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Goldpreis aktuell über 1700 Dollar pro Unze
Aus SRF Börse vom 22.05.2020.
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Steigender Goldpreis Anleger im Goldfieber

In Krisenzeiten ist Gold besonders beliebt bei Anlegern. Dies zeigt sich auch in der aktuellen Coronakrise. Seit Anfang Jahr ist der Goldkurs bereits um 14 Prozent angestiegen.

Der Preis pro Unze ist so hoch wie zuletzt Ende 2012 – das war inmitten der Euro-Krise. Ein Preisanstieg für Gold ist aber schon länger zu beobachten. Gold, das normalerweise als eine Art Versicherung ins Portfolio aufgenommen wird, dient als Gegenpol zu den volatilen Aktienmärkten. Mit den Gold-Zukäufen zeigen Anleger ihr Bedürfnis nach Sicherheit.

Und mit dem Goldpreis könnte es laut Analysten weiter nach oben gehen. Haben bisher besonders langfristig orientierte Anleger investiert, holt die aktuelle Preisentwicklung nun auch vermehrt Spekulanten in den Markt. Sie kaufen, hoffen auf noch höhere Goldpreise und darauf, dass sie wenig später mit Gewinn wieder verkaufen können.

Allzeithoch in Reichweite

Derzeit kostet eine Feinunze (31.1 Gramm) des Edelmetalls über 1730 Dollar. Das bisherige Allzeithoch von über 1900 Dollar sei aber durchaus realistisch, sagt Carsten Menke, Edelmetall-Experte bei der Bank Julius Bär. «Die wirtschaftliche Lage passt, wir sind in einer Krisensituation, die Aktienmärkte sind volatil, die Zinsen fallen. Das spricht für Gold.»

Diese Preisentwicklung erinnert an die letzte Krise: Zunächst wegen der Finanzkrise, danach durch die Euro-Krise, stieg der Goldkurs bis 2012 ungebremst an, auf den bisher höchsten Wert aller Zeiten. Erst nachdem sich die wirtschaftliche Lage ab 2012 wieder entspannt hatte, sank der Goldpreis.

Ein ähnliches Szenario sei auch in den aktuellen Zeiten denkbar, sagt Analyst Menke. Denn die «Versicherung» Gold sei mit den steigenden Risiken teuer geworden. In sechs bis zwölf Monaten dürfte es um die Wirtschaft eher besser stehen als heute. Darum werde der Goldpreis vermutlich wieder tiefer sein, prognostiziert er.

Doch die Coronakrise hat schon einige Überraschungen gebracht. Darum ist auch diese Prognose mit Vorsicht zu geniessen.

SRF Börse, 22.05.2020, 19:35 Uhr

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Daniele Röthenmund  (Daniele Röthenmund)
    Ich würde nicht in Gold Investieren, das wäre mir in dieser Krise anzulegen. Wenn die Staaten extrem Verschuldet sind könnten sie auf die Idee kommen Goldreserven auf den Markt zu geben. Dann würde der Preis sehr unter Druck kommen, so geschehen in den 90. Jahren.
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    1. Antwort von Lothar Drack  (samSok)
      Die Kommentare überraschen mal wieder. Irgendwelche Bedenken? Fehlanzeige. Dabei gehts auch um Blutgold, Kinderarbeit, Umweltzerstörung (z.B. 18.12.2018 auf SRF: «Das Schweigen der Schweizer Uhrenindustrie»): alles kein Thema! Neulich wurde im Tessin die ganze Wirtschaft stillgelegt. Nach ein paar Tagen wurden die Goldraffinerien ganz still wieder hochgefahren – als überlebenswichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft! Da war Trump ehrlich: Neben Lebensmittel- blieben Waffenläden immer offen!
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  • Kommentar von Rolf Künzi  (Unbestimmt)
    Es gibt viel zuwenig gute Wirtschaftaufklärung. Nur zwei Fragen. Welche Zentralbanken arbeiten mit den USA zusammen. Dieser SWAP Verbund ist riesig und welches sind die Gegenspieler. Es gehören 15 Notenbaken zum USA Verbund auch die Schweiz, EU, Japan, Norwegen, usw. Oder welches Land hat wieviel Goldreserve, Privat hat Indien Dreimal soviel Goldreserven wie Deutschland. Es fehlt wirklich an guten Hintergundinformationen.
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  • Kommentar von Andreas Meier  (Epikur)
    Zum Glück haben wir Deppen dem amerikanischen Druck nachgegeben, und über die Hälfte unserer Reserven unter Produktionspreis verscherbelt. Dank der Gier der Kantone nach etwas Extra-Cash und für die "AHV". Etwas vom Dümmsten, das wir in den letzten Jahrzehnten getan haben. Genau, Gold sei obsolet und wir sowieso am Ende der Geschichte, und Gold brauche es in einer "modernen" Wirtschaft sowieso nicht mehr. Tja, immerhin haben wir noch gut 1`000 Tonnen. Hoffentlich.
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    1. Antwort von Klaus Albrecht  (notabene)
      Wo sind diese 1000 Tonnen....?
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