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Lyria springt in die Bresche
Aus HeuteMorgen vom 18.12.2019.
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Wegen Streik in Frankreich TGV Lyria verdoppelt die Passagierkapazität

  • Die französischen Gewerkschaften wollen ihre Streiks über Weihnachten fortsetzen. Das beeinträchtigt unter anderem den Bahnverkehr.
  • Die französisch-schweizerische Zuggesellschaft TGV Lyria springt in die Bresche und verdoppelt nun ihre Kapazitäten ab der Schweiz.

TGV Lyria garantiert vom 20. bis 22. Dezember täglich sieben Verbindungen von Basel, Genf und Lausanne nach Paris und wieder zurück. In diesem Zeitraum werden doppelt so lange Züge eingesetzt, sodass in jede Richtung täglich 7000 Passagiere transportiert werden können, wie TGV Lyria schreibt.

Das sind gute Nachrichten für Reisende, die bereits ein Billett für einen Zug gekauft haben, der ausfällt. Denn sie können ihr Billett nun umtauschen. Morgen Donnerstag will die Zuggesellschaft weitere Verbindungen bekannt geben, die ab dem 23. Dezember garantiert verkehren werden.

Neuen Verhandlungsleiter gefunden

Gestern Abend wurde bekannt, dass die Gewerkschaften in Frankreich ihre Proteste gegen die Rentenreform der Regierung auch über Weihnachten hinweg fortsetzen wollen – sofern die Regierung nicht einlenkt. Die Reform sieht eine Erhöhung des Rentenalters in Frankreich von 62 auf 64 Jahre vor.

Laurent Pietraszewski
Legende: Laurent Pietraszewski solls richten und sich mit den Gewerkschaftern an einen Tisch setzen. Reuters

Inzwischen kämpfen erstmals in Frankreich alle grossen Gewerkschaften gemeinsam gegen die Rentenreform. Heute sollen neue Verhandlungen zwischen Gewerkschaften und Regierung stattfinden. Für den am Montag zurückgetretenen Hochkommissar für die Rentenreform hat Präsident Emmanuel Macron bereits einen Nachfolger gefunden: Der Abgeordnete Laurent Pietraszewski soll die verhärteten Fronten wieder aufweichen.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von antigone kunz  (antigonekunz)
    Es geht um etwas mehr als die Frage des Rentenalters. Es geht darum, dass diese Rente die kommenden Generationen massenweise in die Altersarmut treiben würde. UND nur wer vermag, sich mit Renten-Fonds das Alter absichern könnte. UND auch, dass 80% der Frauen, die erforderten Arbeitsjahre, um eine Minimalrente von 1000€ zu erhalten nicht erreichen werden. Oder wie es François Fillon mal gesagt hat, die Renten zu kürzen und die Leute länger arbeiten zu lassen.
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  • Kommentar von Max Wyss  (Pdfguru)
    Die Frage ist, ob die Lyria-Züge wirklich verkehren können; wenn die Angestellten in den Betriebsleitzentralen streiken, fahren keine Züge. Und es sind immer noch CGT, etc.-Lokomotivführer, die die Lyria-Züge fahren.
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  • Kommentar von Alex Moser  (AM)
    Tja, ihr lieben Franzosen - auch ihr werdet immer älter, bleibt länger gesund.

    Dass irgendwann die Jungen die Alten nicht mehr finanzieren können und ihr darum um eine Erhöhung des Rentenalters nicht herumkommt, sollte auch euch klar werden. Zumal mit GB schon bald ein grosser Geldgeber der EU fehlen wird, und irgendwann wird auch D die Kraft und das Geld ausgehen...
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    1. Antwort von W. Pip  (W. Pip)
      Als ob das Umlageverfahren das einzig mögliche Rentenfinanzierungsmodell wäre. Auch frankreich hat, wie so viele änder in Europa, ein Steuergerechtigkeitsproblem. Würde man die allergrössten Einkommen/Vermögen und Konzerne anständig und fair besteuern und gleichzeitig Schlupflöcher stopfen, wäre das Rententhema gar keines!
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    2. Antwort von Max Wyss  (Pdfguru)
      Und was hat das Rentenalter mit der EU zu tun???

      Ach ja, auf die EU losdreschen ist ja immer so lustig…
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    3. Antwort von antigone kunz  (antigonekunz)
      @moser: Mir scheint, die allgegenwärtige Hähme gegenüber den Franzosen schon eigenartig. Die Rentenfrage ist auch aktuell für die Jungen, denn geht es ihren Eltern, ihren Grosseltern anständig haben auch sie etwas schon heute davon. Die Ausbeutung der Jungen findet auf dem neoliberal organisierten, sogenannten Arbeitsmarkt statt. Wir, die sich wie ich zu den gewöhnlichne Leuten zählen, sollten aufhören das Spielchen derer zu spielen, die überall ihre Spaltpilze säen wollen.
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    4. Antwort von Toni Koller  (Tonik)
      Französische Rentengelder stammen nicht von der EU. Das Ganze hat mit dem Brexit also nichts zu tun.
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