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Julius Bär muss für Altlasten gerade stehen
Aus Nachrichten vom 25.09.2020.
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Schlappe vor Bundesgericht Julius Bär verliert im Streit um DDR-Vermögen

  • Im Rechtsstreit um verschollene DDR-Vermögen hat Julius Bär auch vor dem Bundesgericht den Kürzeren gezogen.
  • Die Bank wurde nun endgültig zu einer Zahlung von rund 150 Millionen Franken verurteilt.
  • Der Betrag ist durch eine Rückstellung gedeckt.

Konkret habe das höchste Schweizer Gericht eine Klage der deutschen Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben (BvS) gegen Julius Bär in Höhe von rund 97 Millionen Franken plus Zinsen seit 2009 bestätigt, teilte das Unternehmen mit.

Die BvS versucht seit Jahren, Gelder ausfindig zu machen und wiederzubeschaffen, die während der Wende von Mitgliedern der DDR-Einheitspartei SED beiseitegeschafft wurden. In ihrer Klage machte die BvS geltend, dass Julius Bär als Nachfolgerin der ehemaligen Bank Cantrade vom Konto einer ostdeutschen Gesellschaft unzulässige Auszahlungen und Überweisungen vorgenommen habe.

Julius Bär hatte die Bank Cantrade im Jahr 2005 im Zuge der Übernahme der Bank Ehinger & Armand von Ernst von der UBS übernommen. Bär werde nun den Betrag von der UBS zurückfordern, erklärte die Bank.

SRF 4 News, 25.09.2020, 8 Uhr;

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Robert Frei  (RFrei)
    Lese ich recht? Es wird ein Betrag von 97 Millionen Franken plus Zinsen seit 2009 gefordert, und heute im Jahr 2020 sind das 150 Millionen Franken? Also 55% Zins in 11 Jahren? Und wir Normalbürger bekommen keinen Zins auf unsere Guthaben wenn's gut geht, müssen unter Umständen sogar Negativzins zahlen, und werden mit immer höheren Gebühren gepiesackt.
    1. Antwort von Manuel Nagel  (mkrm)
      Zwischen Guthabenverzinsung auf einem Girokonto und Verzugszins gibt es aber schon erhebliche Unterschiede. Angefangen damit, dass nur eine der Leihgaben freiwillig geleistet wurde, und auch Anforderungen am Verfügbarkeit völlig anders sind.
    2. Antwort von Mike Steiner  (M. Steiner)
      Etwas genauer: das sind (mit Zinseszinsrechnung) 4.043% Rendite pro Jahr. Da stimmt ihre Schlussfolgerung: Das Anlagevehikel, das in den letzten 11 Jahren so einen Jahreszins abwirft, hätte ich als Otto Normalverbraucher auch gerne Zur Hand. Vor dem Hintergrund von Umwandlungssatz-Diskussionen ist das gleich nochmals eine Frechheit.
    3. Antwort von Manuel Nagel  (mkrm)
      @Mike Steiner: Ein ETF für SMI, DAX, DJI, MSCI-World etc. hätte Ihnen ein Vielfaches an Rendite gebracht. Mir fällt spontan kein gängiger Leitindex ein, bei dem das nicht der Fall gewesen wäre.
      Solche ETFs sind wohl das absolute Gegenteil von Geheimtipps, eher das, worin man investiert, wenn man sich gerade nicht um Investitionen kümmern will.