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Oxford-Bericht 18 Prozent der Coronagelder können als «grün» bezeichnet werden

  • Gerade mal 18 Prozent aller Gelder, mit denen die Wirtschaft aufgrund der Corona-Pandemie wieder aufgebaut werden soll, könnten als «grün» bezeichnet werden.
  • Zu diesem Schluss kommt ein Bericht der Oxford Universität – sie hat die Wiederaufbau-Hilfen der 50 grössten Volkswirtschaften analysiert.
  • Führend seien Südkorea, Spanien und Deutschland.
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Aus dem Archiv: Klimaschutz könnte unter die Räder kommen
Aus ECO vom 11.05.2020.
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Es sind Billionen von Dollar, die Regierungen auf der ganzen Welt in ihre Wirtschaft gepumpt haben – um die Folgen der Corona-Pandemie abzufedern. Aber: Wird das Geld auch nachhaltig, also «umweltfreundlich» investiert?

Nein, gerade mal 18 Prozent aller Gelder könnten als «grün» bezeichnet werden, wie ein Bericht der Oxford Universität zeigt.

Trockener Fluss.
Legende: Die Corona-Gelder werden nur mässig in Massnahmen gegen den Klimawandel investiert, zeigt der Oxford-Bericht. Keystone

Führend sind Südkorea, Spanien und Deutschland, so der Bericht, der auch Dänemark, Finnland, Frankreich, Norwegen und Polen hervorhebt.

«Mehrheit nicht grünen Aufschwung nicht ernst»

«Es gibt eindeutig ein paar Länder, die den grünen Aufschwung ernst nehmen. Leider aber nicht die Mehrheit», sagte Brian O'Callaghan, Forscher an der Universität Oxford und Hauptautor des Berichts, gegenüber der AFP. Aber «es gibt Hoffnung.»

«Zum jetzigen Zeitpunkt sind die weltweiten Ausgaben für Umweltschutz nicht der Schwere der drei globalen Krisen (Klimawandel, Naturverlust und Umweltverschmutzung) angemessen», kommentierte Inger Andersen, Exekutivdirektorin des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP), in einer Präambel des Berichts, der am Mittwoch in Zusammenarbeit mit der Universität Oxford veröffentlicht wurde.

Joe Biden soll bei den USA Änderungen bewirken

Die Sanierungsmassnahmen der USA, die in dem Bericht schlecht eingestuft werden, werden von der Beobachtungsstelle auf nur etwa 0.2 Prozent ihres BIP geschätzt (etwa 40 Milliarden Dollar gegenüber mehr als 3.4 Billionen an Notfallmassnahmen).

Joe Biden «öffnet den Weg für eine signifikante Beschleunigung der grünen Ausgaben im Jahr 2021», unterstreicht der Text.

Der Bericht betont auch die Bedeutung von Programmen zur Wiederherstellung der Natur, wie z. B. das Pflanzen von Bäumen in Pakistan, sowie von Investitionen in «grüne» Forschung und Entwicklung.

SRF 4 News, 10.3.2021, 18:00 Uhr;

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Fabio Küpfer  (Fabio K.)
    Und die Schweiz? Aber nein, man lässt sich ja natürlich wieder Zeit! Es war eine Chance, eine RIESIGE! Aber nein, der Bundesrat hat nicht gehandelt. So eine Chance wird es nicht nochmals geben, ausser es kommt nochmals ein Lockdown wie im Frühling 2020! Auf das hoffe ich jetzt und darauf, dass der Bundesrat, den gleichen Fehler nicht nochmals macht!
    1. Antwort von Roger Stahn  (jazz)
      Gemäss der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA), sind die 'fehlenden' Emissionen aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe während den Lockdowns, bisher nicht aufgefallen (s. Mauna Loa Observatory).
  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Diese Statistik zeigt, dass durch die Politik und vor allem privat durchschnittlich viel zu wenig für "grüne" Politik, grüne Lebensweise unternommen wird.In der Schweiz gibt es Ansätze dafür, aber v.a. die rechtskonservativen Fraktionen, die SVP wie immer, bremst grüne Politik oder weist sie ganz zurück. Das CO2-Gesetz wurde fast bis zur Unkenntlichkeit zerstückelt. Dann: "Herr und Frau Schweizer" tragen durchschnittlich viel zu wenig zu Oeko bei: Weniger Fliegen, weniger Freizeit-Autof. u.s.w.
    1. Antwort von Michael Meier  (Think!)
      @ UvK: "Grüne" Politik hat nicht viel mit rechter oder linker Politik zu tun, sondern mit Wohlstand. Dieser wird aber mehrheitlich durch den Kapitalismus erzeugt. Wenn Sie dann noch "Herr und Frau Schweizer" betreffend Fliegen (tiefste externe Kosten aller Verkehrsmittel) und Autofahren während der Freizeit anschwärzen wollen, dann outen Sie sich, meines Erachtens, als borniert.
  • Kommentar von Norbert Zeiner  (ZeN)
    "Grüner Aufschwung" ist gut, meint wohl noch massivere Subventionen in völlig ineffizente Technologien, die auf Papier gut dargestellt werden, indem mit Weglassen der Produktions- und Einsatz-Realität schöngerechnet wird, bei Gesamtbetrachtung aber weit abfallen, nicht selten hinter alles schon Dagewesene (Solarzellen, Batterien, realer Strommix, Windanlagen, ect). Nach Corona gilt es Wirtschaft in Gang zu bringen, um Sozialwerke zu sichern, da haben Ineffizienzen sicher nichts zu suchen.
    1. Antwort von Florian Kleffel  (Hell Flodo)
      "Einsatzrealität": Es gibt kaum etwas Ineffizienteres als Verbrennungsmotoren. Die erreichen im besten Fall einen Wirkungsgrad von schlappen 40%. Elektromotoren erreichen heute schon um die 90%.
    2. Antwort von Ueli von Känel  (uvk)
      Herr Zeiner: Können Sie die Behauptung belegen, dass "Grüner Aufschwung" meint, dass massivere Subventionen in völlig ineffiziente Technologien investiert würden? Oder ist es Ihre persönliche Abneigung gegen "grün". Aus Ihren Statements habe ich schon etwa entnommen, dass sie nicht gerade Freund grüner Politik sind. Ist das so?
    3. Antwort von Fabio Küpfer  (Fabio K.)
      Solarzellen: 2019 genug Strom durch Solarzellen produziert, um die Produktion von 1 Trilliarde Zellen mit grünem Strom zu ermöglichen! Batterien: Falls mit grünem Strom hergestellt, CO2-frei. Ressourcen: Noch nicht umweltfreundlich, jedoch hat ein Verbrennungsmotor auch selten-Erde Metalle aber dann ist es ja kein Problem! Strommix Schweiz: >60% Erneuerbare! Windanlagen: Vögel: Mit einer Schwarz angestrichenem Blatt, 70% weniger tote Vögel, Radar für Abschaltung bei Vogelflug und Fledermäusen.
    4. Antwort von Roger Stahn  (jazz)
      Florian Kleffel, in der Gesamtbetrachtung hat ein gutes E-Auto kaum weniger Energieverluste als ein vergleichbares Auto, das mit Benzin oder Diesel fährt – die Verluste entstehen nur an anderer Stelle. Die Verluste entstehen nicht so sehr beim Elektromotor, sondern im Akku (Laden/Entladen) sowie im Wechselrichter.
    5. Antwort von Michael Meier  (Think!)
      @Kleffel & UvK: Die effizienteste Stromproduktion ist, unpolitisch aber ökologisch und wirtschaftlich gesehen, immer noch die Atomenergie. Ihre Kommentare scheinen mir aber eher politischer Natur. Schauen Sie sich die Energiepreise als auch die sich im Bau befindenden AKW an. Höchste Preise in Europa, höchste Bautätigkeit in Asien. Wo genau findet der höchste globale Wachstum statt? In Asien;)