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Flugreisende müssen sich im Voraus informieren
Aus Rendez-vous vom 15.05.2020.
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Reisen in Corona-Zeiten So bereiten sich die Flughäfen vor

Maskentragpflicht ja oder nein? Je nach Flughafen und Fluggesellschaft gelten unterschiedliche Bestimmungen.

An den Flughäfen in Genf und Zürich wird das Maskentragen empfohlen. Anders am binationalen Flughafen in Basel: Da sind Masken obligatorisch. Hier gelten die französischen Bestimmungen.

Sonst aber sind die Massnahmen am Boden überall gleich und ähnlich: Es wird häufiger gereinigt und überall hat es Desinfektionsmittel. «Am Flughafen Zürich werden Flächen, die die Passagiere häufig berühren – etwa Boxen bei der Sicherheitskontrolle, Handläufe, Liftknöpfe –, häufiger gereinigt», sagt Bettina Kunz, Mediensprecherin des Flughafens Zürich.

Swiss nimmt Flugbetrieb wieder auf

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Die Fluggesellschaft Swiss wird den Flugbetrieb im Juni teilweise wieder aufnehmen und plant, bis zu 190 Flüge von Zürich und Genf zu 41 europäischen Zielen durchzuführen, wie das Unternehmen mitteilt. Die Wiederaufnahme des Flugbetriebs werde schrittweise erfolgen.

Wieder angeflogen werden verschiedene Ziele im Mittelmeergebiet wie Malaga, Barcelona, Madrid und Valencia in Spanien oder Brindisi, Florenz, Neapel und Rom in Italien. Auch die Anbindung von Skandinavien wird mit Flügen nach Göteborg in Schweden und Kopenhagen in Dänemark wieder gestärkt.

Eine andere Lufthansatochter, die Austrian Airlines, hat hingegen ihre Flugpause bis zum 7. Juni verlängert. Aufgrund der weltweiten Reisebeschränkungen infolge der Corona-Pandemie sei die Nachfrage nach Flugreisen weiterhin gering. «Austrian Airlines hat sich daher entschieden, die Einstellung des regulären Flugbetriebs um zumindest eine weitere Woche, von 31. Mai bis 7. Juni, zu verlängern», teilte das Unternehmen mit.

Zudem habe der Flughafen Zürich Plexiglasscheiben an den Schaltern montiert und Markierungen auf den Böden angebracht, so Kunz. Weiter sei die Passagierkapazität bei den Shuttlebussen gesenkt worden. Gleiches gilt weitgehend auch für den Flughafen Genf.

Im asiatischen Raum ist es bereits weitgehend Standard, dass vor Abflug die Temperatur gemessen wird. Das ist in der Schweiz bislang nicht vorgesehen, wie das BAG auf Anfrage mitteilt: «Die entsprechenden Entscheide sind noch nicht gefallen. Ein- und Ausreisekontrollen sollen die Einschleppung respektive den ‹Export› des Virus möglichst verhindern. Eine der Möglichkeiten ist die Temperaturmessung.»

Nutzen des Fiebermessens umstritten

Der Nutzen dieser Massnahme ist allerdings umstritten. Ein stattlicher Teil von Corona-Infizierten hat keine Symptome. Entsprechend ist eine Temperaturmessung nur bedingt wirkungsvoll.

Trotzdem fordern einzelne Fluggesellschaften auch in Europa von ihren Passagieren, dass sie sich ihre Temperatur messen lassen. Das geschehe auch am Flughafen Zürich, sagt Kunz: «Gewisse Länder setzen Gesundheitschecks für die Einreise voraus. Im Fall von Italien etwa wird das Fiebermessen bereits durchgeführt.»

Alleine diese Massnahme zeigt, wie schwierig eine internationale Abstimmung momentan ist: In Europa beispielsweise erarbeiten die 44 Mitgliedsstaaten der Europäischen Zivilluftfahrt-Konferenz, bei der auch die Schweiz Mitglied ist, ein Konzept zuhanden der EU-Kommission.

Parallel dazu läuft die Koordination auf globaler Ebene bei der internationalen Luftfahrt-Organisation der UNO. Letztlich aber kann jedes Land seine eigenen Bestimmungen erlassen. Und der asiatische Raum gibt eine Vorahnung darauf, was Reisende künftig erwarten könnte:

  • In Thailand müssen Reisende bei der Ankunft einen Gesundheitspass vorlegen, der nicht älter ist als 72 Stunden und bestätigt, dass man gesund ist.
  • In Singapur muss eine Gesundheitserklärung ausgefüllt werden. Gesundheitsteams am Flughafen können Passagiere herausgreifen und ins Spital bringen, wenn sie den Eindruck haben, dass es Passagieren nicht gut geht.
  • In Hongkong müssen Einreisende gar eine Speichelprobe abgeben und sich einem Corona-Schnelltest unterziehen. Demzufolge könnte die Einreise deutlich länger dauern als bis anhin.

Bleibt das Fliegen selber: Da empfehlen die meisten Fluggesellschaften ebenfalls Masken. Weitere Massnahmen sind aktuell nicht vorgesehen. Die Fluggesellschaften verweisen zudem auf ihre Luftfilter in den Flugzeugen. Es sind sogenannte Hepa-Filter, die dasselbe Niveau hätten wie Filter in einem Operationssaal, schreibt etwa British Airways.

Rendez-vous vom 15.5.2020

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Tom Reist  (Tombrasil)
    Beim fliegen eine maske tragen,ok. Dann werden getränke und essen serviert, da muss ich die maske ja abnehmen und schon ist der ganze effekt weg. Unsinnig sowas. Ausser auf kurzstrecken wo keine lebensmittel serviert werden.
  • Kommentar von Ruedi Möckli  (rm)
    Ja von der lieben Swiss habe ich ein e-Mail erhalten dass nun wegen der Pandemie der Boardingpass und Gepaecketiketten zuhause ausgedruckt werden muessen. Bitte was? Das ist einfach Arbeit auf den Kunden abwaelzen und hat mit Corona ueberhaupt nichts zu tun. Eine Frechheit!!!
    1. Antwort von Thrum Amstalden  (Thrumugnyr)
      Das ist eine Empfehlung. Geht halt darum, weniger Menschenkontakt zu haben. Macht also schon Sinn, aber wenn sie keinen Drucker haben, drucken die Ihnen das schon aus, bzw. der Self-Check-In. Immer mit der Ruhe....
  • Kommentar von Thomas Leu  (tleu)
    Diese zusätzlichen Unannehmlichkeiten und die vermutlich höheren Preise mit denen die gesamten Zusatzaufwendungen finanziert werden müssen, werden endlich einen, wenn auch vorerst kleinen, Nachfragerückgang bewirken. Damit werden weniger Treibhausgase emittiert. Dann werden die satten Menschen in den Industrieländern plötzlich merken, dass man auch mit weniger Fliegen gut überleben kann.