Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Legende: Audio Börse: Die Stimmung ist überraschend gut abspielen. Laufzeit 02:01 Minuten.
Aus HeuteMorgen vom 13.02.2019.
Inhalt

Optimismus unter Anlegern Börsen: Regiert das Prinzip Hoffnung?

An der Börse scheint alles anders seit dem neuen Jahr. Die Ängste sind verflogen und die Kurse zeigen wieder nach oben.

Was ist mit den Anlegern los? Gegen Ende des letzten Jahres machten sie sich noch grosse Sorgen und schickten die Aktienkurse auf Talfahrt. Jetzt zeigt die Richtung wieder nach oben, die Kurse entwickeln sich besser als erwartet.

Patrik Lang, der die Aktienanalyse bei der Bank Julius Bär leitet, sagt, die Ängste der Anlegerinnen und Anleger hätten sich verflüchtigt. «Das Weltuntergangs-Szenario, das die Märkte im Dezember widerspiegelt haben, hat sich aus heutiger Sicht als überzogen herausgestellt.»

Legende:
Kurs-Knick im Dezember Der SMI in den letzten sechs Monaten. finanzen.ch

Lang verweist auf die amerikanische Notenbank: Noch vor wenigen Wochen hatten die Anlegerinnen und Anleger befürchtet, dass das FED die Zinsen forsch anheben wird. Dadurch würden Investitionen in Aktien unattraktiv. Doch jetzt lässt das FED durchblicken, dass es sich mit den nächsten Zinserhöhungen Zeit lassen will.

Wir sehen weiterhin Aufwärtspotenzial an den Aktienmärkten.
Autor: Patrik LangLeiter Aktienanalyse, Julius Bär

Auch gute Jahresabschlüsse von Unternehmen tragen zur guten Stimmung an der Börse bei. Doch Patrik Lang führt noch einen weiteren Grund an: «Es gibt zudem Hoffnungen, dass der Handelskonflikt zwischen den USA und China nicht eskaliert, sondern dass die Länder zu einer Einigung kommen.» Tatsächlich führen die USA und China derzeit Gespräche – Ausgang offen.

Fokus auf gute Nachrichten

Der weitere Verlauf der Börsenkurse ist offen. Patrik Lang wagt dennoch eine Prognose: «Wir werden wahrscheinlich weiterhin volatile Aktienkurse sehen, aber insgesamt ist jetzt der Ausblick doch etwas optimistischer und stabiler, als es noch vor vier Wochen der Fall war.»

Und konkret: «Wir sind recht zuversichtlich, dass wir letztlich Ende Jahr auf höheren Niveaus schliessen werden als derzeit. Wir sehen weiterhin Aufwärtspotenzial an den Aktienmärkten.» Aktuell konzentrieren sich die Börsianer jedenfalls stärker auf die guten Nachrichten als auf die schlechten. Doch das kann erfahrungsgemäss rasch wieder ändern.

Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

6 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von M. Kaiser  (Klarsicht)
    Die Börse lebt auf Pump - wie die Millionen US -Amerikaner die ihre Autokredite nicht mehr bezahlen können. Dieses Kartenhaus wird nicht mehr lange in dieser Form existieren können. Ein solches Spielkassino wird sich selbst zerstören .
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Peter Singer  (P.S.)
      Man muss immerdas Verhältnis Vermögen/Schulden ansehen. die Schulden sind zwar in den letzten Jahren gestiegen, aber die weltweiten Vermögen sind noch mehr gestiegen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von M. Kaiser  (Klarsicht)
      Das Dumme ist nur , dass Leute die Schulden machen , bei denen Schulden haben, deren Vermögen wie sie richtig sagen, weltweit gestiegen ist. Und sie können sicher sein , dass wir alle Kleinen zusammen, deren Schuldscheine zu decken haben und zwar in Form von Inflation und Teuerung. Mit dem Schuldensystem halten die Mächtigen seit allen Zeiten die kleinen Leute in Geiselhaft . Die schlimmsten Folgen sind dann Krieg oder Unruhen oder dann frecher weise eine Währungsreform mit Enteigung .
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Simon Weber  (Weberson)
    Solange Schulden gemacht werden und sich Private wie sogar ganze Länder in die Sklaverei treiben lassen mit Leben auf Pump und Abzahlung bis ans Lebensende, werden die Aktienkurse steigen. Das diese Schulden niemals mehr beglichen werden können, ist ganz bewusst so gemacht. Jedoch reicht eine Panik Attacke um einen Dominoeffekt zu starten. Warten wir den Oktober ab..
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Harald Buchmann  (Harald_Buchmann)
      Geld an sich ist ja ein Schuldverhältnis, Sie erhalten für Geld nur deshalb Leistungen, weil jemand erwartet dass dieses Geld gegen andere Leistungen eingetauscht werden kann. Geld ist ein anonymer Schuldschein und wenn Sie Schulden abschaffen wollen, dann schaffen Sie auch das Geld ab.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Simon Weber  (Weberson)
      @Buchmann: Das was Sie sagen, stimmt soweit. Man darf dabei aber nicht vergessen, dass fast alle Schulden mit Zinsen zurückbezahlt werden müssen. Es entsteht Geld aus dem Nichts, und das muss wieder zurückbezahlt werden. Dies ist unser Wachstumsmotor, der uns dazu veranlasst, unnötige Plastikartikel und Waffen zu produzieren, mehr Kinder in die Welt zu setzen, Quartalsziele zu erreichen, damit Aktionäre zufriedengestellt sind. Man darf Wachstum unter KEINEN Umständen mit Fortschritt verwechseln!
      Ablehnen den Kommentar ablehnen