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Uhrenindustrie verlässt Economiesuisse
Aus Tagesschau vom 28.02.2013.
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Wirtschaft Uhrmacher kehren Economiesuisse den Rücken

Der Dachverband der Schweizer Wirtschaft verliert den Verband der Schweizer Uhrenindustrie als Mitglied. Grund sind Meinungsverschiedenheiten bei der «Swissness»-Vorlage. Die Uhrmacher wollen, dass für «Swiss Made»-Produkte mindestens ein Wertanteil von 60 Prozent aus der Schweiz stammen muss.

Der Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie FH will auf Ende Jahr aus dem Wirtschaftsdachverband Economiesuisse austreten. Der Vorstand ist mit den Leistungen und der Position von Economiesuisse im «Swissness»-Dossier nicht zufrieden.

Dabei geht es um den Schutz des Labels «Swiss Made». Der Bundesrat will, dass dafür bei allen industriellen Produkten mindestens ein Wertanteil von 60 Prozent aus der Schweiz stammt. Dies unterstützt der FH. Doch Economiesuisse, welche die Interessen einer grossen Zahl unterschiedlichster Unternehmen vertritt, ist gegen eine allgemeingültige Regel für die Industrie.

Damit blockiere der Wirtschaftsdachverband nicht nur die Stärkung des «Swiss Made»-Labels, sondern schwäche es sogar, schreibt der FH. Deren Präsident Jean-Daniel Pasche betont gegenüber SRF, der Schutz des Labels «Swiss Made» sei für die Uhrenindustrie ein zentrales Thema. «Wir zählen auf ein besseres Label 'Swiss Made'», so Pasche weiter. Deshalb unterstütze der Uhrenverband die bundesrätliche Lösung.

Je nach Branche unterschiedliche Vorgaben?

Economiesuisse seinerseits betont in einer Stellungnahme, man habe sich bei der Swissness-Vorlage stets für einen Schutz mittels branchenspezifischen Lösungen und insbesondere für 60 Prozent speziell für die Uhrenindustrie eingesetzt. Eine bestimmte branchenspezifische Lösung dürfe aber den anderen Branchen nicht aufgezwungen werden.

Ein Uhrmacher arbeitet an einem Uhrwerk.
Legende: Der Verband der Schweizer Uhrmacher steht hinter der «Swissness»-Vorlage des Bundesrats. Keystone

Dazu sagt FH-Präsident Pasche, sein Verband habe von Anfang an den Bundesrats-Vorschlag unterstützt. Die Kompromisslösung von Economiesuisse bezüglich der Uhrenindustrie sei zu spät gekommen: «Das hat Unruhe geweckt und Missverständnisse verursacht.» Deswegen bleibe der FH bei seiner klaren Position.

Der Wirtschaftsdachverband betont in seiner Mitteilung, es würden nun Gespräche mit dem FH geführt über die künftige Art und Weise der Zusammenarbeit. Denn schliesslich würden die übrigen Aktivitäten von Economiesuisse vom FH nicht in Frage gestellt.

«Swiss Made»

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Die Swissness-Vorlage ist auch auf politischer Ebene umstritten. Der Nationalrat will die Regeln für Lebensmittel lockern, der Ständerat jene für
Industrieerzeugnisse. Umstritten ist für letztere, ob für «Swiss Made» 60 Prozent der Herstellungskosten in der Schweiz anfallen müssen oder 50.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Armin Bühler , Chur
    Die Economiesuisse vertritt in erster Linie die Interessen ihrer grössten Geldgeber: Grossbanken, Stromkonzerne, Grosskonzernboni-Bezüger, Medikamentenverkäufer, Autoimporteure, ausländische Steuerhinterzieher und nicht die generellen Interessen der Schweizer Volkswirtschaft und des Werkplatzes Schweiz.
  • Kommentar von Lukas Meienhofer , St.Gallen
    BRAVO!!!!!!!!!!!!!!!
    1. Antwort von Frodo Beutler , Auenland
      Bin ganz ihrer Meinung!!
  • Kommentar von Sepp Kaeser , Hallau
    Das ist ja wohl das absolute Minimum 60 Prozent für unsere Arbeit. Ich wäre sogar für einen Höheren Anteil.
    Die Drohungen von Wegzug aus der Schweiz sind doch alles nur leere Drohungen. Es ist zu gut wie sich die Schweizer Arbeiter mit ihrer Arbeit identifizieren.