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Trotz vieler Herausforderungen Der Genfer Autosalon glaubt an seine Zukunft

Chinas Bedeutung wächst, digitale Neuheiten gewinnen an Gewicht – der Genfer Autosalon muss sich anpassen.

Legende: Audio Der 89. Genfer Autosalon öffnet seine Türen abspielen. Laufzeit 01:49 Minuten.
01:49 min, aus HeuteMorgen vom 07.03.2019.

Für Autohersteller war es lange unabdingbar, dass sie an traditionellen Automessen in Detroit, Paris oder Genf teilnehmen.

Viele sind auch am Autosalon Genf präsent, der heute seine Türen öffnet. Aber längst nicht mehr alle: Traditionsreiche Marken wie Ford, Opel oder Volvo haben Genf den Rücken gekehrt – aus unterschiedlichen Gründen.

Das beunruhigt den neuen Salon-Direktor Olivier Rihs allerdings nicht: «Die Marken sagen ‹OK, wir haben etwas zu zeigen, dann kommen wir nach Genf›. Wenn sie nichts Spezielles haben, suchen sie andere Kanäle. Es ist verständlich, dass sich ein Marketingleiter diese Überlegungen macht.»

China wird immer wichtiger

Autohersteller präsentieren ihre neuen Fahrzeuge also nicht mehr zuerst an einer Messe, sondern an eigenen, oft spektakulären Anlässen. Erst vor wenigen Tagen hat Volvo in Schweden den Schleier für ein neues Fahrzeug gelüftet.

Hinzu kommt, dass China als Absatzmarkt für die Autohersteller immer wichtiger wird. Deshalb präsentieren sie ihre Fahrzeuge längst auch an den neuen Messen in Peking oder Schanghai. Dies, zulasten der alten Märkte und traditionsreichen Messen – Detroit etwa spürt diese Neuausrichtung deutlich.

Legende: Video Autosalon speckt ab abspielen. Laufzeit 01:48 Minuten.
Aus Tagesschau vom 07.03.2019.

Augenmerk vermehrt auf der Software

Gleichzeitig wird das Auto immer digitaler. Deshalb werden Neuheiten auch immer öfters an der CES, an der Elektronikmesse in Las Vegas, gezeigt. Hier müsse der Genfer Salon ansetzen, so der neue Direktor: «Viele Hersteller arbeiten heute mit Software-Herstellern zusammen. In Zukunft wird sich die ganze Mobilität verändern – und das wollen wir hier in Genf zeigen.»

In Zukunft wird sich die ganze Mobilität verändern – und das wollen wir hier in Genf zeigen.
Autor: Olivier RihsDirektor Genfer Autosalon

So will Rihs künftig vermehrt auch Technologiefirmen nach Genf holen, konkrete Namen kann und will er noch nicht nennen.

Zudem soll die neue Generation der Autos nicht mehr nur ausgestellt, sondern auch vor Ort gefahren werden können. So soll der Autosalon auch in Zukunft ein Muss für Hersteller und Publikum sein.

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
    Dass ein Markt mit 1.5 Milliarden Einwohnern ein enorm wichtiger Markt ist, ist ja wohl klar. Aber man muss zuerst einmal den grossen Chinesischen Wirtschaftscrash abwarten (in ca. 5 Jahren) um zu sehen, wie gross und nachhaltig das Potential in China effektiv ist. Ich persönlich würde anfangen, vorsichtig mit Investitionen Richtung China umzugehen. By the way: Volvo gehört zur Chinesischen Geely Gruppe, Ford befindet sich immer noch im Gesundschrumpfungsprozess und Opel... ach vergiss es...
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  • Kommentar von W. Pip (W. Pip)
    Das Auto der Zukunft wird nichts von alledem haben. Dieser technische Aufwand ist für uns als Menschheit nicht länger als ein paar wenige Jahrzehnte durchhaltbar. Und auch nicht erstrebenswert, da er uns keinen Gewinn bringt.
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  • Kommentar von Daniel Schmidlin (Queren life)
    Ein adäquater Stromer kostet 100% mehr als der entsprechende Benziner. Beispiel BMW i3 kostet Fr. 42'000, Peugeot 208 in adäquates Modell Fr. 21'000. Solche Preise können sich höchstens Studenten und Kantischüler leisten.
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    1. Antwort von Walter Freiburghaus (sophisticated)
      Stromer sind sicher nicht die Lösung. Wo wollen wir den Strom hernehmen, wenn jetzt schon gejammert wird? Eher wird Hybrid oder Wasserstoff ein gangbarer Weg sein.
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    2. Antwort von Karl Kirchhoff (Charly)
      Mit CNG oder LPG, fährt man erheblich Klimaneutraler und rund 30 % günstiger. Die Reichweite ist ebenfalls deutsch höher. Trotz eines Verbrennungsmotors. Fahrzeuge sind nur wenig teurer als Benziner oder Diesel. Aber die meisten fürchten sich wohl davor oder es klappt nicht mit dem Rechnen.
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    3. Antwort von sevi s. (sevi11)
      Herr Schmidlin, in welcher Welt ist ein i3 mit einem 208 adäquat? BMW ist um einiges hochwertiger. Ein vergleichbarer Benziner von BMW ist auch bereits um einiges teurer, als ein 208. Und warum sollten Personen, die nichts verdienen, sich einen i3 leisten können? Und eine Anmerkung an Herr Freiburghaus, Wasserstoff Autos verbrauchen ungefähr doppelte soviel elektrische Energie wie ein Elektroauto. Die Vorteile eines H2-Autos liegen wo anders ;)
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    4. Antwort von Daniel Schmidlin (Queren life)
      @Sevi, BMW hat kein adäquates Benzin-Fahrzeug. Der i3 ist eine Spezialentwicklung. Man kann deshalb nur eine Fahrwertbetrachtung machen und da liege ich mit dem 208 von Peugeut sicher nicht schlecht.
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