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Gold erlebt schlechte Zeiten
Aus HeuteMorgen vom 11.01.2022.
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Schlechtes Jahr für Gold Nicht alles Gold, was glänzt: Das Edelmetall verliert an Wert

Risikoreichere Investitionen wie Aktien oder andere Rohstoffe waren attraktiver. Auch der US-Dollar gilt als sicherer.

Aktienboom, steigende Energiepreise, teuer werdende Immobilien: Vieles hat im letzten Jahr an Wert gewonnen. Nicht so aber Gold. Wer sein Geld Anfang 2021 ins glänzende Edelmetall investierte, hat 12 Monate später rund 4 Prozent Verlust gemacht. Und das, obwohl Gold einst als sichere Investition in unsicheren Zeiten galt, wie wir sie in dieser Pandemie erleben.

Gold konkurriert mit Dollar und Aktien

Heutzutage fungiere eher der US-Dollar als sicherer Hafen, sagt der Anlagestratege Simon Lustenberger von der Zürcher Kantonalbank ZKB. «Wenn der US-Dollar stärker wird, verliert Gold tendenziell an Wert. Gold hat heute weniger den Status als sicheren Hafen und der Preis wird vor allem durch die Geldpolitik der Notenbanken bestimmt.»

Entsprechend sei Gold im Verhältnis weniger attraktiv. Risikobehaftete Anlageklassen wie Aktien oder Rohstoffe seien hingegen mehr gefragt. Diese Anlagen hätten vom positiven Konjunkturausblick profitiert, so Lustenberger. 

Gold in Zeiten der Inflation

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Vielerorts ist die Teuerungsrate, die Inflation, gestiegen, zum Beispiel in den USA, im Euroraum. Das kann laut dem Anlageexperten ein günstiges Umfeld für Gold sein. «Die hohe Inflation kann sich positiv auf den Goldpreis auswirken. Jedoch gehen die Finanzmärkte davon aus, dass die Inflation nur vorübergehend ist und die Inflationserwartungen sind, dass die Inflation nächstes Jahr wieder fallen wird.»

So würden beispielsweise die Energiepreise in diesem Jahr wieder zurückfallen. Das werde die Inflation zusätzlich negativ beeinflussen. «Und daher ist Gold dann eher nicht mehr gefragt bei den Investoren.»

Damit Gold für Investorinnen und Investoren wieder attraktiver werden würde, müssten die Notenbanken wieder expansiver werden oder expansiv bleiben, sagt Lustenberger. «Das sehen wir in diesem Jahr nicht. Wir gehen davon aus, dass zum Beispiel die US-Notenbank restriktiver wird und die Zinsen dreimal anheben wird. Und das belastet Gold tendenziell.

Auch dieses Jahr werde ein schwieriges für das Edelmetall, vermutet Simon Lustenberger von der ZKB. «Wir rechnen insgesamt mit einem Preisrückgang von ungefähr fünf Prozent in diesem Jahr.»

HeuteMorgen, 11.01.2021, 06:00 Uhr;

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