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Online-Händler auf Erfolgskurs Amazon will künftig binnen eines Tages liefern

  • Amazon will die Bestellungen seiner Prime-Kunden in Zukunft innerhalb eines Tages liefern.
  • Dafür will der Online-Händler im laufenden Quartal 800 Millionen Dollar investieren.
  • Ins Geschäftsjahr ist Amazon mit einem Rekordgewinn von 3,6 Milliarden Dollar gestartet.

Amazon verstärkt nach einem Gewinnsprung den Druck auf die Konkurrenz. Der weltgrösste Online-Händler kündigte ein ehrgeizigeres Versandziel an. So sollen Kunden des Zustellungsangebots Prime künftig die bestellten Waren binnen eines Tages bekommen.

Auf dem Land wird es schwierig

Um das künftige Lieferversprechen erfüllen zu können, will Amazon allein im laufenden Vierteljahr 800 Millionen Dollar investieren. Bis wann die Zustellungsfrist offiziell auf einen Tag reduziert werden soll, steht noch nicht fest. «Wir gehen davon aus, dass wir in diesem Jahr kontinuierlich rasche Fortschritte machen», sagte Finanzchef Brian Olsavsky lediglich.

Bislang verspricht Amazon die Auslieferung binnen zwei Tagen für die meisten Bestellungen. Hier haben Rivalen wie Walmart und Target inzwischen nachgezogen. Analystin Cathy Morrow Robertson von der Beratungsgesellschaft Logistics Trends & Insights schätzt, dass Amazon derzeit bis zu 25 Prozent der Zustellungen binnen eines Tages bewältigt. Dies gelte insbesondere für Grossstädte. Schwierig werde dies auf dem Land sein.

Rekordgewinn im ersten Quartal

Dank des florierenden Internethandels und boomender Cloud-Dienste ist Amazon mit einem Rekordgewinn ins Geschäftsjahr gestartet. Im ersten Quartal wuchs der Überschuss im Jahresvergleich um überraschend starke 125 Prozent auf 3.6 Milliarden Dollar (3.2 Milliarden Euro), wie Amazon nach US-Börsenschluss mitteilte. Soviel verdiente der weltgrösste Onlinehändler noch nie pro Quartal.

Den Grossteil seiner Einnahmen erzielt der Konzern weiter mit dem Internethandel im Heimatmarkt Nordamerika. Doch werfen auch andere Sparten inzwischen gut Geld ab. So verzeichnete Amazons lukratives Geschäft mit IT-Diensten und Speicherplatz im Netz weiter starkes Wachstum.

Zudem macht der Konzern von Starunternehmer Jeff Bezos, dessen Ausgabefreude Investoren früher häufig nervös machte, inzwischen grosse Fortschritte, die Kosten im Ruder zu halten. Im abgelaufenen Quartal kletterten die Ausgaben lediglich um 12.6 Prozent – für Amazons Verhältnisse ein ungewöhnlich niedriger Wert.

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17 Kommentare

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  • Kommentar von antigone kunz  (antigonekunz)
    Wir wissen und wollen es einfach nicht wahrhaben, diese Reduktion zum Konsumisus, den solche Konzerne in einem beängstigenden Mass vorantreiben. Wir wissen mittlerweile, wie die Arbeitsbedingungen, wie die Steuerhinterzeihungspraktiken solcher Betriebe sind. Wie sie den Warenturnover beschleunigen ... Das sind die konkrete Strategien, um Demokratien auszuhebeln. Wir hätten es nicht gewusst gilt nicht mehr. Es ist ein höchst politischer Entscheid, wenn wir bei solchen Konzernen einkaufen.
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  • Kommentar von Andreas Müller  (Hugh Everett)
    Im Alter von etwa 16 bin ich in die lokale Buchhandlung gegangen um das Buch "Die Welt der kleinsten Teilchen" zu kaufen. Der Laden hatte das Buch nicht da. Auf meine Frage hin, ob das Buch bestellt werden könne, bekam ich zu hören: "nein, du würdest es sowieso nicht verstehen, das ist nichts für dich". Und damit war die Diskussion beendet. Amazon erlaubt es heute solche Situationen wirksam zu umgehen. Nur ist das heute längst keiner mehr bewusst. Amazon bringt auch viele Freiheiten.
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  • Kommentar von Sebastian Köhler  (Tekk)
    Leider für die Schweiz total irrelevant, ausser Bücher bekommt man eh fast nichts in die Schweiz geliefert. Ich bestelle viele Sachen bei Amazon, leider muss man dann ins benachbarte Ausland liefern lassen. Vorallem auch der Support ist eine ganz andere Liega als bei anderen Firmen, einfach nur Top. (und ja ich kaufe einen Grossteil meines bedarfs in der Schweiz ein, aber Sachen die man hier nicht bekommt muss man sich halt woanders besorgen).
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    1. Antwort von antigone kunz  (antigonekunz)
      Der wahre Preis der Waren eines der kapitalen Geheimnisse ... Leider bezahlen diesen nicht diejenigen die Waren verkaufen oder kaufen, sondern Menschen, die unter Bedingungen arbeiten, die einem sklavenähnlichen Status sehr Nahe kommen und ganze Gebiete, die von solchen Konzernen durch Steuersubstratentzug traktiert werden. Der WarenPreis, das mindeste, dass einer haben sollte ein Wissen darüber wie viel Schweiss, Ausbeutung und Langweile daranhängen.
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