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Nur zwei von fünf systemrelevanten Banken erfüllen die Sicherheitsanforderungen
Aus Tagesschau vom 25.02.2020.
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Too big to fail Nicht alle Schweizer Banken sind offiziell krisensicher

  • Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht Finma hat die Notfallpläne der systemrelevanten Schweizer Banken unter die Lupe genommen.
  • In ihrem Bericht kommt sie zum Schluss, dass jene der Credit Suisse und der UBS «umsetzbar» sind.
  • Postfinance, Raiffeisen und die Zürcher Kantonalbank müssen nochmals über die Bücher.

Keiner der Notfallpläne der drei «inlandorientierten systemrelevanten» Banken hat den Test der Finma bestanden, wie diese in einer Medienmitteilung schreibt. Bei Raiffeisen und Postfinance fehlten etwa «ein plausibler Plan für den Aufbau der erforderlichen verlustabsorbierenden Mittel für den Krisenfall». Alle drei Banken würden jedoch weiterhin an ihren Notfallplänen arbeiten.

Grundsätzlich zufrieden

Bei den beiden Schweizer Grossbanken Credit Suisse und UBS hingegen seien die gesetzlichen Vorgaben erfüllt, so die Finma weiter. Hintergrund der Überprüfung ist die Finanzkrise der Jahre 2007 und 2008, in der der Bund vielerorts eingreifen musste, um die Grossbanken zu retten, weil sie selber nicht in der Lage dazu waren. Damit dies in Zukunft nicht mehr passiert, hat das Parlament neue Regulierungen für die Banken erlassen.

Das sagt die Raiffeisen

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Dazu Raiffeisen-Sprecher Joël Grandchamp: «Im Anschluss an diese Beurteilung haben wir gemeinsam mit der Finma einen Prozess aufgesetzt, um die zentralen Fragestellungen klären zu können. Dieses gemeinsame Vorgehen hat zu zeitlichen Verzögerungen in der Bearbeitung des Notfallplans geführt. Wir werden diesen Mitte 2020 bei der Finma einreichen.»

Die Umsetzung dieser Massnahmen wird von der Finanzmarktaufsicht eng begleitet. Unter anderem mussten die fünf systemrelevanten Banken eben einen Notfallplan ausarbeiten, wie sie systemrelevante Funktionen im Falle eines drohenden Bankrotts weiterführen könnten.

Das sagt Postfinance

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Dazu Postfinance-Sprecher Johannes Möri: «Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie dieses zusätzliche Kapital aufgebaut werden kann. Wir werden das voraussichtlich nicht aus eigenen Gewinnen machen können, weil wir einerseits ein Kreditverbot und auf der anderen Seite negative Marktzinsen haben. Für uns ist das ein erheblicher Wettbewerbsnachteil, dadurch verlieren wir jedes Jahr im Zinsengeschäft Erträge im dreistelligen Millionenbereich. Vorausschauend werden wir nicht genug Gewinn erwirtschaften, um dieses Kapital aufzubauen.»

Finma-Direktor Mark Branson ist anlässlich des Berichts grundsätzlich zufrieden mit dem Stand der Pläne. «Die Umsetzung ist weit fortgeschritten, allerdings sind wir noch nicht am Ziel», so Branson.

SRF 4 News, 25.02.2020, 07.30 Uhr; gotl; koua

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