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Legende: Audio Keine leichte Aufgabe für Meyers Nachfolgerin oder Nachfolger abspielen. Laufzeit 02:03 Minuten.
Aus HeuteMorgen vom 05.09.2019.
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Wechsel an der SBB-Spitze Diese Baustellen warten auf Meyers Nachfolger

Verspätungen, Lokführermangel, altes Rollmaterial und klemmende Türen sind nicht die einzigen Probleme des Unternehmens.

Infrastruktur am Limit: Der Unterhalt der Bahninfrastruktur sei lange Zeit vernachlässigt worden, sagt Matthias Finger. Er ist Professor für Netzwerkindustrien an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL). Die Schuld daran gibt er aber nicht dem abtretenden SBB-Chef Andreas Meyer: «Das geht noch auf die Zeit vor ihm zurück.»

Der Nachfolger soll eine starke Bahn machen; er soll der Systemleader des Ganzen sein.
Autor: Matthias FingerProfessor EPFL

Infrastrukturen seien langfristige Investitionen. Hinzu kämen die steigenden Passagierzahlen. Das seien riesige Herausforderungen, die sich nicht von heute auf morgen lösen lassen. Dem oder der Neuen an der SBB-Spitze solle man darum das Gleiche ins Pflichtenheft schreiben wie Meyer: «Er soll eine starke Bahn machen; er soll der Systemleader des Ganzen sein.»

Anforderungen an die Mobilität: Im Verkehr der Zukunft müssen die Mobilität auf der Schiene und auf der Strasse noch viel stärker miteinander vernetzt werden. Davon ist Finger überzeugt: «Wir sprechen insbesondere von der Integration von städtischem Verkehr in die SBB.» Das Gleiche gelte für SBB-Cargo: Strassenlogistik und Eisenbahn müssten noch besser aufeinander abgestimmt werden. Für diese Vernetzung brauche es die SBB als Rückgrat des gesamten Schweizer Verkehrssystems. Denn: «Wir haben keine andere Wahl, als auf die Bahn zu setzen, um das Gros der Mobilität zu bewältigen.»

Politische Herausforderungen: Es gebe Leute, die mehr Wettbewerb auf der Schiene wünschen. Andere wiederum möchten die ganze SBB aufsplitten. «Und es gibt die Strassenlobby, die auch ihre Anliegen hat», gibt Finger zu bedenken. Seine Vision ist es, dass der regionale Verkehr, der Stadtverkehr und der Strassenverkehr in die SBB integriert werden. «Doch von alleine wird die SBB nicht den Lead bekommen, man muss ihr irgendwie die Möglichkeit geben, dieses Rückgrat des Systems zu sein.» Hier sei letztlich die Politik gefordert.

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15 Kommentare

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  • Kommentar von Olaf Schulenburg  (freier Schweizer)
    Ich würde dem keinesfalls Baustellen sagen. Es sind viel mehr gewaltige Herausforderungen. Die grösste wird sicher die sein, die SBB zusammen zu halten. Zu viele Kräfte aus Wirtschaft und rechter Politik wollen sie gerne aufsplittern um Gewinne ab zu sahnen. Gleiches ist passiert in GB und D, die katastrophalen Folgen erlebt man heute täglich und stündlich. Und mit dem Nachgeben in der BLS Sache hat die Regierung gezeigt, dass ihr die Gefahren der SBB Zerstörung nicht bewusst sind.
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  • Kommentar von Urs Heim  (Ursus)
    Die Frage aller Fragen heißt doch : WIRD ES EINE FRAU? Wer die Führung übernehmen wird hat eine äußerst anspruchsvolle Aufgabe vor sich und das ganze für weniger Gage als der abtretende CEO.
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    1. Antwort von Rolf Bolliger  (jolanda)
      Nein, Herr Heim, ganz sicher ist es nicht die Frage aller Fragen: "Wird es eine Frau?", sondern: Finden die Verantwortlichen den (oder die) "am besten geeignete Person, um dieses, mit fast 30000 Mitarbeiter(innen), betriebene Bahnunternehmen SBB als CEO in eine gute Zukunft zu bringen!
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    2. Antwort von Olaf Schulenburg  (freier Schweizer)
      @Heim: So ein Unsinn. Es geht um das Überleben des letzten, grossen Schweizer Symbols. Es geht schlicht um das Überleben der SBB mit ihrem hervorragenden Service Public. Ein Fehlentscheid, ein bisschen Unsicherheit und die Schweizerischen Bundesbahnen sind Geschichte. Die Horde der Geldgierigen lauert an allen Ecken. Hier muss mal gesagt werden, das Herr Meyer eine wunderbare Arbeit für die SBB und das Land geleistet hat. Meinerseits ein grosses Dankeschön an ihn.
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  • Kommentar von Fritz Rueegsegger  (Matterhorn+234)
    Es ist interessant, wer sich alles anmasst, eine Leistungsbeurteilung von A. Meyer zu machen. Er hat vieles richtig gemacht, sicher einiges nicht, aber im nachhinein ist man immer schlauer. Ein Unternehmen wie die SBB ist immer gefangen zwischen service public, Leistungsausbau und kommerziellem Erfolg. Aus meiner Sicht der grösste Misserfolg war die Beschaffung der neuen Züge von Bombardier mit jahrelanger Verzögerung. Vieles hat Hr. Meyer richtig gemacht.
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    1. Antwort von Heiner Zumbrunn  (Heiner Zumbrunn)
      Vieles hat Herr Meyer richtig gemacht. OK, die grossen Strategien von Herrn Meyer haben samt und sonders nicht geklappt. Die Grundlage des Fehlers: Herr Meyer wollte eine Art Staatsbahn. Dabei hat er eine Mischung von Vorortszug und Strassenbahn mit Schnellstrecken zu bewältigen. Alles bereits erfunden. Auch von Stadler, wenn man heimisches Schaffen ehren will. Hochgeschwindigkeitszug-Vorortszüge sind nichts Neues unter der Sonne.
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    2. Antwort von Stefan Meier  (Nepp)
      Sehen wir Mitarbeiter anders, aber schon gut!
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