Zum Inhalt springen

Header

Audio
SNB: Ausschüttungsreserve von 94 Milliarden Franken
Aus Rendez-vous vom 08.01.2021.
abspielen. Laufzeit 02:58 Minuten.
Inhalt

Schweizerische Nationalbank Nationalbank erzielt einen Gewinn von rund 21 Milliarden

  • Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat im vergangenen Jahr erneut einen hohen Gewinn erzielt.
  • Nach provisorischen Berechnungen resultierte für 2020 ein Jahresgewinn von rund 21 Milliarden Franken.
  • 2019 hatte die SNB allerdings noch einen Reingewinn von knapp 49 Milliarden ausgewiesen.

Von dem Jahresgewinn profitiert die öffentliche Hand wie im Vorjahr mit einer Gesamtausschüttung von 4 Milliarden Franken. Der auszuschüttende Betrag geht jeweils zu einem Drittel an den Bund und zu zwei Dritteln an die Kantone. Nach den Auszahlungen wird die Ausschüttungsreserve rund 94 Milliarden Franken betragen. Der endgültige Jahresabschluss soll am 1. März veröffentlicht werden.

Der Gewinn kommt nicht überraschend. Für die ersten neun Monate des Jahres hatte die SNB bereits einen Gewinn von 15.1 Milliarden Franken ausgewiesen. Gemäss den Ökonomen der UBS dürfte die Nationalbank im vierten Quartal auf ihrem Aktienportfolio stark von dem Rally an den weltweiten Aktienmärkten profitiert haben.

Das Ergebnis der SNB ist abhängig von Wertschwankungen ihrer Hunderte Milliarden Franken schweren Devisenreserven. Dazu zählen Aktien und Anleihen aus dem Ausland. Fremdwährungen kauft die SNB, um eine wirtschaftsschädliche Aufwertung des in Krisenzeiten gefragten Franken zu unterbinden. Trotz des US-Vorwurfs der Währungsmanipulation wollen die Schweizer Währungshüter an dieser Politik festhalten.

Kurzeinschätzung von Wirtschaftsredaktor Dario Pelosi

Box aufklappenBox zuklappen

Der Gewinn der SNB hat sich abgezeichnet. Die Nationalbank hatte schon im dritten Quartal einen Gewinn von gut 15 Milliarden Franken ausgewiesen. In den letzten Monaten dürfte sie nun weiter von den weltweit boomenden Aktienmärkten profitiert haben und erwartet nun für das von der Pandemie geprägten Jahr einen Gewinn von rund 21 Milliarden Franken. 2019 lag der Reingewinn der SNB bei fast 49 Milliarden.

Das Ergebnis der Nationalbank ist abhängig von den Wertschwankungen ihrer Devisenreserven. Diese hat sie in den letzten Jahren angehäuft im Kampf gegen einen zu starken Franken.

Bund und Kantone erhalten von der Nationalbank Ausschüttungen in der Höhe von insgesamt 4 Milliarden Franken. Die SNB und das Eidgenössische Finanzdepartement hatten sich letztes Jahr darauf geeinigt, die Ausschüttung auf maximal 4 Milliarden zu erhöhen, falls die Ausschüttungsreserven der SNB mehr als 40 Milliarden betragen. Mit dem heute publizierten provisorischen Jahresgewinn ist das gegeben.

SRF 4 News, 08.01.2021, 08:00 Uhr;

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

17 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Aktuell sind keine Kommentare unter diesem Artikel mehr möglich.

  • Kommentar von Manuela Fitzi  (Mano)
    Dann bitte ÖV massiv verbilligen. Diejenigen, die noch zur Arbeit fahren, zahlen dafür viel zu viel.
  • Kommentar von Klaus Pfeiffer  (Weisshorn)
    Toll! Dann können die KMU, Restaurants, usw. richtig unterstützt werden!
  • Kommentar von Alex Schneider  (Alex Schneider)
    Es wäre geradezu eine Absurdität des Sonderfalls Schweiz, wenn künftige Historiker dereinst rückblickend berichten müssten: In allen westlichen Industriestaaten seien die Corona- und Finanz-Schulden durch die Notenbanken finanziert und später abgeschrieben worden. In der Schweiz jedoch hätte man sie durch die Steuerzahler und durch Kürzungen staatlicher Leistungen bezahlt. Das wäre ein zu hoher Preis für ein überholtes Dogma.