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Swiss Marketplace Group Debüt für SMG: einer der grössten Börsengänge der letzten Jahre

  • Die Swiss Marketplace Group (SMG) ist erfolgreich an der Schweizer Börse gestartet.
  • Bereits mit dem ersten Kurs von 48.25 Franken lagen die Titel klar über ihrem Ausgabepreis von 46 Franken.
  • Damit betrug die Marktkapitalisierung zum Start rund 4.74 Milliarden Franken.

Guter Start für Europas grössten Börsengang in diesem Jahr: Die Aktie der SMG Swiss Marketplace Group hat am Freitag mit deutlichen Aufschlägen den Handel an der Schweizer Börse begonnen. Bereits mit dem ersten Kurs von 48.25 Franken lagen die Titel klar über ihrem Ausgabepreis von 46 Franken. Damit betrug die Marktkapitalisierung zum Start rund 4.74 Milliarden Franken.

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Legende: Thomas Kindler (links, Global Head Exchanges SIX) sowie Christoph Tonini (CEO SMG) an der heutigen Börseneröffnung. Six

Die Anzeigenplattform SMG ist bei ihrem Börsengang an der Schweizer SIX mit Kursgewinnen gestartet. Im frühen Handel am Freitag notierten die Titel des Betreibers von Immobilien- und Autoportalen bei 48.25 Franken. Der Ausgabepreis lag mit 46 Franken am oberen Ende der ursprünglich festgelegten Preisspanne von 43 bis 46 Franken. Damit erreichte der Börsenwert insgesamt 4.5 Milliarden Franken. SMG stiess bei Schweizer und internationalen Anlegern auf Anklang.

Wer steckt hinter SMG?

Die Swiss Marketplace Group ist ein Gemeinschaftsunternehmen, das Internet-Börsenplätze wie Homegate, ImmoScout24, Ricardo, Tutti und Moneyland betreibt. Das Unternehmen beschäftigt rund 1000 Mitarbeitende. Dahinter stehen das Medienhaus TX Group (Eigentümerin von Zeitungen wie Tagesanzeiger, Basler Zeitung, Bund), das Medienhaus Ringier, die Versicherung Mobiliar und eine Beteiligungsgesellschaft.

Weko wirft ein Auge auf die SMG

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Die Swiss Marketplace Group (SMG) ist unabhängig von ihren Börsenplänen ins Visier der Wettbewerbskommission (Weko) geraten. Die Behörde geht aktuell der Frage nach, ob das Angebot der SMG auf deren Immobilienplattformen eine unzulässige Wettbewerbsbeschränkung darstellt. Dazu habe man Ermittlungen aufgenommen. Eine Weko-Sprecherin bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur AWP entsprechende Medienberichte.

Zuvor hatte unter anderem der Finanzblog «Inside Paradeplatz» und früher die «Finanz und Wirtschaft» darüber berichtet. Das Verfahren befinde sich aber noch in einem informellen Stadium. Daher seien keine weiteren inhaltlichen Angaben möglich, so die Sprecherin.

Die SMG will sich mit dem Börsengang Kapital beschaffen, um längerfristig zu wachsen. Zum Beispiel kann sie dank neuem Kapital Zukäufe realisieren oder in Technologien investieren, die durch KI notwendig werden, so SRF-Wirtschaftsredaktorin Lucia Theiler. Sie will durch den Börsengang ihre Marktposition stärken und sichtbarer werden, wie das Unternehmen schreibt.

Auch Aktienrückkäufe ein Thema

Die direkt Beteiligten brachten an der Eröffnungszeremonie ihre Freude zum Ausdruck. «Dies ist ein wirklich historischer Moment für SMG. Jetzt beginnt ein neues Kapitel», sagte SMG-CEO Christoph Tonini. Er dankte den Gründeraktionären für das grosse Vertrauen und dem «ganzen Team, für die harte und exzellente Arbeit».

Das Unternehmen müsse nun beweisen, dass es das Vertrauen wert sei. «Alle Aktionäre glauben daran, dass wir künftig noch mehr Wert generieren werden – und wir wollen liefern», so Tonini.

So seien mittelfristig auch Aktienrückkäufe ein Thema, erklärte der SMG-CEO der Nachrichtenagentur AWP. Zudem strebe das Unternehmen laufend steigende Dividenden an – im Gleichklang mit dem Gewinnwachstum. Eine Expansion ins Ausland sei hingegen aktuell kein Thema.

SRF 4 News, 19.09.2025, 8 Uhr ; 

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