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Legende: Audio Migros-Chef Zumbrunnen zur Expansion nach Deutschland abspielen. Laufzeit 02:40 Minuten.
02:40 min, aus Info 3 vom 27.10.2018.
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Online-Expansion ins Ausland Migros legt sich in Deutschland mit Amazon an

Migros-Chef Zumbrunnen ist überzeugt, dass der Detailhändler mit Galaxus den Sprung über die Grenze nicht bereut.

Die Migros will wachsen. Und dies im Ausland, im Onlinehandel mit der Tochterfirma Galaxus. Bald startet der Verkauf von Elektronikartikeln, der Hauptsitz in Hamburg ist bereits bezogen.

Doch in Deutschland hat niemand auf Galaxus gewartet. Denn in Deutschland ist der Onlinehändler Amazon sehr erfolgreich. Amazon ist bekannt für seine breite Produktpalette und seine Liefer-Abonnemente, mit denen das Unternehmen die Kunden an sich bindet.

Paket von Galaxus liegt zum Versand bereit auf einem Förderband.
Legende: Dank Online-Geschäft kann die Migros ohne grosse Investitionen ins Ausland expandieren. Keystone

«Mut beweisen»

Trotzdem will die Migros mit ihrer Tochter Galaxus im deutschen Markt auch mitmischen. Fabrice Zumbrunnen, seit Anfang Jahr neuer Chef der Migros, sagt in der «Samstagsrundschau» von Radio SRF: «Wir müssen auch den Mut haben, neue Märkte zu erobern und uns mit den besten zu messen».

Zudem sei Amazon nicht überall unschlagbar. Wenn es etwa um die Service-Qualität gehe oder um das Community-Gefühl, könne die Migros etwas anderes bieten als die Konkurrenz.

Start mit kleinem Sortiment

Die Migros-Tochter Galaxus will zuerst mit einem kleinen Elektroniksortiment in Deutschland starten. Es gehe darum, Erfahrung zu sammeln und zu schauen, ob das Konzept bei den Kunden ankommt, sagt Zumbrunnen. Erst nach und nach soll das Online-Warenhaus weitere Produkte anbieten.

Im Ausland schon teures Lehrgeld bezahlt

Es ist nicht das erste Mal, dass die Migros ins Ausland expandiert, und mehrmals scheiterte sie dabei. Doch diesmal sei das anders, ist der Migros-Chef überzeugt. Denn diesmal gehe es ums Onlinegeschäft und nicht um stationäre Läden. Das habe einen entscheidenden Vorteil: «Da haben wir die Möglichkeit, ohne grosse Investitionen Märkte zu testen, was mit Läden nicht möglich ist.»

Fürs Onlinegeschäft braucht Galaxus keine physischen Läden, eine Plattform im Internet genügt. Die Expansion im Onlinehandel soll deshalb auch nicht viel kosten. Der 48-jährige Migros-Chef rechnet mit einigen Millionen Franken. Also deutlich weniger als etwa in den 90-ern. Damals versuchte die Migros, in Österreich Fuss zu fassen und scheiterte grandios. Der Ausflug ins Nachbarland kostete den Detailhändler damals mehrere hundert Millionen Franken.

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20 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Imber (Wasserfall)
    In DE schauen die Kunden noch viel mehr auf den Preis als in der Schweiz. Habe da so meine Zweifel ob die Migros in diesem doch preis-sensitiveren Markt eine Chance hat.
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  • Kommentar von Bruno Hochuli (Bruno Hochuli)
    Die Migros will sich wohl eine blutige Nase holen." D'Migro ghört de Lüt" ist wohl ein bisschen übertrieben. Die Migros Besitzer würden diesen Deal nicht machen.
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  • Kommentar von Wilfried Kleeb (Tststs)
    Mit Amazon anlegen ist reichlich überschrieben. In Deutschland gibt es einen ganzen Stapel Shops, den Galaxus erstmal abarbeiten müsste, um in Reichweite von Amazon zu kommen. notebooksbilliger.de, etc. sind da wohl noch eine ganze Weile voraus. Aber warum nicht probieren, ein bisschen Grössenwahn steht auch schweizer Unternehmen an, immer nur klein machen hilft auch niemandem weiter.
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