Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Legende: Audio Schweizer Pensionskassen sind stabil, aber... abspielen. Laufzeit 03:08 Minuten.
03:08 min, aus Rendez-vous vom 14.05.2019.
Inhalt

Pensionskassen in der Schweiz Grösse ist nicht alles – auch nicht bei der Vorsorge

Die Pensionskassen stehen trotz schlechtem Börsenjahr stabil da, stellt die Aufsicht fest. Aber es gibt immer weniger kleine Einrichtungen.

«Es gibt sehr viele kleine Pensionskassen, die hervorragend funktionieren», sagt Pierre Triponez, der Präsident der Oberaufsichtskommission über die berufliche Vorsorge. Aber es gibt immer weniger kleine Pensionskassen.

Denn immer mehr Unternehmen schliessen ihre eigenen Vorsorgeeinrichtungen und lagern die berufliche Vorsorge an grosse sogenannte Sammel- und Gemeinschaftseinrichtungen aus. Ende 2017 waren drei Millionen Menschen bei solchen Einrichtungen angeschlossen – das sind 72 Prozent der aktiv Versicherten.

Konkurrenz zwischen grossen Konzernen

Das hat Vorteile: Dank der Masse an Versicherten können Leistungen günstiger erbracht werden. Es hat aber auch Nachteile, so Triponez: «Das sind recht komplexe Systeme. Wir haben hier als Aufsichtsbehörde eine schwierige Aufgabe, denn wir müssen dafür sorgen, dass die Transparenz höher wird.»

Die Sammel- und Gemeinschaftseinrichtungen gleichen mehr und mehr grossen Versicherungskonzernen. Für die Aufseher wird es deshalb immer schwieriger, potenzielle Risiken aufzudecken. Und die gebe es, sagt Triponez. Gerade auch, weil die Einrichtungen in einem harten Konkurrenzkampf stünden.

Man sollte nicht vergessen, dass die Sicherheit im Vordergrund stehen muss.
Autor: Pierre TriponezPräsident der BVG-Oberaufsichtskommission

«Schon bei der Kundenwerbung und später bei der Behandlung ist die Gefahr vorhanden, dass hier risikointensiver gearbeitet wird.» Dies beispielsweise, um mit höheren Rentenversprechen alte Kunden zu behalten und neue anzuwerben. «Das Risiko ist, dass sie bei ihren Werbeaktivitäten vor allem auf ihre guten Renten aufmerksam machen», so Triponez. «Aber bei all dem sollte man nicht vergessen, dass die Sicherheit im Vordergrund stehen muss.»

Einrichtungen gegen strengere Vorgaben

Deshalb verlangt Triponez für die Aufsichtsbehörden mehr Kompetenzen. Eine Forderung, die nicht überall gut ankommt. Schon mehrmals wurde moniert, die Oberaufsichtskommission über die berufliche Vorsorge interpretiere ihre Kompetenzen zu grosszügig. Nun warnen die Sammel- und Gemeinschaftseinrichtungen, dass strengere Vorgaben und eine intensivere Aufsicht bei ihnen zu einem höheren Verwaltungsaufwand führen könnten.

Pierre Triponez
Legende: Triponez präsidiert die Oberaufsicht über die berufliche Vorsorge (OAK BV). Er will mehr Kompetenzen. Keystone

Damit würden die Kosten in der zweiten Säule unnötig steigen. Ein Argument, das Triponez so nicht gelten lässt. Es gehe schliesslich um die Sicherheit der Renten. Seine Aufgabe sei es deshalb, darauf zu drängen, dass die entsprechenden gesetzlichen Grundlagen geschaffen werden, damit man hier Fortschritte erzielen kann. Das heisst, dafür zu sorgen, dass die Aufsichtsbehörden ihren Auftrag auch in Zukunft professionell erfüllen können. Der Ball liegt nun bei den Politikerinnen und Politikern.

Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

7 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.