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UBS und CS kamen bislang gut durch die Coronakrise
Aus HeuteMorgen vom 18.06.2020.
abspielen. Laufzeit 02:09 Minuten.
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SNB zur Finanzstabilität Banken sollten Krise verkraften können

UBS und CS sind laut der Nationalbank gegen für die Folgen von Corona gerüstet. Andere Banken müssten mit Verlusten rechnen, so die SNB.

Jährlich überprüft die Schweizerische Nationalbank (SNB) die Stabilität der Schweizer Finanzhäuser und dabei insbesondere jene der Grossbanken. Dieses Jahr ist der Bericht ganz und gar durch die Coronakrise geprägt.

SNB geht von Beherrschung der Pandemie aus

In ihrem Basisszenario nimmt die SNB an, dass die Massnahmen gegen die Ausbreitung der Pandemie rund um den Globus Wirkung zeigen, die Lockdown-Massnahmen aufgehoben werden und sich die Wirtschaft langsam erholen kann.

Leitzins bleibt unverändert

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hält trotz der wirtschaftlichen Implikationen durch die Ausbreitung des Corona-Virus an ihrer bisherigen Geldpolitik fest. Die Notenbank belässt den Leitzins bei -0,75 Prozent.

Angesichts des hoch bewerteten Frankens sei sie weiterhin bereit, verstärkt am Devisenmarkt zu intervenieren, erklärte die Notenbank.

Das Coronavirus hat laut SNB auch in der Schweiz die wirtschaftlichen Aussichten drastisch verschlechtert. Für das laufende Jahr rechnet sie mit einem Rückgang des Bruttoinlandproduktes (BIP) um rund 6 Prozent. Damit ist sie im Einklang mit anderen Prognosen. (sda/reuters)

Die Grossbanken könnten dank ausreichender Kapitalisierung, einen solchen Schock gut verkraften. Nach der Finanz- und Wirtschaftskrise von 2008/2009 wurden die Kapitalisierungsvorschriften für die Grossbanken verschärft, das helfe nun in der Krise, um Verluste zu absorbieren, schreibt die SNB jetzt.

Verluste für andere Banken?

Auch bei den Inlandbanken sieht die SNB keinen Grund, um Alarm zu schlagen. Allerdings rechnet sie hier damit, dass einige von denen, die vor allem auf das Schweizer Hypothekengeschäft sind fixiert sind, in die Verlustzone rutschen werden. Denn die Zinsen dürften angesichts der weltweiten Finanzspritzen der Notenbanken vorerst tief bleiben.

Weitere Turbulenzen durchaus möglich

Weitere Turbulenzen durchaus möglich

Die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie – und damit die Auswirkungen auf UBS und CS – bleiben gemäss SNB aber höchst unsicher. Je länger und tiefer der Abschwung sei, desto negativer seien die Auswirkungen auf die Qualität der Kreditportfolios der Banken. Eine noch tiefere Rezession als gegenwärtig erwartet – in Kombination mit erneuten Turbulenzen auf den Finanzmärkten – würde die Banken jedenfalls weiter belasten. Die Entwicklung habe sich auch in den Aktienkursen der beiden Institute gezeigt, so die SNB. Zwar habe es zuletzt eine Erholung gegeben, die Volatilität bleibe aber hoch. (sda)

SRF 4 News, HeuteMorgen vom 18.6.2020, 08.00 Uhr

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Noah Schmid  (Schmid)
    Wieso sollten die Banken denn irgendwie bedroht sein?
    Bis jetzt hat der Bund sämtliche Kreditrisiken getragen. Und von der Bevölkerung wird erwartet, dass sie mit weniger durchkommen und die Vermieter mussten tiefere Mieten akzeptieren. Von den Banken wurde gleichzeitig nicht verlangt, dass sie tiefere Hypozinsen während der Krise verrechnen.
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  • Kommentar von Ernst von Allmen  (MEVA)
    Es sind nicht die Banken die, die Krise verkraften können, es sind die Steuerzahler, und normal Verdiener welche die Krise verkraften müssen.
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  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Um diese Grossbanken habe ich nicht Angst. Diese haben viel Geld - Reiche und sehr Reiche, die ihr Geld da deponieren. Ich mache mir viel mehr Sorgen, um die KMU, die dringend Hilfsgelder zum Ueberleben nötig haben, und viel Reichtum ungenutzt bei Reichen und sehr Reichen liegen bleibt und Aermeren vorenthalten wird.
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