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Sportveranstalter vor ungewisser Zukunft
Aus Rendez-vous vom 30.04.2020.
abspielen. Laufzeit 03:32 Minuten.
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Ungewisse Zukunft Wie verkraften die Tour de Suisse oder das Lauberhorn das Virus?

Trotz Millionen-Umsatz verfügt kaum einer der grossen Schweizer Sportevents über eine Pandemie-Versicherung.

Die Tour de Suisse: abgesagt. Das Beachvolleyball Turnier in Gstaad: abgesagt. Die Swiss Indoors in Basel: fraglich. Auch die Austragung des Spengler Cups in Davos oder die Durchführung des Lauberhornrennens in Wengen sind höchst ungewiss.

Enorme Versicherungsprämien

All diese Veranstaltungen verfügen nicht über eine Pandemie-Versicherung. Obwohl die 20 grössten Schweizer Sportanlässe insgesamt jährlich über 200 Millionen Franken Umsatz generieren.

Aus Kostengründen, sagt der Präsident von Swiss Top Sport, der Vereinigung der Schweizer Grossanlässe im Sport, Ruedi Kunz: «Die Versicherungsprämien sind so immens, dass die Veranstalter sie oft gar nicht bezahlen können und diesen Posten oft streichen.»

Mehrere 100'000 Franken pro Jahr würde eine Pandemie-Versicherung beispielsweise die Tour de Suisse kosten, sagt Co-Geschäftsführer Olivier Senn. Auch darum habe man vor sechs Jahren bei der Vertragsunterzeichnung darauf verzichtet. Jetzt aber koste die Absage den Veranstalter sehr viel Geld: «Sie reisst ein Loch von mehreren 100'000 Franken in unsere Kasse.»

Breite Risikoabfederung

Eine Versicherung hätte sich nun ausbezahlt. Aber nicht nur eine Versicherung, sagt Senn: «Es gibt verschiedene Möglichkeiten, mit dem Risiko umzugehen. Die Versicherung ist eine davon. Andere sind vertragliche Regelungen mit Sponsoren, Dienstleistern oder den Betroffenen. Allenfalls kann man auch so gewisse Risiken abfedern.»

So sind die Sponsoren verpflichtet, bei einer Absage trotzdem einen Teilbeitrag zu leisten. Allerdings habe man nicht auf die vertraglichen Verpflichtungen gepocht, sondern eine gemeinsame Lösung gesucht. Diese Zuwendungen der Partner würden aber nur kurzfristig helfen, sagt der Co-Geschäftsführer. Die Tour de Suisse müsse abklären, ob sie dann für nächstes Jahr finanzielle Hilfe vom Bund brauche.

Adelboden ist versichert

Zwei Veranstalter, die Ski Weltcuprennen in Adelboden und das Leichtathletik Meeting in Zürich, haben eine Eventausfall-Versicherung. In Adelboden ist Pandemie bei der Rennausfallversicherung nicht ausgeschlossen.

In Zürich wird die Situation erst noch im Detail analysiert. Nach einer möglichen Absage sei zu klären, welche Leistungen die Versicherung wirklich übernehme, sagt Meeting-Direktor Andreas Hediger.

Nicht sicher, ob jeder grosse Sport-Event überlebt

Die Sportveranstalter seien mit oder ohne Versicherung in Corona-Zeiten gefordert, sagt Swiss-Top-Sport-Präsident Kunz. «So oder so wird es hart. Wir hoffen aber, dass jeder Event überleben kann und der Sport wieder so laufen wird wie vorher.»

Die Veranstalter sind sich bewusst, dass sie einen langen Atem brauchen. Bis Veranstaltungen mit Publikum wieder stattfinden können, wird es noch sehr lange dauern. Bis mindestens Ende August bleiben Events mit über 1000 Personen verboten.

Coiffeure, Kosmetik-und Massagesalonsambulante BehandlungenSpitäler, Arztpraxen, PhysiotherapieBeerdigungenim grösserenKreisSeit 27. April wieder geöffnet oder erlaubtGartenbedarf, Blumenläden &BaumärkteQuelle: Ausstiegsfahrplan des Bundesrats Das Abstandhalten und die Hygienemassnahmen müssen nach wie vor eingehalten werden. Alle Betriebe brauchen ein Schutzkonzept.Quelle: Bundesrat, 29.04.20Noch unklarVerbot vonGrossveranstaltungen mit unter 1000 PersonenBis Ende AugustVerbot vonGrossveranstaltungen mit mehr als 1000 Personenobligatorische Schulen (Kantone entscheiden)kompletterDetailhandelAb 11. Mai wieder geöffnet oder erlaubtGastronomiefür 4er-GruppenöffentlicherVerkehrSporttrainings imBreiten- und LeistungssportReisebürosschrittweiseLockerung derEinreisebeschränkungAb 8. Juni wieder geöffnet oder erlaubtweitere Schulen,AusbildungsstättenMuseen, BibliothekenZoos, botanische Gärten, SchwimmbäderTheater, Kinos,GottesdiensteBergbahnenTreffen von mehr als 5 PersonenGeisterspiele in denProfiligen(def. Entscheid am 27.5.)

Rendez-vous vom 30.4.2020

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15 Kommentare

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  • Kommentar von Maria Kaiser  (Klarsicht)
    Dieses Virusgeschenk aus China hat doch die Welt kräftig aus den Angeln geschüttelt, plötzlich wird der Westliche Luxus sichtbar : Brot und Spiele gehen zu Ende , kaum noch Leute beim Sport und im Verkehr, keine Verletzten mehr, keine Rabautzen in den Eisenbahnen, reinstes Vogelgezwitscher Ruhe wohin man geht. Was wollen wir denn mehr , läuft ja alles wie vor 1000 Jahren. Ich erhole mich gerade vom Ruhestress -es darf gelacht werden, trotz und gerade wegen der absurden Virus-Schockstarre.
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  • Kommentar von Petra Maarsen  (Petra03)
    Es wird da jeweils etwas verwechselt: die Tour de Suisse oder das Lauberhorn (und Co) müssen nicht das Virus verkraften, sondern die Massnahmen, die verhängt werden..
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  • Kommentar von Christoph Schurter  (Ehcb1986)
    Ich finde der sport muss auch überleben denn es bereitet vielen Leuten freude und Leidenschaft. Und es hatt auch viele arbeitsplätze im sport. Und damit meine ich nicht nur die Atleten.
    Für viele sportfans ist das ein hobby und wenn mann sieht wie die Anlässe das publikum anzieht hoffe ich dass es bald weitergehen kann.
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