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Durch die Coronakrise müssen viele Sparen – auch am Personal
Aus Rendez-vous vom 24.07.2020.
abspielen. Laufzeit 03:23 Minuten.
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Stellenabbau wegen Corona Beginnt nun eine Entlassungswelle?

Es war zu erwarten, dass es zu Stellenabbau kommen wird. Der Wirtschaftsmotor läuft zwar wieder schneller seit dem Ende des Lockdowns, doch von der vollen Leistung ist die Schweizer-, aber auch die Weltwirtschaft, weit entfernt. Und so schnell wird die alte Normalität auch nicht zurückkehren – im Gegenteil.

Vielmehr wird in der Wirtschaft von einer neuen Normalität gesprochen. Einer Normalität, in der das Geschäft von Unsicherheit geprägt ist, Exportgeschäfte schwieriger sind, und vieles einfach nicht mehr so gut läuft wie vor der Krise. Das bedeutet vielerorts: sparen – auch mittels Stellenabbau, so zum Beispiel beim Autohersteller Daimler, wo Tausende von Stellen wegfallen.

Auf die flugnahen Betriebe folgen die Industrieunternehmen

In der Schweiz blieben solche Hiobsbotschaften bisher weitgehend aus, wohl auch wegen des beispiellosen Hilfspakets des Bundes. Kurzarbeit und Hilfskredite sind aber keine langfristige Lösung. Das zeigt sich immer mehr. So häufen sich auch hierzulande die Stellenabbau-Meldungen.

Zu Beginn der Woche wurde bekannt, dass es bei den flugnahen Betrieben SR Technics, Gate Group und Swissport zu einem Abbau kommen soll. Gut zwei Tage später künden die beiden Industriekonzerne Schindler und Sulzer an, Stellen streichen zu wollen. Sie werden nicht die Letzten sein mit solchen Plänen.

Gerade der Industrie macht Corona besonders zu schaffen. Die Geschäfte sind mit den durch Corona bedingten Unsicherheiten schwer planbar und die Exporte laufen immer noch schleppend. Dazu kommt, dass viele dieser Unternehmen auch schon vor der Krise mit Herausforderungen zu kämpfen hatten, etwa mit dem starken Franken.

Noch mehr Stellen werden Corona zum Opfer fallen

In der Branche rechnet man deshalb mit weiteren Stellen, die verloren gehen. Es beginnt nun wohl also das, was viele Ökonomen und Branchenkenner vorausgesagt haben – nämlich, dass das Virus vor allem in der zweiten Jahreshälfte seine Spuren auf dem Schweizer Arbeitsmarkt hinterlassen wird, und zwar nicht nur wegen der schwächelnden Metall-, Elektro- und Metallindustrie.

Stefanie Pauli

Stefanie Pauli

Wirtschaftsredaktorin, SRF

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Die studierte Betriebsökonomin ist seit Herbst 2018 Wirtschaftsredaktorin bei Radio SRF. Davor war Stefanie Pauli für die Wirtschaftsredaktion der «Tagesschau» und von «10vor10» tätig. Sie arbeitet seit 2011 bei SRF.

Rendez Vous; 24.7.2020; 12:30

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36 Kommentare

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  • Kommentar von Paul Schoenenberger  (Beaumont)
    Die ganze Situation ist abwegig. Die ganze Weltwirtschaft war schon 2019 auf einem negativen Pfad. Das Covid 19 und speziell die daraus gemachten Entscheidungen haben sie endgültig an die Wand gefahren. 12 Jahre lang haben die Zentralbanken das System mit "funny money" geflutet unter dem Vorwand des"trickel down". War natürlich von Anfang an ein Trugschluss. Die heutigen Summen des Fiat Geldes sind absolut enorm und fliessen direkt in die Börsen aber die Konkurse und Arbeitslosigkeit steigen.
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  • Kommentar von Simon Reber  (kokolorix)
    Das hat nur am Rande was mit Corona zu tun. Alle Branchen die sich standhaft wehrten sich den neuen Realitäten mit dem drohenden Klimakollaps zu stellen, stehen nun am Abgrund, weil sie kein zukunftsfähiges Geschäftsmodell haben und schon vor der Krise nur noch auf Strohfeuern kochten
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  • Kommentar von Benjamin Knie  (Bennel)
    Nein es gibt keine Entlassungswelle sondern es werden Millionen eingestellt.
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