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Seco rechnet mit 3.8 Prozent Arbeitslosigkeit
Aus HeuteMorgen vom 16.06.2020.
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Wirtschaftliche Entwicklung Prognosen – wozu?

In diesen Tagen präsentieren die Konjunkturforscher reihum ihre neusten Prognosen. Wozu eigentlich der ganze Aufwand? Die wichtigsten Fragen im Überblick.

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Aus dem Archiv: Düstere Konjunkturprognosen
Aus Tagesschau vom 23.04.2020.
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Wer erstellt Konjunkturprognosen?

Das sind ganz unterschiedliche Akteure. Im Zentrum stehen drei: Forschungsinstitute (z.B. die Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH Zürich), Behörden (z.B. das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) oder die Schweizerische Nationalbank (SNB) und Banken.

Mit welchen Informationen werden sie erstellt?

Die Konjunkturforschenden verwenden für ihre Prognosen unterschiedliche Modelle. Die füttern sie einerseits mit Daten aus der Vergangenheit: Das sind etwa Zahlen zu Importen und Exporten, Bauinvestitionen, Autoverkäufen oder zum Detailhandel. Andererseits greifen die Forschenden aber auch auf vorausschauende Indikatoren zurück: Das sind beispielsweise Umfragen bei Unternehmen zu Bestellungseingängen, Verkäufen und Stornierungen. Oder Angaben von Einkaufsmanagern, die nahe an den Produktionsprozessen sind.

Hat die Coronakrise die Prognosen verändert?

Der Wirtschaftseinbruch im Zug der Coronakrise erfolgte aussergewöhnlich rasch und breitflächig. Um dennoch möglichst rasch ein Bild vom aktuellen Zustand der Volkswirtschaft zu bekommen, haben die Ökonomen begonnen, neue Datenquellen zu erschliessen: Das sind etwa Angaben zu Umsätzen mit Kreditkarten, zur Mobilität oder zum Stromverbrauch. Sie ermöglichen Rückschlüsse darauf, wie viel die Bevölkerung noch konsumiert oder ob Fabriken noch mit voller Kraft produzieren.

Diese Daten liegen deutlich schneller vor als viele der herkömmlichen Statistiken. Wie stark etwa die Schweizer Wirtschaft im ersten Quartal Januar-März effektiv gewachsen oder geschrumpft ist, wurde erst Anfang Juni bekannt.

Warum werden Konjunkturprognosen erstellt?

Die Motive variieren. Beispielsweise Bund und Nationalbank benötigen Konjunkturprognosen, um wirtschafts- oder geldpolitische Entscheide zu fällen. Banken hingegen verwenden Prognosen, um Anlageentscheide zu treffen und Firmenkunden zu beraten. Mittlerweile nutzen Banken und Forschungsinstitute ihre Prognosen aber auch ganz gezielt dazu, Aufmerksamkeit zu generieren und in den Medien auf sich aufmerksam zu machen.

HeuteMorgen, 16.6.2020, 08:00 Uhr

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Künzi  (Unbestimmt)
    Es stellt sich schon die Frage ob dieses Mal alles anders ist. Momentan haben nämlich all die Wilden Robin Hood Aktienkäufer die Nase vorne. Hertz 3 Milliarden Schulden Konkurs und gibt Aktien für 1 Milliarden raus die zuvor 1000 Prozent gestiegen sind. Dass das geht, Corona macht es möglich. Die 5 Fasen des Platzen einer Blase könnten auch jetzt stimmen. Vase 3 Euphorie, Vase 4 Gewinne einstreichen Vase 5 Panik. Sachwert sind gefragt. Da bleiben nur noch Gold, Immobilien und Aktien. Na ja.
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  • Kommentar von Ernst U. Haensler  (ErnstU)
    Die Konjunkturprognosen haben sogar mehr Wert als die Wetterprognosen sage ich als open air Marktfahrer.
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