindliche Unsitte aufhört, dass bis zu 5 Lieferwagen der verschiedenen Postprovider in die Quartiere und die hintersten Ortschaften fahren.
    1. Antwort von Olaf Schulenburg  (freier Schweizer)
      Dieser Unsinn wird sich nicht ändern durch eine Öffnung für Dritte denn die unterschiedlichen Verkäufer und Anbieter haben Verträge mit unterschiedlichen Verteilern. Es müsste das Gegenteil passieren: In der Schweiz gibt es ausschliesslich die Post die alle Waren verteilt und dafür ein grösseres Netz an Filialen, Verteilzentren und Verladezentren aufbaut.
    2. Antwort von Martin Truska  (truschi)
      Da bin ich dagegen, und zwar weil ich nicht noch mehr Berichte lesen will, in denen von unwürdigen Zuständen bei Paketzustellern die Rede ist.
      Siehe Feb.2020 Post-Tochter Epsilon.
      Das Postzustellen gehört doch m.M.n. zu den Kernkompetenzen einer Post...oder sind sie anderer Meinung?
    3. Antwort von Urs Dupont  (udupont)
      Einverstanden, Hr. Schulenburg, das wäre sowohl umwelttechnisch als auch wirtschaftlich die beste Lösung, aber ein Monopol a la PTT wird sich politisch nie mehr umsetzen lassen, oder sagen wir mal mittelfristig wenigstens nicht. Dazu braucht es einen noch viel grösseren Leidensdruck, was die Umwelt betrifft und im Stimmvolk weniger Bereitschaft, sich durch massive Propaganda manipulieren bzw. sich über den Tisch ziehen zu lassen.
    4. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Dupont: die Ptt gibt es nicht mehr und ein Grossteil der Dienstleistungen unterstehen nicht mehr dem Monopol.
    5. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Urs Dupont: Ökologisch haben Sie Recht. Aber Sie hätten danach wieder einen Monopolanbieter, der sich leisten könnte teurer zu sein als Wettbewerbsfirmen und einen schlechteren Service zu bieten.