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Bio-Produkte sind in der Schweiz immer beliebter
Aus Rendez-vous vom 31.03.2021.
abspielen. Laufzeit 03:14 Minuten.
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Zahlen 2020 Im Corona-Jahr landete viel Bio auf dem Teller

Geschlossene Restaurants und Homeoffice: 2020 wurden 19 Prozent mehr Bio-Produkte verkauft als noch im Vorjahr.

Schweizerinnen und Schweizer haben letztes Jahr für 3.8 Milliarden Franken Bio-Produkte gekauft. Das sei aber nicht nur wegen der geschlossenen Grenzen, sagt Bio-Suisse-Präsident Urs Brändli: «Die Leute, die regelmässig Bio kaufen, haben viel mehr Bio eingekauft, weil sie sieben Tage die Woche selber gekocht haben und sich nicht auswärts verpflegt haben.» In den Restaurants kriege man leider immer noch eher selten Bio-Produkte vorgesetzt.

Der oberste Schweizer Bio-Bauer ist überzeugt, dass dieser Zuwachs auch nach der Pandemie anhält. Und das trotz höherer Preise. Die Konsumierenden hätten Verständnis dafür, dass zum Beispiel der Milchlastwagen grössere Strecken zurücklegen muss, um seinen Tank nur mit Biomilch zu füllen. Oder, dass mehr Aufwand und Kontrollen nötig seien für weniger Ertrag als bei der konventionellen Landwirtschaft.

Bessere Preise für Bio-Bauern

Die Bäuerinnen und Bauern profitierten von besseren Preisen, und dieses Plus hätten sie sich bisher trotz Preiskampf auch bei den Grossverteilern sichern können, frohlockt Brändli: «Wir haben es bis jetzt geschafft, dass wir diesen Druck von der Bio-Szene fernhalten konnten, weil Bio nicht nur ökologischer Anbau bedeutet, sondern auch Fairness im Verkauf.»

«Die Bauern können vom starken Wachstum in diesem Bereich profitieren», bestätigt denn auch Fabrice Zumbrunn, der Chef der Grossverteilerin Migros, bei der Präsentation der Jahreszahlen am Dienstag. Und man biete ihnen langfristige Abnahmeverträge. Der Schweizer Bauernverband bestätigt auf Anfrage, dass die Bauern für Labels wie Bio produzieren möchten.

Zukünftig mehr Bio-Produzenten?

Allerdings sei der Bio-Anteil mit elf Prozent am gesamten Markt nach wie vor gering, und die Umstellung bedeutet für die Betriebe sicher während zwei Jahren deutlich weniger Ertrag. Steige die Nachfrage, würden die Bauern schon nachziehen. Brändli von Bio Suisse stimmt zu: «Ein Bioland Schweiz wird nur dann funktionieren, wenn wir auch ein Konsum-Bioland haben.»

Der Präsident von Bio-Suisse geht aber davon aus, dass immer mehr Bauernbetriebe umstellen werden, weil sie auch neue Absatzkanäle nutzen können. Im Pandemie-Jahr seien Hofläden mehr oder weniger gestürmt worden.

Solche Direktverkäufe ab Hof oder via Online-Shop generierten ein lukratives Zusatzeinkommen, gerade auch für Bio- oder Umstellungsprodukte. Und das sei eine gute Motivation, die Kosten und den Mehraufwand für den Wechsel auf Bio-Produktoin auf sich zu nehmen, so Brändli.

SRF 4 News, Rendez-vous, 31.3.2021, 12:30 Uhr

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16 Kommentare

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  • Kommentar von Walter Germann  (Walter Germann)
    Ersten einmal danke ich dem SRF für die guten Sendungen
    Ich hoffe das nach der Corona Zeit die Leute auch weiterhin den Bio Lebensmittel treu bleiben. Nur so können die Böden für die Zukunft erhalten bleiben.
    Es gibt auch viele möglichkeiten mi EM (Effektive Mikroorganismen) Produkte die Böden in Ordnung zu bringen statt Chemie.
  • Kommentar von Rolf Künzi  (Unbestimmt)
    Nicht nur Essen, die Atmung ist das Gesundheitsgeheimnis Nr. 1. Ich werden noch öfter darauf eingehe. Was ist das Gesetz der Umgekehrten Proportionalität in Bezug zur Atmung. Wie oft und ruhig atmest du. Essen muss auch verbrannt werden. Wir sind Atemlos. Wenn man 15 Mal p. Minute atmet sind das etwa 21600 Mal am Tag und kann 120 Jahre Leben bedeuten. Wenn du nun deine Atmung vertiefst sagen wir um 5 Züge dann bedeutet das Leben. Wenn du 18 p. M. atmest bedeutet das Energie Missbrauch.
  • Kommentar von Benny Schmid  (.Ben)
    Was für ein Wunder wenn mehr Bio-Artikel gekauft werden. Vielerorts hat man gar keine andere Wahl mehr als Bio-Artikel zu kaufen weil die billigeren Non-Bio Lebensmittel in den Regalen seltsamerweise fehlen. Manipulation der Massen.