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Thomas Gottstein ersetzt Tidjane Thiam bei der CS
Aus Tagesschau vom 07.02.2020.
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Grossbank am Paradeplatz Wie viel Schweiz steckt noch in der Credit Suisse?

Die neue Führung der CS muss nicht nur die Geschicke der Bank leiten, sondern auch ihre Aktionäre zufrieden stellen. Eine Übersicht.

Die Credit Suisse (CS) gehört mehrheitlich grossen Finanzinvestoren. Schätzungsweise 80 Prozent von ihnen haben ihren Sitz im Ausland. Jetzt muss ihnen das Schweizer Führungsteam Thomas Gottstein (CEO) und Verwaltungsratspräsident Urs Rohner die Absetzung von Konzernchef Tidjane Thiam erklären.

Eine schwierige Aufgabe, denn einige der Investoren haben deutlich vor diesem Schritt gewarnt. Ein Blick auf die wichtigsten Aktionäre.

Harris Associates: Der amerikanisch-französische Vermögensverwalter besitzt laut eigenen Angaben 8.4 Prozent an der CS. Harris ist auch an zahlreichen anderen Schweizer Konzernen beteiligt. Der Investor setzte sich lautstark für Thiam ein und bezeichnete Rohner als Hypothek für die Bank. Er habe etliche Rechtsstreitigkeiten zu verantworten und sei das eigentliche Problem.

Qatar Holding: Der Staatsfonds des Emirats Katar besitzt über fünf Prozent der CS-Aktien. Er hat sich bisher nicht zu den Überwachungsfällen geäussert.

Norges Bank: Der Staatsfonds von Norwegen hält eine Beteiligung von rund fünf Prozent. Auch er hat zum Fall bisher nicht Stellung genommen.

Olayan Group: Die Investmentgruppe aus Saudi-Arabien hält ebenfalls rund fünf Prozent. Auch sie schwieg bisher.

Blackrock: Der grösste unabhängige Vermögensverwalter der Welt hält circa 4 Prozent an der Credit Suisse. Zur Sache geäussert hat sich Blackrock bisher noch nicht.

Silchester International Investors: Die Investment-Gesellschaft aus London kommt auf gut drei Prozent. Sie drohte Rohner, sollte dieser Thiam fallen lassen.

Eminence Capital: Der Grossinvestor aus New York hält weniger als drei Prozent der Credit-Suisse-Aktien. Er soll dem CS-Verwaltungsrat gar mit Klagen gedroht haben, sollte dieser Thiam absetzen.

CS-Aktien leicht im Plus

Die Aktien der zweitgrössten Schweizer Bank brachen nach dem angekündigten Chefwechsel von Tidjane Thiam zu Thomas Gottstein anfänglich um rund 5 Prozent ein. Sie konnten die Verluste aber im Tagesverlauf wettmachen. Ganz kurz vor Handelsschluss drehte das Papier gar ins Plus und schloss 0.2 Prozent höher als am Vortag.

Tagesschau am Mittag, 07.02.2020, 12.45 Uhr

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10 Kommentare

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  • Kommentar von roland goetschi  (pandabiss)
    Solange wir bei einer Krise mit Finanziellen Mitteln zu Hilfe eilen müssen (too big to fail) ist es eine schweizer Bank. Als Schweizer Bank müssen Erscheinungsbild gegen aussen bewahrt werden. Aktuell einfach eine Schande für die Schweiz.
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  • Kommentar von Urs Dubach  (0^0)
    Mir fällt einfach auf, dass sich die Nachrichten rund um die CS in den vergangenen Monaten türmen. Auch wenn diese keine wirklichen News sind, sondern eher in die Länge gezogene Negativmeldungen oder irelevante Thesen wie in diesem Bericht. Aber auf die Frage «Wie viel Schweiz steckt noch in der Credit Suisse?» zu antworten: Immer weniger. Aber immer noch ein Stück mehr als bei der UBS, die sich im Schatten der CS-Nachrichten verstecken darf. Wie weit stehen eigentlich die Klagen gegen die UBS?
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  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Schweiz hin oder her, es geht prioritär um Geld, sehr viel Geld und damit auch um Macht! Alles andere ist irrelevant für die meisten Grossbanken! "Konzern-Verantwortung" auch für die Schweizer im In- und Ausland, muss zur Devise werden/gemacht werden!
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