Zum Inhalt springen

Header

Audio
Mehr Käse exportiert - Importe steigen um 11.7 Prozent
Aus Best of - SRF 4 News vom 02.02.2021.
abspielen. Laufzeit 01:07 Minuten.
Inhalt

Schweizer Käse Schweiz importiert massiv mehr Billigkäse – auch Exporte steigen

  • Die Schweiz hat im letzten Jahr 11.7 Prozent mehr Käse importiert als im Vorjahr.
  • Es wurde vor allem mehr Billigkäse eingeführt, der wegen der Grenzschliessungen nicht direkt im Ausland gekauft werden konnte.
  • Die Schweiz hat auch mehr Käse ausgeführt: Die Exporte stiegen um 1.6 Prozent.

Die Corona-Krise habe die Importstatistik generell stark geprägt, teilt Switzerland Cheese Marketing mit. Insgesamt wurden 71'664 Tonnen Käse importiert. Für das Plus von 11.7 Prozent oder 7529 Tonnen seien von den Importeuren jedoch lediglich 452.5 Millionen Franken ausgegeben worden, denn unter den Importen hätten sich viele Billigprodukte befunden. Daher schliesse die wertmässige Zunahme der Importe mit 4.2 Prozent gegenüber den mengenmässigen Importen deutlich tiefer ab.

Durch die Grenzschliessungen wegen der Pandemie sei der Einkaufstourismus quasi ins Inland verlagert worden – die zusätzlich importierten Billigprodukte befänden sich nun in den Regalen der Detailhändler und seien offiziell statistisch erfasst worden. Rund 82 Prozent der Importe stammen aus Italien, Deutschland und Frankreich.

Export steigt wertmässig um 3.9 Prozent

Rund 77'124 Tonnen Käse wurden 2020 ins Ausland geliefert – 1.6 Prozent mehr als im Vorjahr, wie es weiter hiess. Wertmässig steigerten sich die Exporte gar um 3.9 Prozent auf knapp 694 Millionen Franken, wie Switzerland Cheese Marketing mitteilt. Die Zunahme der Exporte sei solide gewesen, trotz der starken coronabedingten Einbrüche in den Monaten April und Mai.

Unterschiede gab es laut Mitteilung bei den Exportmengen der verschiedenen Käsesorten, so wurde zum Beispiel 8.5 Prozent weniger Weichkäse exportiert als 2019. Diese Zahl widerspiegelt den Zuwachs des Importes von Weichkäse, der ein Plus von 13.3 Prozent verbuchen konnte.

Schweizer Käse wird in über 70 Länder exportiert. Der Hauptmarkt ist Europa mit über 80 Prozent der exportierten Menge. Rund die Hälfte davon landet in Einkaufskörben in Deutschland, wie es weiter hiess.

Video
Aus dem Archiv: Emmentaler-Käse reift zu den Beatles
Aus SRF News vom 22.01.2019.
abspielen

SRF 4 News, 02.02.2021, 10.00 Uhr;

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

17 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von August Meier  (And007)
    Ueberraschung, wir bezahlen massivste Exportsubventionen an unsere Bauern damit unsere Milchprodukte im Ausland billiger sind als bei uns. Mit dem Budget welches noch übrig ist können wir uns mehr und mehr nur noch ausländischen Billigkäse leisten.
  • Kommentar von Fritz Rueegsegger  (Matterhorn+234)
    Offenbar wird vor allem Billigkäse importiert. Während in der Schweiz den Landwirten im strengere Auflagen für naturnahes bebauen des Landes und der Tierhaltung gemacht werden, kümmert sich das beim Import niemanden. In der Schweiz ist ein Betrieb mit 100 Kühen als Industrielandwirt gebrandmarkt. Ich habe in Norddeutschland Betriebe gesehen mit 2000 - 3000 Kühen, das ist Massenproduktion und kaum tiergerecht.
  • Kommentar von Sascha Ehring  (MountainmanSG)
    Käse kommt aus der heimischen Käsereigenossenschaft oder vom Bauern. Ich verstehe nicht warum man Importkäse holt oder gar diesen "Packungskäse" in Scheiben.
    1. Antwort von Robert Frei  (RFrei)
      Gleiche Frage gilt ja auch für die importierte Schokolade. Die Fernsehwerbung macht sie uns schmackhaft - nein, macht sie uns trendig. Merciii.
    2. Antwort von Andy Gasser  (agasser)
      Französische Weich- und Frischkäse sind qualitativ hochwertig, sehr beliebt und häufig auch Herkunftsgeschützt und somit von Schweizer Produzenten so nicht erhältlich.
    3. Antwort von August Meier  (And007)
      Ganz einfach, wir finanzieren den Export. Viele Schweizer müssen irgendwo sparen.
    4. Antwort von Ueli Lang  (Wochenaufenthalter)
      Die Fragestellung ist eigentlich, was macht einen Käse zum Billigkäse? Wohl sein Preis. Es gäbe dann ziemlich viel Hochqualitätskäse im Ausland produziert, der immer noch billiger ist, als die so supergute Gummiqualität aus dem Inland! Bei genauerer Betrachtung ist der angemahnte Hochqualitätsstandard von Schweizer Produkten in der Landwirtschaft nämlich nur ein Marketingtrick! Meist handelt es sich um Massenware - wer nämlich bis zu 95% der Produktion als Höchstqualität bezeichnet schummelt!