Zum Inhalt springen
Inhalt

Neuer Raiffeisen-Präsident «Werde mit 750'000 Franken entschädigt»

Legende: Audio Raiffeisen-Präsident: «Ich habe ein ganz starkes Mandat bekommen» abspielen. Laufzeit 02:40 Minuten.
02:40 min, aus Info 3 vom 10.11.2018.

Die Raiffeisen-Delegierten haben Guy Lachappelle als Verwaltungsratspräsident bestätigt. Die Wahl des ehemaligen CEO der Basler Kantonalbank sei «mit überwältigendem Mehr» erfolgt, heisst es in einer Mitteilung.

Guy Lachappelle

Guy Lachappelle

VR-Präsidenten Raiffeisen

Personen-Box aufklappenPersonen-Box zuklappen

Guy Lachappelle wurde am 10. November 2018 zum VR-Präsident der Raiffeisen gewählt. Zuvor war er CEO der Basler Kantonalbank (BKB).

SRF News: Ihre erste Aufgabe wird es sein, einen neuen CEO zu finden. Wie weit sind Sie da?

Guy Lachappelle: Wir haben verschiedene Kandidaten, die sich für dieses Amt interessieren. Wir gehen davon aus, dass wir zeitnah den CEO bestimmen können. Das ist auch die wichtigste Aufgabe, um jetzt die operative Führung wieder sicherzustellen.

Ich werde dem neuen CEO auf Augenhöhe begegnen.

Welche Qualitäten braucht der neue CEO von Raiffeisen?

Auf der einen Seite muss er eine systemrelevante Bankengruppe führen können – das heisst, er muss auf jeden Fall schon einmal eine Bank geführt haben. Auf der anderen Seite muss er sicher ein gewisses Verständnis haben für eine Genossenschaft und wie diese funktioniert. Die DNA zu verstehen ist einer der Erfolgsfaktoren für die Zukunft.

Man hat im Anforderungsprofil für den Verwaltungsratspräsidenten ganz bewusst eine Persönlichkeit gesucht, die schon einmal eine Bank geführt hat. Das ist in meinem Fall natürlich so.

Wie wollen Sie als neue Präsident der Raiffeisen verhindern, dass wir wieder so eine Situation vorfinden, wie wir sie mit Herrn Vincenz hatten?

Indem wir eine ganz klare Governance leben. Man hat im Anforderungsprofil für den Verwaltungsratspräsidenten ganz bewusst eine Persönlichkeit gesucht, die schon einmal eine Bank geführt hat. Das ist in meinem Fall natürlich so. Und jetzt werde ich dem neuen CEO auf Augenhöhe begegnen. Ich werde ihn challengen, ich werde ihn kontrollieren – aber ich werde ihm vor allem auch Impulse geben, so dass Raiffeisen als Ganzes in die Zukunft geht.

Patrik Gisel ist weg. Welche Abgangsentschädigung erhält er?

Dazu kann ich Ihnen leider keine Angaben machen, weil ich nicht dabei war.

Ihr Lohn gab vor der Versammlung auch zu reden. Wie werden Sie entlöhnt?

Für das Vollmandat werde ich mit 750'000 Franken entschädigt. Vollmandat heisst, ich darf und kann keine weiteren Mandate annehmen und ich musste auch alle Mandate, die ich schon hatte, abgeben.

Das Gespräch führte Charlotte Jacquemart.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

4 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Harald Buchmann (Harald_Buchmann)
    Vollmandat halte ich für eine exzellente Idee. Bei börsenkotierten Unternehmen sollte das eigentlich zur Vorschrift für alle Verwaltungsräte werden. Schluss mit 100 Mandaten für Parlamentarier, was ja eigentlich schon an gezielte Korruption grenzt. Mehr als eine Firma kann man nicht seriös lenken und betreuen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Martin Meier (M.Meier)
    Mir kommen die Tränen. Er musste alle anderen Mandate abgeben und erhält jetzt nur 750'000 Franken. Er wird wohl kaum am Hungertuch nagen müssen. Und sowieso, wie kann jemand überhaupt mehrere Mandate haben und diese zu 100% ausführen?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von N Zehner (ZeN)
    Bei solchen Gehältern von "Entschädigung" zu sprechen, ist schon komisch. Für den erduldeten "Schaden" des Arbeitens für die Firma bekommt man diese Kompensation. Bei gewissen Managern müssten sie der Firma eher eine "Entschädigung" bringen, für den von ihnen angerichteten Schaden.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen