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Ein Konjunkturprogramm für die chinesische Wirtschaft
Aus HeuteMorgen vom 03.02.2020.
abspielen. Laufzeit 01:39 Minuten.
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Wegen Corona-Virus Chinas Zentralbank mit gewaltiger Finanzspritze

Das Corona-Virus beeinflusst auch den Gang der Börse. Was bringt ein riesiges Konjunkturprogramm?

Umgerechnet etwa 174 Milliarden Dollar will die chinesische Zentralbank in die Wirtschaft pumpen. Alleine die Ankündigung soll die Märkte schon beruhigen. Das Geld will die Notenbank über sogenannte umgekehrte Repo-Geschäfte zur Verfügung stellen.

Das bedeutet, dass sie den Banken Wertpapiere abkauft. Das Geld, das diese dafür erhalten, sollen sie möglichst schnell in Form von günstigen Krediten an die Unternehmen weiterreichen. Sie sollen investieren. Damit soll die Delle abgeschwächt werden, die nun entsteht, weil die Menschen weniger konsumieren und beispielsweise auch weniger Touristen ins Land reisen.

Chinas Wirtschaft wächst sowieso weniger

Der Einbruch durch das Corona-Virus kommt für China zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Die Wachstumsraten schrumpfen seit Jahren und sind inzwischen so tief wie seit 30 Jahren nicht mehr. Dagegen hat sich China bereits vor etwa 12 Jahren etwa mit einem Konjunkturprogramm in der Höhe von etwa 600 Milliarden gestemmt, mit Massnahmen und Steuererleichterungen.

Was bringt ein Konjunkturprogramm in China?
Legende: Was bringt ein Konjunkturprogramm in China? Reuters

Ökonomen sind allerdings skeptisch, wie viel diese astronomisch hohe Summe der Wirtschaft gebracht hat. Unklar ist darum auch, was das neue, ebenfalls grosse Paket zum jetzigen Zeitpunkt bewirken kann.

China kritisiert andere Länder

China wirft einigen Ländern vor, im Zusammenhang
mit dem Corona-Virus überzureagieren. Das gelte vor allem für die USA, erklärt das Aussenministerium in Peking. Die Regierung in Washington habe China keine substantielle Hilfe angeboten, sondern vielmehr ununterbrochen Panik verbreitet. China hoffe, dass die Länder vernünftig, besonnen und auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse reagierten.

SRF 4 News, 03.02.2020, Heute Morgen, 07:00

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Karl Kirchhoff  (Charly)
    Die Regierung in Washington, reibt sich doch heimlich die Hände. Von denen kommt bestimmt keine Hilfe!
  • Kommentar von Andreas Müller  (Hugh Everett)
    Egal was China tut oder nicht tut, es ist sowieso nie gut.
  • Kommentar von Alexander Weljaminoff  (AndererMeinung)
    China kann noch froh sein, wenn das Maximum der Infizierten diesen Monat erreicht wird, und nicht noch später. In der Zwischenzeit ist ja auch klar geworden, dass die Provinzregierung von Wuhan eine grosse Mitschuld an der frühen Verbreitung des Virus trägt. Lokalen Ärzten die schon früh von einer Mensch zu Mensch Übertragung des Virus berichteten, wurde verboten, "falsche Gerüchte" zu verbreiten.