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Wirkung weiterer Zinssenkungen ist umstritten
Aus SRF 4 News aktuell vom 19.09.2019.
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Sinkende Zinsen in den USA «Die Schweiz steht nicht unter Zugzwang»

Die US-Notenbank Fed hat am Abend entschieden, dass der Leitzins in den USA um einen weiteren Viertelpunkt gesenkt wird. Nun stellt sich die Frage, ob die Schweizerische Nationalbank nachzieht. Der SRF-Wirtschaftsredaktor Iwan Lieberherr rechnet eher damit, dass sie weiter am Devisenmarkt interveniert.

Iwan Lieberherr

Iwan Lieberherr

Wirtschaftsredaktor, SRF

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Iwan Lieberherr ist seit Ende 2010 Wirtschaftsredaktor bei Radio SRF. Davor war er Leiter des Wirtschaftsressorts der Nachrichtenagentur SDA.

SRF News: Was bedeutet die Zinssenkung in den USA für die Schweiz?

Iwan Lieberherr: Das bedeutet, dass der Dollar für Investoren tendenziell weniger attraktiv ist und im Gegenzug der Franken – zum Leid der hiesigen Exportindustrie – attraktiver und damit stärker werden könnte. Könnte, denn nach dem Entscheid der US-Notenbank haben die Devisenmärkte nicht stark reagiert. Die Zinssenkung war erwartet worden. Aus Schweizer Sicht ist sowieso wichtiger, was in Europa geschieht. Und die Europäische Zentralbank EZB hat vergangene Woche ja bereits die Geldschleusen weiter geöffnet. Auch das stärkt tendenziell den Franken.

Aus Schweizer Sicht ist sowieso wichtiger, was in Europa geschieht.

Die Nationalbank will eine Stärkung des Frankens verhindern. Das Direktorium der SNB tagt heute. Ist zu erwarten, dass die SNB nachzieht?

In dem Punkt sind sich die Experten für einmal nicht einig. Die meisten gehen aber nicht davon aus, dass die Nationalbank das Zinsregime verschärfen wird und damit die bereits negativen Zinsen noch stärker ins Minus drückt. Die SNB stehe nicht unter Zugzwang, sagen sie. Dies auch, weil die Schweizer Wirtschaft weiterhin wächst, wenn auch nicht mehr ganz so dynamisch. Ohnehin ist umstritten, welche Wirkungen ein weiterer Zinsschritt noch hätte und ob damit der Franken tatsächlich noch entscheidend geschwächt würde. So wird die Nationalbank wohl weiterhin auf dem Devisenmarkt intervenieren, um den Franken bei Bedarf zu schwächen.

Das Gespräch führte Roger Aebli.

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