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Kupferpreis: Erholt sich die Weltwirtschaft?
Aus HeuteMorgen vom 16.02.2021.
abspielen. Laufzeit 01:37 Minuten.
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Wirtschaft in der Coronakrise Gutes Zeichen: Kupfer ist so teuer wie lange nicht mehr

  • Der Preis für Kupfer ist an den Börsen zurzeit so hoch wie seit 2012 nicht mehr.
  • Kupfer gilt als Gradmesser für die Wirtschaft, jedenfalls in normalen Zeiten.

Gut 8400 Dollar pro Tonne kostete Kupfer das letzte Mal vor achteinhalb Jahren. Wenn Kupfer teurer wird, ist das in der Regel ein Indiz dafür, dass sich die Weltwirtschaft bald erholt. Denn Kupfer wird weltweit in der Industrie sehr breit eingesetzt; als Stromleiter, zum Beispiel in Drähten, oder auf Leiterplatten in fast jedem elektronischen Gerät.

Aber auch andere Metalle sind deutlich teurer geworden. Etwa Platin, das in Autokatalysatoren eingesetzt wird, kostet momentan so viel wie seit sechs Jahren nicht mehr.

Erholt sich die Weltwirtschaft?

Hinter dem Preisanstieg bei Rohstoffen steckt laut Börsenbeobachtern die Hoffnung, dass die Weltwirtschaft bald wieder anziehen dürfte, da immer mehr Menschen weltweit gegen das Coronavirus geimpft werden.

Allerdings könnte die Rolle des Kupferpreises als Konjunkturbarometer dieses Mal etwas verzerrt sein. Wegen der Pandemie mussten viele Kupferminen ihren Betrieb drosseln. Das hat zu einem Engpass beim Angebot geführt und den Preis angekurbelt.

Eine weitere Rolle spielt der US-Dollar: Wenn der schwächelt, steigt fast automatisch der Preis der Rohstoffe, die in Dollar gehandelt werden. Ob die Wirtschaft tatsächlich aus ihrem Corona-Koller findet, werden die nächsten Konjunkturdaten zeigen.

Heute Morgen vom 16.02.2021

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Norbert Zeiner  (ZeN)
    Wieso wird was "teurer": entweder Verknappung des Angebots, oder das Geld verliert seinen Wert. Erstes Semester Wirtschaftstheorie. Aktuelle Situation: durch Pandemie-Lockdowns ist wirtschaftliche Leistung aus dem Tritt gebracht worden. Einkommen brechen deswegen ein, um das zu Kaschieren, wird mehr Geld gedruckt, um den Eindruck zu erwecken, Wert sei genau gleich da. Simpler Hausverstand beantwortet Frage, ob Erstes oder Zweites vorherrscht.
    1. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Norbert Zeiner: Im zweiten Semester lernen die Studierenden dann, dass auch die Zunahme der Nachfrage eine Preissteigerung bewirken kann. Bei typischen Gütern steigt die Nachfrage üblicherweise, wenn die Wirtschaft boomt.
  • Kommentar von Richard Limahcer  (Limi)
    Schlechtes Zeichen: Erste Auswirkung der Geldschwemme.
  • Kommentar von Andreas Würtz  (Andhrass)
    Schön wäre, wenn es teurer wird, weil es endlich umwelt- und sozialverträglich angebaut wird...
    1. Antwort von Mike Steiner  (M. Steiner)
      Sprechen Sie auch von Lithium für Auto- und HAndybatterien...?
    2. Antwort von Thomas Hanhart  (Thomas63)
      Zumindest in Chile sind für die dortigen Kupfer- und Lithium-Minen in der Atacama-Region bereits strengere Vorschriften in Kraft getreten. Wasser, das beim Kupfer-Abbau übrigens in sehr viel grösseren Mengen benötigt wird, als beim Lithium Abbau für Batterien (was die E-Auto Gegner nicht zu stören scheint), darf nur noch über Meerentsalzungsanlagen bezogen werden. Es ist nicht so, dass Chile sich wie gewisse Ölförderländer einen Dreck um Umweltschutz schert, im Gegenteil.