Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Inhalt

Umstrittene Äusserung Ruag zieht Südamerika-Manager nach Lob über Bolsonaro ab

  • Der bundeseigene Rüstungskonzern Ruag hat laut Medienberichten seinen für das Munitionsgeschäft in Lateinamerika verantwortlichen Manager in die Schweiz zurückberufen.
  • Grund ist ein Lob des Mannes für Brasiliens rechtspopulistischen Staatschef Jair Bolsonaro.

Der «Blick» und die «Tamedia»-Zeitungen berichteten unter Berufung auf eine Ruag-Sprecherin, dass dem Manager die Verantwortung für das Lateinamerika-Geschäft per sofort entzogen worden sei. Er solle künftig vorwiegend für Europa tätig sein.

Der hochrangige Firmenvertreter hatte sich laut Recherchen des «SonntagsBlicks» anlässlich einer Waffenmesse in Rio de Janeiro positiv zur Politik des umstrittenen Staatschefs geäussert. Die Ruag distanzierte sich daraufhin von den privaten Aussagen des Mitarbeiters, die nicht die Haltung des Managements widerspiegelten und nicht gebilligt worden seien. Ruag beziehe zu politischen Prozessen grundsätzlich keine Stellung, wird die Firmensprecherin zitiert.

Der Ex-Militär Bolosonaro ist seit Anfang Jahr Präsident des grössten südamerikanischen Landes. Er hatte im Wahlkampf versprochen, entschlossen gegen Kriminelle vorzugehen und die Sicherheitslage in Brasilien zu verbessern. Per Dekret lockerte er im Januar die Regeln zum Waffenbesitz, um das «Recht auf Notwehr» zu gewährleisten. Die Lockerung könnte nach Meinung von Kritikern aber auch dazu führen, Gewaltverbrechen im Land weiter anzuheizen.

Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

8 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Peter Amthauer  (Peter.A)
    Ja, öffentlich sagen darf er sowas nicht. Das gehört nicht zur Aussendarstellung eines Konzerns, der Waffen herstellt.
    MfG
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Haller Hans  (H.Haller)
    Heute ist die Gesinnung von entscheidender Bedeutung. Wir haben nicht mehr einen eigentlichen Rassismus, sondern eine besondere Gesinnungsdiktatur. Falsches Denken kann also dereinst auch zur Ausgrenzung, Diffamierung und alsbald auch als einen politischen Entsorgungsgrund heran gezogen werden. - Ich frage mich nur noch, was hat sich eigentlich wirklich verändert und wann werden da die entsprechenden Institutionen wieder eingeführt. - Viel hat sich leider nicht verändert in dem Bereich.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von M. Jaeger  (jegerlein)
    Jetzt darf also ein demokratisch gewählter Präsident nicht mal mehr gelobt werden sobald es unseren Moralaposteln nicht passt. Also vorsichtshalber immer zuerst Blick und Sonntagszeitung fragen bevor geredet wird...
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Mattia Serena  (Mattia Jonathan)
      Es geht darum, dass er dies im Namen seiner Firma tat, die sich scheinbar grundsätzlich nicht politisch äussert. Somit bestimmt hier weder eine Zeitung noch sonst ein Apostel, sondern einzig sein Arbeitgeber. Sie dürfen also weiterhin diesen homophoben Waffennarren loben, wenn Sie möchten.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von antigone kunz  (antigonekunz)
      'Demokratisch gewählt' bei einem Demos ohne Kratos, tricky. Wahlen als Garanten für Demokratie zu halten ist wohl einer der grossen Fehler so mancher noch einigermassen funktionierenden Demokratien. Damit Wahlen demokratische Wahlen sind, setzt es starke substanzielle Demokratie, eine rigorose Gewaltenteilung und ein wirklich souveränes politisches Volk voraus .... Kein Staat, der sich heute 'demokratisch' nennt erfüllt diese Bedingungen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen