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Historischer Wirtschaftseinbruch in der Schweiz
Aus Rendez-vous vom 16.06.2020.
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Folge der Coronakrise Seco erwartet weniger starken Wirtschaftseinbruch

  • Die Expertengruppe des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) schätzt, dass das reale Bruttoinlandprodukt (BIP) im laufenden Jahr um 6.2 Prozent schrumpfen wird.
  • Bei ihrer letzten Einschätzung im April war das Seco noch von einem Rückgang von 6.7 Prozent ausgegangen.

Die kurzfristigen Aussichten hätten sich aufgehellt, heisst es in einer Mitteilung des Seco. Denn dank der rapide gesunkenen Covid-19-Fallzahlen hätten die gesundheitspolitischen Massnahmen ab Ende April rascher gelockert werden können als bei der letzten Prognose angenommen.

Gleichwohl erwarten die Seco-Ökonomen im laufenden Jahr den stärksten Rückgang des BIP seit Jahrzehnten. Konkret habe es sich seit 1975 nicht mehr so schlecht entwickelt.

Langsames Wirtschaftswachstum

Und auch 2021 dürfte sich die Wirtschaft nur langsam erholen. Die Prognose lautet auf ein Wachstum von 5.3 Prozent und liegt damit leicht unter jener vom April mit +5.6 Prozent.

Denn einerseits sei die weltwirtschaftliche Lage immer noch unsicher, was bei den Exporten zu einem Rückgang um fast 9 Prozent führen dürfte. Dies habe andererseits auch zur Folge, dass viele Unternehmen weniger investierten.

Und schliesslich dürften auch die privaten Haushalte bei ihren Konsumausgaben zurückhaltend bleiben, sei es, weil sie wegen Kurzarbeit oder Stellenverlust weniger verdienten – oder weil sie generell vorsichtiger seien.

Unsicherheit wegen Pandemiegefahr

Bei dieser Prognose setzt das Seco voraus, dass es nicht zu einer zweiten Coronavirus-Welle kommt. Sollte aber eine solche eintreten, dann sei noch mit weit schwereren Folgen zu rechnen, etwa mit einer Welle von Konkursen und Entlassungen.

Anderseits könnte ein günstigerer Verlauf der Corona-Pandemie dazu führen, dass sich die Wirtschaft schneller erholt. Die weitere Entwicklung hänge somit entscheidend von der Entwicklung der Pandemie ab, so das Seco. Die Prognoseunsicherheit bleibe somit aussergewöhnlich hoch.

Höhere Arbeitslosenquote erwartet

Am Arbeitsmarkt wird die Krise ebenfalls deutliche Spuren hinterlassen, wobei auch hier die Prognose etwas optimistischer ausfällt:

Im Jahresdurchschnitt 2020 wird nun eine Arbeitslosenquote von 3.8 Prozent erwartet, bisher waren es 3.9 Prozent; 2021 dann unverändert 4.1 Prozent. Zum Vergleich: 2019 lag die Arbeitslosenquote im Jahresmittel bei 2.3 Prozent.

Video
Aus dem Archiv: Leichter Anstieg der Arbeitslosenzahlen im Mai
Aus Tagesschau vom 09.06.2020.
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SRF 4 News, 16.06.2020, 08:00 Uhr;

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Stefan Gisler  (Stefan Gisler)
    Vielleicht gut so dass sich die Spirale verlangdamt, endlich wegkommen von immer mehr Umsatz, Gewinn, Boni, etc. Ich hoffe der Mensch wird etwas vernünftiger. Warum immer neuste Kleider etc, nur damit wir die Umwelt belasten, arme Länder ausnehmen und sich Aktionäre und Besitzer im Gels suhlen können? NEIN, das braucht es nicht, zurück zur Vernuft, dann hört das Jammern auf diesem hohen Niveau in der Schwriz vielleicht mal auf, uns geht es zu gut, Not kennen wir nicht wirklich.
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  • Kommentar von Beat Reuteler  (br)
    Langsame Erholung? Die meisten Pessimisten hätten wohl nicht erwartet, dass wir Ende 2021 praktisch da stehen würden wo wir 2019 aufgehört haben.
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  • Kommentar von Mike Steiner  (M. Steiner)
    In Zeiten einer komplett überhitzten Wirtschaft und entsprechender Wirtschaftsdiktatur in allen Sachfragen ist die Zeit reif für eine deutliche Korrektur nach unten.
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    1. Antwort von Beat Reuteler  (br)
      Das würde Ihnen gerade so passen. Vermutlich haben Sie Ihre Schäfchen am Trockenen.
      Auf jeden Fall wollen die meisten Menschen leben: Essen trinken, schöne Kleider anziehen für auf die Arbeit, Spass haben in der Freizeit und ein bisschen Überfluss. Wenn jetzt nach dem heurigen Einbruch von über 6% im kommenden Jahr ein Aufschwung von über 5 % kommt, wie in der Prognose erwähnt, dann sind wir Ende 2021 ca. 1% im Minus gegen 2019. Diese Korrektur nach unten ist OK, ist aber nicht was Sie wollten
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