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Die Cheflöhne in Corona-Zeiten
Aus Rendez-vous vom 26.03.2021.
abspielen. Laufzeit 02:12 Minuten.
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Nur vereinzelt Lohneinbussen An vielen Chefetagen ging Corona spurlos vorüber

Wie haben sich die Vergütungen in den Teppichetagen im Corona-Jahr 2020 entwickelt? Eine Auswertung liefert Aufschlüsse.

Die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie sind für viele Arbeitstätige verheerend: Selbstständige stehen ohne Arbeit da, zahlreiche Angestellte wurden auf Kurzarbeit gesetzt oder haben gar ihren Arbeitsplatz verloren.

Wie sieht die Situation eigentlich in den Chefetagen der Unternehmen aus? Fliessen Spitzenlöhne und Boni auch in Corona-Zeiten wie immer?

Aufschlüsse liefert eine Auswertung des Beratungsunternehmens HCM, das rund 110 börsenkotierte Unternehmen analysiert hat. Demnach sind die Löhne und Boni für das Top-Management und den Verwaltungsrat im vergangenen Jahr durchschnittlich um rund drei Prozent gesunken. Im gleichen Ausmass gingen auch die Zahlungen an die übrigen Mitglieder der Geschäftsleitungen zurück.

Nur vereinzelte Lohnkürzungen

Im Detail zeigt sich: Die Grundsaläre der Managerinnen und Manager wurden praktisch nicht verändert. Nur vereinzelt haben die Firmen die Gehälter gekürzt. Dies zwischen zehn und 30 Prozent, oft nur während drei bis sechs Monaten – als Zeichen der Solidarität.

Darunter sind laut HCM bekannte Unternehmen wie der Stellenvermittler Adecco und der Technologiekonzern ABB, die unter der Krise besonders gelitten hätten. Doch das sind Ausnahmen.

Es gibt viele Firmen, die nicht so unter Covid gelitten haben.
Autor: Stefan HostettlerHCM-Managing-Partner

Nahezu nichts änderte sich auch bei den langfristig angelegten Vergütungsprogrammen, die über Jahre laufen. Reduktionen gab es am ehesten bei den kurzfristigen Boni, vor allem bei kleineren Unternehmen. Doch auch diese wurden nicht massiv gekürzt.

Das überrasche, sagt HCM-Managing-Partner Stefan Hostettler: «Das entspricht nicht der Diskussion, die man vor einem Jahr hatte. Im April/Mai 2020 wurde viel mehr diskutiert, was man jetzt tun soll und kann.»

Kleinere Unternehmen stärker betroffen

Heute, ein Jahr später, sehe man aber, dass die Covid-Pandemie nicht alle Unternehmen getroffen habe – und auch nicht alle gleich stark: «Man muss differenzieren und kann nicht alle über einen Kamm scheren. Es gibt viele Firmen, die nicht so unter Covid gelitten haben», sagt Hostettler.

Das zeige sich nun bei den Vergütungen. Gelitten haben vor allem Unternehmen im Tourismus, in der Gastronomie und der Hotellerie. Oft kleine Betriebe, die nicht an der Börse kotiert sind – von denen auch kaum Informationen zu den Vergütungen öffentlich zugänglich sind.

Rendez-vous, 26.03.2021, 12:30 Uhr

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25 Kommentare

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  • Kommentar von Wolfgang Bortsch  (a2b3c4d5)
    Als Jesus Christus die Geldwechsler aus dem Tempel warf , dachte er bestimmt nicht
    an die Schweizerische Bankenwirtschaft .
  • Kommentar von Daniel Meier  (Danimeier)
    Und genau deswegen werden uns die Chinesen überrollen. Wirtschsftlich nicht kriegerisch. Während im Westen die Profite in einige wenige private Taschen landen, reinvestieren die Chinesen die Profite in langfristige Projekte. Der Kapitalismus bringt sich selbst zu Fall. 1% der Menschen besitzen 80% des Weltvernögens. Diese Zahlen muss man sich mal verinerlichen.
    1. Antwort von Urs Imboden  (Noba)
      Sie glauben aber nicht ernsthaft, dass das in China weniger ungleich verteil ist, oder? Man darf vor der Korruption nicht die Augen verschliessen und so eine Kapitalismuskritik aufbauen.
  • Kommentar von Ramon Frey  (Ramon Frey)
    Eigentlich hätte man das Gleiche machen sollen wie bei den Fussballklubs. Unterstützungen wie Kurzarbeitsgelder gibt es nur wenn alle hohen löhne um mindestens 20% gekürzt werden...