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Telekommunikations-Riese Weniger Gewinn und Umsatz bei Swisscom

  • Die Swisscom ist bisher nach eigenen Angaben relativ glimpflich durch die Coronakrise gekommen.
  • Der grösste Schweizer Telekomkonzern hat im ersten Halbjahr nur gerinfügig weniger Umsatz und Gewinn gemacht.
  • Auch bei der italienischen Tochter Fastweb liefen die Geschäfte verhältnismässig gut.

Insgesamt erzielte die Swisscom im ersten Halbjahr einen Umsatz von 5.44 Milliarden Franken. Das sind rund vier Prozent weniger als vor einem Jahr, wie der Schweizer Branchenprimus mitteilte. Der operative Gewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) sank um 1.4 Prozent auf 2.21 Milliarden Franken.

Unter dem Strich erzielte die Swisscom einen Reingewinn von 736 Millionen Franken. Das ist ein Rückgang um 5.6 Prozent im Vergleich im Vorjahressemester.

Coronakrise bringt Mindereinnahmen

Auch wenn die Coronakrise den Branchenprimus viel weniger hart erwischt hat als andere Unternehmen, machte sie sich dennoch in den Zahlen bemerkbar. So brachen in der Zeit der Grenzschliessungen die Geschäftsreisen weg, was auf die Roamingeinnahmen durchschlägt. Von den 165 Millionen Franken Umsatzrückgang bei Swisscom Schweiz sei rund ein Viertel auf die Roamingeinbussen zurückzuführen, hiess es. Der Rest sei vor allem mit dem Preisdruck zu begründen.

Swisscom-Chef zu Fusionsplänen von UPC und Sunrise

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Der Zusammenschluss von UPC und Sunrise wird nach Ansicht von Swisscom-Chef Urs Schaeppi die Marktdynamik in der Schweiz nicht grundsätzlich ändern. «Der Wettbewerb wird hart bleiben und von Innovationen getrieben sein. Die Preise werden sicher nicht hoch gehen», sagte Schaeppi in einer Telefonkonferenz.

Dass es eine Konsolidierung in der Telekombranche gebe, sei nicht überraschend, wenn man ins Ausland schaue. Die Konsolidierung werde von den Kunden getrieben, die immer mehr Bündelangebote nachfragen würden. Zudem suchten die Telekomanbieter wegen des Preis- und Margendrucks Synergien. Und grössere Unternehmen könnten die nötigen Investitionen für den Ausbau der Mobilfunk- und Glasfasernetze besser stemmen, erklärte Schaeppi: «Der Wettbewerb spielt heute und wird auch morgen spielen.»

Der Rückgang im Kerngeschäft sei dank verbesserter Effizienz grösstenteils aufgefangen worden, teilt der Konzern mit. Im ersten Halbjahr hat die Swisscom die Kosten um 64 Millionen Franken gesenkt. In der Schweiz wurden 509 Vollzeitstellen abgebaut.

Beim Umsatz hat sich das Muster der Vergangenheit fortgesetzt: Die Swisscom erodiert in der Schweiz und wächst in Italien. Der Umsatz bei der italienischen Breitbandtochter Fastweb wuchs trotz der Coronakrise um 5.3 Prozent auf 1.11 Milliarden Euro.

Ausblick grösstenteils bestätigt

Für das Gesamtjahr 2020 bestätigt das Swisscom-Management seinen bisherigen Ausblick grösstenteils. Die Gruppe peilt im Gesamtjahr wegen Corona neu einen leicht tieferen Umsatz von rund 11 Milliarden Franken an, nachdem sie bisher von rund 11.1 Milliarden ausgegangen war. Ausserdem wird eine erneut unveränderte Dividende von 22 Franken versprochen, wenn die Ziele erreicht werden.

Radio SRF 4 News, 13.08.2020, 07.30 Uhr;

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Daniele Röthenmund  (Daniele Röthenmund)
    Die Zahlen sind einfach nur schlecht und kann man nicht schönreden. Wo man hinschaut steigern die Telekommunikationsfirmen wegen Covit 19 die Umsätze, nur bei Swisscom gehen sie zurück. Auch ich bin nicht mehr gewillt für diese schlechte Kundendienstleistung mehr zu bezahlen. Ich überprüfe ernsthaft einen Wechsel.
  • Kommentar von Robin Hall  (Blumenkartian)
    ich zahle 70 Franken für mein Handy-Abo der Swisscom und mein Internet ist furchtbar.. Habe direkt nach Neustart des Handys mal einen Geschwindigkeitstest gemacht und ich komme grade mal auf aufgerundete 0.4 Mbit/s von den versprochenen bis zu 100 Mbit/s und das mitten in der Stadt Zürich. Ich würde mir wünschen dass man ein Gesetz aufstellt welches Anbieter verpflichtet, eine anständige Mindestgeschwindigkeit fürs Internet zu gewährleisten.
    1. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @:Robin Hall: Warum wechseln Sie nicht den Anbieter, wenn das so schlimm ist in der Stadt Zürich. Verstehe ich nicht.
  • Kommentar von Andrea-Michael Vecchio  (A-M.V.)
    Na wenn man sich die Abopreise anschaut ist das nicht verwunderlich!
    Dazu kommen die unzähligen Pannen.

    Und der Steuerzahler zahlt auch noch dafür.

    Zur Zeit sehe ich keinen vernünftigen Grund die Swisscom zu unterstützen.
    1. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Andrea-Michael Vecchio: Jetzt gibt es ja bald mit UPC/Sunrise/Liberty Global einen tollen Konkurrenten. Die haben bestimmt keine Pannen und werden in Top-Service investieren. Was der Steuerzahler zahlt, verstehe ich nicht. Könnten Sie das präzisieren bitte? Bis jetzt hat der Steuerzahler nämlich davon profitiert, dass die Swisscom dem Bund regelmässig eine schöne Dividende zahlt.
    2. Antwort von Andrea-Michael Vecchio  (A-M.V.)
      Die Swisscom ist doch teilweise in staatlicher Hand?

      Der allf. neue Konkurrent stimmt nachdenklich, da gebe ich Ihnen Recht.

      Aber gerade als Jugendlicher sieht man eine grosse Preisdifferenz zwischen Sunrise und Swisscom beispielsweise.

      So weit ich mich erinnern kann gab es in letzter Zeit keine grossen Pannen bei meinem Anbieter, jedoch hat Swisscom mind. zwei mal Schlagzeilen mit extremen Pannen gemacht.