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Legende: Video Raiffeisen-Chef Heinz Huber: «2019 ist ein Übergangsjahr» abspielen. Laufzeit 03:02 Minuten.
Aus Tagesschau vom 21.08.2019.
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Weniger Gewinn im 1. Halbjahr Raiffeisen auf der Suche nach sich selbst

Die Raiffeisen-Gruppe hat im ersten Halbjahr deutlich weniger verdient. Die neue Leitung der Bank erklärt dies mit den Kosten für die laufende Neuausrichtung. Wohin die Reise genau geht, muss die Genossenschaftsbank allerdings erst noch klären.

Bis die drittgrösste Schweizer Bank in frischem Glanz erstrahlen könnte, bleibt viel zu tun. Noch machen Altlasten aus der Ära des früheren Raiffeisen-Lenkers Pierin Vincenz der Genossenschaftsbank zu schaffen.

Zentrale Frage bleibt ungeklärt

Die Bankengruppe präsentiert sich heute zwar schon deutlich schlanker und entschlackter: So ist die Privatbanken-Tochter Notenstein La Roche seit gut einem Jahr verkauft. Auch hat Raiffeisen inzwischen etliche andere Firmenbeteiligungen abgestossen, die aus Pierin Vincenz’ aggressiver Expansionsstrategie stammten.

Doch eine zentrale Frage bleibt ungeklärt: Wie will Raiffeisen künftig weiterwachsen und erfolgreich sein, ohne allzu stark vom Hypothekarkreditgeschäft abhängig zu sein?

Im ersten Halbjahr haben die Ausleihungen für die Wohnbaufinanzierung nochmals etwas zugenommen – um 1,5 Prozent. Damit behauptet sich Raiffeisen als bedeutendster Immobilienkreditgeber auf dem Schweizer Markt. Aber genau dies ist auch ein Teil des Problems: Denn die Bank möchte ihre Aktivitäten primär in anderen Sparten ausweiten und so ein Gegengewicht schaffen zum «Klumpenrisiko» Hypothekarkredit.

Mehr als nur Eigenheim-Finanzierung

Hinsichtlich dieser Neuausrichtung – etwa durch nennenswerte Erfolge in der Vermögensverwaltung – hat die neue Führung bis jetzt wenig vorzuweisen. Immerhin sind Raiffeisen im ersten Semester knapp 5 Milliarden Franken neue Kundengelder zugeflossen.

Das ist zumindest ein Zeichen dafür, dass die Bank mehr beherrscht als nur die Eigenheim-Finanzierung, die bis dato der weitaus wichtigste Ertragspfeiler ist.

Jan Baumann

Jan Baumann

Wirtschaftsredaktor, SRF

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Jan Baumann ist seit 2013 Wirtschaftsredaktor bei SRF. Davor arbeitete er während rund zehn Jahren als Redaktor für die Zeitung «Finanz und Wirtschaft», unter anderem als USA-Korrespondent.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Zurbuchen  (drpesche)
    Und warum genau muss die Raiffeisen "künftig weiterwachsen"? Eigentlich sollte es doch einmal genug sein, wenn man ja jedes Jahr Gewinn macht.
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  • Kommentar von Samuel Müller  (Samuel Müller)
    Wer (geschäftlich) gross wird, wird oft träge und überheblich. Gutes Beispiel: Die Raiffeisenbank.
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  • Kommentar von Andy Schmid  (andy)
    Die Raiffeisen hat längst ein zusätzliches Geschäftsmodell - ich nenne es pauschalen Diebstahl. Als jahrzehnte langer Kunde (nicht der Kleinste), Genossenschafter (seinerzeit beworben mit alles gratis), aber eben auch Auslandschweizer belastet mich respektiv stiehlt mir Raiffeisen jährlich satte CHF 480.-- Begründet mit besonderen Aufwendungen+Ueberwachung eines Kontos praktisch ohne Transaktionen + als Pauschale erhoben statt Ausweisen des Aufwands. Diebstahl eben - einfaches Modell.
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