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Der Handelsstreit bremst das Wachstum in China
Aus Tagesschau vom 17.01.2020.
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Tiefster Wert seit 30 Jahren Chinas Wirtschaft wächst – allerdings langsamer

  • Die Wirtschaft Chinas ist 2019 so langsam gewachsen wie seit fast 30 Jahren nicht mehr.
  • Die zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt hat um 6.1 Prozent zulegen können, wie das chinesische Statistikamt mitteilte.
  • 2018 hatte das Wachstum noch 6.6 Prozent betragen.

Chinas Wachstum ist so langsam wie seit 1990 nicht mehr. Im internationalen Vergleich sind 6.1 Prozent Wachstum zwar weiter viel. Experten verweisen aber darauf, dass China als Schwellenland grossen Nachholbedarf habe, den Schwung erhalten und Arbeitsplätze schaffen müsse.

Zum Jahresende zeigte sich eine leichte Stabilisierung. Wie schon im dritten Quartal verzeichnete Chinas Wirtschaft im Zeitraum von Oktober bis Dezember ein Plus von 6 Prozent. Im ersten Quartal waren 6.4 und im zweiten 6.2 Prozent erreicht worden.

Entschärfung des Handelskonflikts?

Die etwas bessere Stimmung zum Jahresende dürfte laut Beobachtern auch mit der Entschärfung des Handelsstreits zwischen Peking und Washington zusammenhängen. US-Präsident Donald Trump hatten im Oktober eine Einigung über ein Teilabkommen verkündet, das in dieser Woche unterzeichnet wurde.

Einschätzungen von China-Korrespondent Martin Aldrovandi

«Das meiste sind hausgemachte Probleme, überschuldete Staatsfirmen zum Beispiel. Auch lokale Regierungen, die über die Jahre hohe Schulden angehäuft haben. Ein so hohes Wachstum wie es China lange genoss, kann sowieso nicht ewig weitergehen und deshalb strebt die Regierung offiziell auch ein tieferes Wirtschaftswachstum an.

Für Chinas Regierung ist es wichtig, dass man die Bevölkerung nicht erschreckt, die Menschen sind sich hohe Wachstumszahlen gewöhnt. Damit legitimiert Chinas Regierung unter anderem auch ihren Machtanspruch. Ein zu steiles Abfallen der Zahlen möchte man sicher nicht zulassen.

Langfristig ist in China zudem die Überalterung der Gesellschaft ein Problem. Letztes Jahr hatte das Land die tiefste Geburtenrate seit Jahrzehnten. Darauf ist China schlecht vorbereitet, viel schlechter als die Industrieländer.»

Das Abkommen sieht vor, dass sich beide Seiten nicht mehr mit zusätzlichen Strafzöllen überziehen. China hat sich zudem verpflichtet, seine Einfuhren aus den USA deutlich zu erhöhen.

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Aus dem Archiv: «Waffenstillstand» zwischen den USA und China
Aus Tagesschau vom 15.01.2020.
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4 Kommentare

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  • Kommentar von R. Raphael  (R.Raphael)
    Dieser Artikel sugeriert den Weltuntergang wegen China obwohl dieses Land über 6% wächst, derweil Europa seit Jahren stagniert und mittlerweile bei müden 1,8% liegt.
    Wer soll denn nun an der kommenden Rezession schuld sein?
    1. Antwort von Georg Spengler  (Streamline500)
      Solange die Welt auf Billigmüll steht und es auch kauft, solange wird die Wirtschaft in China wachsen.
    2. Antwort von Adi Berger  (Adi B.)
      China produziert nicht nur Billigmüll. Mein Huawei-Smartphone ist wohl das beste Handy, das ich je benutzt habe. Da kann iphone von Preis)Leistung her einpacken. Abgesehen davon lasse ich mich lieber von Chinesen ausspionieren als von US-Geheimdiensten.
  • Kommentar von Pirmin Koch  (Preemz)
    Was total vergessen wird, ist die Schweinefleischkrise momentan in China, die wird für die CCP ein grösseres Problem sein als das bremsende Wirtschaftswachstum.