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Vorwürfe gegen Kuno Kennel: Recherche von «Schweiz aktuell»
Aus Schweiz aktuell vom 30.09.2019.
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Trotz Entlastung Präsident der Schwyzer Kantonalbank tritt zurück

  • Kuno Kennel, der Präsident der Schwyzer Kantonalbank tritt per sofort zurück.
  • In Medienberichten hiess es zuvor, dass Kennel in Interessenskonflikte im Zusammenhang mit der Beteiligungsnahme an einem Unternehmen verwickelt war.
  • Ein Bericht von Deloitte im Auftrag der Kantonalbank entlastet ihn zwar von den Vorwürfen. Kennel wolle aber jede weitere Diskussion um seine Person und die Bank vermeiden, teilte die Kantonalbank mit.
  • Bis zur ordentlichen Erneuerungswahl übernimmt der Vizepräsident Karl Roos das Präsidium.

Der von der kantonsrätlichen Aufsichtskommission in Auftrag gegebener Untersuchungsbericht sieht keine Hinweise auf Verstösse gegen Gesetze oder bankinterne Vorgaben durch den Bankratspräsidenten.

Vorgeworfen wird Kennel in dem Bericht des Wirtschaftsprüfers Deloitte lediglich eine mangelnde Sensibilität bei einem Beratungsmandat. Dessen Offenlegung hätte man vom Bankratspräsidenten erwarten können, schreibt Deloitte. Einen Interessenskonflikt konnten die Wirtschaftsprüfer aber nicht feststellen.

Von Vorwürfen entlastet?

Kennel hatte 2012 das Bankpräsidium übernommen. Im Frühling 2019 wurden gegen ihn Vorwürfe im Zusammenhang mit der Beteiligung der Kantonalbank an der Nova Vorsorge AG im Jahre 2014 erhoben. Kennel hatte für die Nova ein Beratungsmandat ausgeübt. SRF hatte dazu in den tagesaktuellen Sendungen mehrere Male berichtet.

Kennel betont in seinem Rücktrittsschreiben, dass der Bericht ihn in allen wesentlichen Punkten von den gegen ihn erhobenen Vorwürfen entlaste. Er trete trotzdem zurück, um weitere Diskussionen um die Bank und seine Person zu vermeiden. Die Bank solle sich ungestört von medialen Kampagnen dem Tagesgeschäft widmen können.

Rücktritt sei eine «Zeichen menschlicher Grösse»

Die kantonsrätliche Aufsichtskommission unterstützt den Rücktritt. Er sei im Interesse der Kantonalbank und des Kanton Schwyz als Eigentümer, teilte sie mit. «Gesetzlich hat Kuno Kennel nichts falsch gemacht, aber in der heutigen Zeit dürfen keine Fragezeichen bleiben», sagt Othmar Büeler, Präsident der parlamentarischen Aufsichtskommission.

Bis das Bankratspräsidium neu besetzt ist, wird Vizepräsident Karl Roos das Gremium führen. Roos bedauert in der Mitteilung der Kantonalbank die Entwicklung. Der Rücktritt sei ein Zeichen menschlicher Grösse. Kennel stelle das Wohl der Bank über seine persönlichen Interessen.

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